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Alex_McLees kurze Geschichtensammlung [diverse Völker]

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Re: Alex_McLees kurze Geschichtensammlung [diverse Völker]

Beitragvon Alex_McLee » So 7. Apr 2013, 13:53

Geiseldrama



Captain Legart duckte sich hinter die verstärkte Türe seines Dienstwagens, als ein Schuss von dieser abprallte. Vorsichtig lugte er aus seiner Deckung hervor und späte in Richtung der zersprungenen Glastür. Der einst prächtige Zugang zu der Großbank war nur noch ein dünnes Metallgerüst an denen vereinzelt noch kleinere Splitter der zerschossenen Flügel hingen. Durch die Trümmer des Eingangs konnte er umgeworfene Bänke, Stühle und Tische ausmachen. Sehr weit im inneren der großen Halle konnte der Einsatzleiter der Sicherheitskräfte eine Gruppe verängstigter Menschen sehen, die sich auf den Boden zusammen gekauert haben. Einige hielten sich bei den Händen und sprachen stumme Gebete. Andere weinten zusammen gesagt vor sich hin und schienen ihre Umgebung nicht mehr wahr zu nehmen. An schlimmsten waren, aber die gut ein halbes Dutzend Bankmitarbeiter und Kunden, die auf den Boden lagen und sich nicht mehr bewegten. Größere Lachen aus getrocknetem Blut, ließ jede Hoffnung für diese armen Seelen in Rauch auflösen.

Ein weiterer Schuss ließ ihn wieder ducken, dieser ging an der Tür vorbei und Legart konnte den Luftzug des Geschosses an seinem Gesicht spüren. Er nahm seine Schirmmütze ab und wischte sich mit der freien Hand durch sein nass geschwitztes blondes Haar. Still verfluchte er die Woche, welche scheinbar so beschießen wie möglich beginnen wollte.

„Ja verpisst euch nur in euren Löchern, ihr feigen Schweinehunde!“ Aus dem Augenwinkel heraus konnte Legart den Schützen über einer der Barrikaden thronen sehen. Die typisch kräftige und muskulöse Gestalt eines Bandenmitgliedes baute sich zu seiner vollen Größe auf und schien die Sicherheitskräfte vor sich zu verhöhnen. Eine weitere Salve seines Automatikgewehres hielt die Beamten aus Legarts Revier in Deckung. Wieder verfluchte er sich für die verdammte Order, sich zurück zu halten und nicht einzugreifen, bis die Arbites endlich eingetroffen sind. Dabei waren diese Verbrecher doch schon fast Weich geklopft.

Jeder Fluchtweg war ihn durch die Streifenwagen versperrt und sie konnten nirgendwo hin. Seit dem Beginn der Geiselnahme am gestrigen Morgen hatten sie ihnen nicht eine ruhige Minute gegönnt und sie immer irgendwie beschäftigt gehalten. Jetzt wo sich die Entbehrungen der letzten Stunden bemerkbar machten, sollten sie nichts mehr unternehmen und auf weitere Befehle von irgendwelchen außerweltlerischen Beamtenärschen warten? Eigentlich hätte er jetzt vorgehabt einen Unterhändler zu schicken um die ein oder andere Geisel frei zu verhandeln. Dabei hätte der Bote auch die Lage auskundschaften können und ihnen wertvolle Informationen zum Stürmen des Gebäudes besorgen können.

Der Captain verbannte seine Gedanken wieder in die Tiefen seines Verstandes, er konnte an der Situation eh nichts verändern, warum also noch weiter darüber Klagen? Seine Konzentration wurde wieder in die Gegenwart gezogen, als sich jemand neben ihn in Deckung kauerte. Mit einem kurzen Blick erkannte er seinen Lieutenant, auch er schien alles andere als Begeistert über ihre erzwungene Untätigkeit zu sein. „Sir wie lange müssen wir denn noch warten?“ Seine Stimme strotzte nur so von jugendlicher Ungeduld, aber auch von unbändigem Eifer. Beides war für Legart nachvollziehbar, dennoch würde er seinen Untergebenen später für seine so offen zur Schau getragenen Ungeduld tadeln. Ein Offizier sollte niemals seine eigene Unruhe zeigen. So was macht die Mannschaftsgrade nur nervös. Und nervöse Beamte, mit Schusswaffen, konnte nur schlimm Enden. Mit deutlich ruhigerer Stimme antworte der erfahrene Mann. „Ich weiß es nicht genau, aber es kann nicht mehr lange dauern, bis… unsere Verstärkung eintrifft.“ Sichtbar fiel es ihm schwer das Wort aus zusprechen. „Und wann sollen wir die geforderte Lücke in unseren Sperrring öffnen?“ Die Frage des jüngeren Mannes lies seinen älteren Gegenüber verächtlich zur Straße blicken. Eine der Forderungen des Adeptus war, das sie neben ihrer Untätigkeit eine größere Lücke bilden sollten. Es gab keine Erklärung für diese Order, aber er konnte sich schon denken warum. Die ganzen Kamerateams, der lokalen Meiden würden mit Freude ein an brausenden Wagen aufnehmen. Doch er dachte nicht daran irgendwelchen Sesselbeamten einem medienwirksamen Auftritt zu ermöglichen. „Wir lassen alles so wie es ist. Ich denke nicht daran irgendeinen Aussenwelter hier die Bühne für seine Egoshow zu bieten. Wer immer da aus der Hauptmakropole kommen mag, er wird wo wie alle anderen hier vor der Absperrung waren müssen.“

Die Antwort gefiel dem jungen Offizier sichtlich, sprach sein breites Grinsen doch deutliche Bände. Zufrieden wollte er sich wieder zu seiner Position begeben, als ein lautes Heulen seine Aufmerksamkeit verlangte. Als er die Straße hinunter blickte, konnte er die Quelle des Geräusches sehen. Ein schwarz gefärbter, modifizierter Rhino-Transportpanzer bog um die Ecke. Die Sirene und das blinkende Blaulicht waren ein deutlicher Hinweis, doch seine Blicke wurden von dem unverkennbaren Logo, welches Stolz auf weißen Grund an den Seitentüren des Panzers prangte. Das unverkennbare schwarze „I“ welches jedes Adeptus trägt, geziert von der geballten Faust, die eine schwarz weiße Wage in die Luft emporreckte. Mit einen Nicken deutete der Lieutenant in die Richtung des Panzers. „Sieht so aus, als wäre unsere hoch geschätzte und sehnlich erwartete Verstärkung da.“

Ohne langsamer zu werden schoss der Rhino auf die Streifenwagen zu, welche die Absperung bildeten. Captain Legart wurde mit jedem Meter unruhiger, doch sein Lieutenant sprach aus, was er unter den Schock der Erkenntnis nicht formulieren konnte. „Scheiße die rammen ja gleich die Wagen, sind die Blind?“ Der Mann konnte seinen Fluch nicht richtig aussprechen, als schon das markante scheppernde Geräusch zu hören war, welches entsteht wenn Metall auf Metall trifft. Mit aller Wucht schleuderte die Bulldozerschaufel an der Frontseite des Panzers die Streifenwagen beiseite. Der erfahrene Einsatzleiter fing sich wieder und seine jahrelange Erfahrung machte sich bemerkbar als er sich instinktiv zum Eingang der Bank drehte. Der Verbrecher der noch triumphierend und herausfordernd auf der Barrikade stand, war zur einer Salzsäule erstarrt. Wie in Zeitlupe fiel er nach hinten und seine Brust explodierte regelrecht, als sich sein Inneres nach außen kehrte. Zuerst musste Legart spontan an Hexerei denken, doch ein bekanntes dumpfes Pochen verriet den wahren Grund für das plötzliche Ableben des Mannes. Aus dem Augenwinkel heraus konnte er den Rhino an sich vorbei rasen sehen. Der auf seinem Dach montierter Sturmbolter ließ eine weitere tödliche Salve seiner Geschosse auf die Reise gehen.

Urplötzlich und ohne Vorwarnung kehrte das Geschehen in die Realität zurück und wurde schneller. Ein ohrenbetäubendes Krachen, das selbst den Lärm des Bolters übertönte kündete davon wie der Panzer durch die Barrikaden der Gangster brach, immer weiter seine todbringenden Geschenke unter die Anwesenden zu verteilen. Egal ob sie Verbrecher waren oder Geiseln. Schlitternd kam der Panzer auf den Marmorboden zum Stehen und reizte mit seinen Ketten den ganzen Boden auf. Er war noch nicht komplett zur Ruhe gekommen, da sprangen die Beiden Seiten Türen und die Heckklappe auf. Aus ihren Schrotflinten feuernd sprang ein ganzer Trupp Arbites aus dem Panzer. Jeder der in den Raum eine Waffe trug wurde gnadenlos nieder gemacht. Unfähig sich so schnell vom Schock zu lösen, waren die meisten Gangster schon erschossen oder kampfunfähig gemacht. Vereinzelt gaben sie einige Salven Gegenfeuer ab, nur um sich so die Aufmerksamkeit des Stumrbolters auf sich zu lenken. Es war noch keine Minute verstrichen, da war der ganze Spuk schon vorbei. Alle bis auf einen der Geiselnehmer waren Tod oder lagen Kampfunfähig in ihren eigen Blut.

Der Anführer der Bande hatte sich hinter einer jungen Frau versteckt, die er mit seinen kräftigen Armen in einen Schwitzkasten vor sich hielt. Langsam wurde er von den Arbitoren eingekreist. Seine Pistole in der Hand zitterte nervös an der Schläfe der Frau, welche weinend vor sich wimmerte und die vorspiegelten Helme anstarrte. In der Hoffnung irgendwo ein Gesicht zu finden, das ihr stumm Mut zu sprach und ihr versprach, noch heute bei ihrer Familie sein zu können. Doch alles was sie sah, war ihr eigenes verängstigtes Gesicht. Tränen liefen ihre Wangen herunter und verschmierten die Reste ihres Liedschattens noch mehr. Der Gangster hinter hier drückte ihr die Pistolenmündung noch fester gegen den Kopf. „Sei ruhig du Schlampe oder ich blasse dir dein Schädel weg.“ Mühsam versuchte die Frau nicht in Tränen aus zu brechen.

„Leg die Waffe herunter und ergebe dich, es gibt kein Entkommen.“ Verängstigt blickte der Mann sich um. Die zehn Arbitoren nährten sich in einen Halbmond auf ihn zu, ein jeder lud seine Schrottflinte durch und das Klirren der Patronenhülsen klangen in seinen Ohren wie das Donnern ganzer Geschützrohe. Ein leises Surren kündete davon, dass sich nun auch der Sturmbolter auf ihn und sein menschlichen Schutzschild eingerastet hatte. Ängstliche Augen starten den vordersten Arbitor an. Seine Hand zitterte und er musste alle Kraft aufbringen, die Waffenmündung auf die Frau gerichtet zu halten. In festen Glauben, dass sie seine letztes Ass im Ärmel war, diese Pleite von Überfall noch lebend zu entkommen. „Kommt mir nicht zu nahe. Ich … Ich werde dieses Miststück töten, wenn ihr mich nicht sofort gehen lasst.“ Krampfhaft versuchte er eine Reaktion auf seine Drohung in den Gesichtern der Beamten zu lesen, doch die seelenlosen Spiegelhelme, verrieten keine Regung und ließen die Panik des Verbrechers noch mehr steigen. „Warum sollten wir das tun? Sie ist jederzeit ersetzbar.“ Die Kälte der Stimme ließ beide, Geisel und Geiselnehmer, erstarren. Der Anführer der Verbrecher starte den mittleren Arbitor an. Seine Uniform wies an den Schulterbereichen feine Goldakzente auf und auf den Helm prangte das Symbol seines Ranges, schon seine Statur sprach eine Autorität aus, welche seine Stimme noch unterstrich. Insgeheim war er dankbar dass er den Senioris nicht in die Augen sehen musste. War er sich doch sicher dass es um ihn geschehen wäre.

Unfähig sich zu rühren, stammelt er sprachlos vor sich hin, unfähig die Antwort der Beamten zu verstehen. „Wa… Was? Ihr verarscht mich doch! Ich meine es ernst ich töte sie!“ Seine Stimme überschlug vor Angst und Entsetzen. Sein Zittern verstärkte sich noch als er wieder die kalte Stimme des Truppführers hören musste. „Ich sagte doch sie ist ersetzbar, wie alle hier. Das schlimmste euer Verbrechen ist, dass ihr diese Bank an arbeiten hindert. Wer die Produktivität einer Welt behindert, der schwächt sie. Wer seine Welt schwächt, verrät sie an die Feinde der Menschheit. Verräter haben keine Daseinsberechtigung.“ Von den Worten entsetzt machte er einen kleinen Schritt zurück. Bevor seinen Arm sich überhaupt vom Hals der Geisel lösen konnte. Zuckten beide unter einen lauten Donnerschlag zusammen. Der Blick fuhr ungläubig herum und wurde von der rauchenden Schrottflinte eines der Nebenmänner gefesselt. Ungläubig blickte er an sich hinab und seine Pupillen weiteten sich vor Entsetzen. Sein Körper und der seiner Geisel waren blutig und mit Einschusslöchern der Schrottladung durchsiebt. Seine Beine versagten und er stürzte zu Boden. Ein Keuchen entwich seiner Lunge als die junge Frau auf sein zerschossenen Bauch landete. Dunkelheit umfing ihn schon als er sein blasses Gesicht auf einmal vor sich sah. Von der Klarheit des Todes berührt erkannte er sofort, dass er in das Spiegelvisier seines Mörders blickte. Das letzte was er sehen sollte, war wie die Schrottflinte wieder durch geladen wurde und sich auf sein Gesicht richtete.

Nach dem der letzte Kanal verhalt war, wendete sich Arbitor Senioris Drexlar von den Überresten des Verbrechers ab. Sein Blick schweifte über das Szenario des Grauen um ihn. Überall lagen Tote und Verstümmelte. Keine zwei Minuten waren seit ihrer Erstürmung vergangen und alle Verbrecher wurden getötet. Auch der Großteil der Geiseln war Tod, aber er hatte mit höheren Verlusten gerechnet. Zufrieden mit ihrer Arbeit wendete er sich der Verwundeten zu, welche mit ihren Geiselnehmer nieder geschossen wurde. Von dem Schmerz an den Rande der Bewusstlosigkeit gebracht klammerte sie sich an den Fetzen, welche mal ihr Arm war. Ihre Finger gruben sich in die Reste, ganz so als würde sie hoffen damit die Blutungen zu stoppen, welche sie unweigerlich töten würde. Sein Blick wanderte zu den Arbitor an ihren Kopf und das charakteristische Klicken seiner Schrottflinte ließ ihn auf hören.

„Arbitor, was glauben sie da zu tun?“ Der Mann stockte mit der Flinte über den Kopf der sterbenden Geisel thronend und blickte auf. Auch wenn man sein Gesicht nicht sehen konnte, so sprach sein Körper deutlich von seiner Verwirrtheit über die Reaktion seines Befehlshabers. „Sir, sie stirbt doch so oder so, ich wollte ihre Leiden nur verkürzen.“ Wut brannte in der Stimme des Senioris auf und der untergebene Beamte zuckte unter ihrer Wucht zusammen. „Beim Imperator und allen Heiligen, sind sie noch bei Trost? Sie können der Frau nicht mit ihrer Flinte in den Kopf schießen!“ Unsicher machte der Mann einen Schritt zurück und stammelte eine Entschuldigung und Rechtfertigung. „Sir, ich dachte nur, da sie eh ersetzbar ist…?“ „Deswegen dachten sie, sie könnten ihr einfach mal den Kopf Wegsprengen? Denken sie gefälligst bevor sie handeln und seien sie vor allem etwas sensibler. Nehmen sie ihre Laserpistole, damit die Angehörigen von ihr, sie noch identifizieren können.“
So schnell wie der Wutausbruch über den Arbitor bekommen war, so schnell war er auch wieder verschwunden, als sich der Senioris umdrehte. Auf den Weg zu den wartenden Rhino härte er zufrieden, das Zischen einer feuernden Laserwaffe.

Er hatte den Weg zum Panzer noch nicht zur Hälfte zurückgelegt, als ihm, eine Gruppe von Neuankömmlingen in den Weg trat. Captain Legart war außer sich vor Wut und musste sein ganzen Willen aufbringen, den Mann vor sich nicht auf der Stelle zu töten. Seine Stimme bebte regelrecht, als es aus ihm heraus platzte. „Was glauben sie haben sie hier getan?“ Er streckte seine Arme weit von sich, als wollte er den ganzen Raum damit umstellen. Die Stimme des Senioris war so ruhig und kalt, wie bei dem Todesurteil des letzten Geiselnehmers. „Das was eigentlich ihre Aufgabe gewesen wäre. Diese Geiselnahme beendet, bevor die Produktivität dieser Welt noch weiter behindert wird. Sie hätten sie schon von der ersten Minute stürmen sollen.“ Der Captain stürzte nach vorne und konnte nur mit großen Kraftanstrengungen seines Lieutenant gestoppt werden. Die Faust schon weit nach hinten gestreckt um genug Schwung zu holen, die Arroganz des Arbitoranführers raus zu prügeln. „Was fällt ihnen ein, ich wollte die Leben dieser Menschen hier retten. Und alles was sie machen können ist hier rein zu brechen und alles zu erschießen. Das wird ihnen noch leidtun. Ich werde dafür sorgen, dass sie die Konsequenzen von heute spüren werden.“

Während der hasserfühlten Fluchtriaden des Polizisten wanderte die Hand des Aribtors langsam zu seiner Brusttasche. Geschickt zog er sich einen seiner Handschuhe mit den Zähnen aus und zog ein zusammen gefaltetes Papier hervor. Stumm reichte er es den Captain und als dieser den Zettel wütend aus der Hand gerissen hatte, setzte er seinen Weg zum Panzer weiter fort. Ungläubig starte Legart auf das gefaltete Blatt in seiner Hand. „Was ist das? Ich verstehe nicht?“ Ohne sich umzudrehen sprach der Senioris in unglaublicher Ruhe, so als würde, er die gewalttätige Stimmung in der Luft nicht schmecken können. „Die hiesige Bank ist für die Finanzierung des Flottenausbaus zuständig. Der Stillstand hier, führt zur Unterbrechung der Flottenfinanzierung. Ohne die nächsten Transaktionen kann die Flotte aber nicht weiter gebaut werden. Diese Welt erfühlt ihre Produktivitätsrate nicht und der Flotte fehlen dringend benötigte Tonnagenverstärkungen. Ihr zögern schwächt das Imperium!“ Legart schluckte und rührte sich nicht. Selbst als ihn sein Lieutenant los ließ, blieb er in derselben Position verharrend stehen. Ihm ging langsam auf, was der Senioris ihn gerade beibringen wollte.

Beim Einsteigen in den Panzer drehte sich der Arbitor noch einmal um und blickte den Captain tief in die Augen. Obwohl sein Visier noch runter geklappt war, konnte Legart den stechenden Blick des Mannes in seinen Herzen spüren. Seine Stimme war immer noch kalt, doch schien sie jetzt, nach dem der Adrenalinpegel in seinen Blut an sinken war, etwas sanfter zu werden, ohne dabei an Autorität zu verlieren. „Dies ist ihre Vorladung. Ihr Versagen wird dazu führen, dass die Schiffswerfen mindestens eine Woche nicht arbeiten werden. Die Urteilverkündigung ist morgen Vormittag, ihre Bestrafung findet direkt im Anschluss statt. Seien sie ja Pünktlich, dass wäre besser für sie.“ Mit diesen Worten schlug der Senioris die Tür des Rhino zu, welcher kurz darauf grollend wieder zum Leben erwachtet. Mit lauten dröhnen brach er aus den Resten des Empfangssaal und ließ einen verunsicherten Captain zurück. Das erste Mal in seinen Leben ließ Legart seine Verunsicherung alle in der Umgebung spüren. Still verfluchte er die heutige Woche, die schon so schlecht begonnen hatte.
Und was lernen wir daraus?

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Re: Alex_McLees kurze Geschichtensammlung [diverse Völker]

Beitragvon Runenleser » So 7. Apr 2013, 14:48

Hi Alex,

sehr schöne Geschichten!
Sie wissen mir wirklich zu gefallen :)

Kann man sich eigentlich auch eine Geschichte wünschen? :mrgreen:

Was Verbesserungen etc. anbelangt, muss ich dir ganz ehrlich sagen, würde mir jetzt nichts einfallen (außer der ein oder andere Rechtschreibfehler), wobei ich auch kein Profi und doch recht subjektiv dabei bin. Der Schreibstil sagt mir sehr zu, die Atmosphäre der einzelnen Geschichten kommt gut rüber (ich mochte zum Beispiel auch sehr die Geschichte "Warum", wobei mich persönlich das Imperium normalerweise nicht wirklich interessiert^^) und man kann wirklich mit den Charakteren mitfiebern wie ich finde.

Von daher....außer ein paar Rechtschreibfehler (mir sind jetzt nur wenige aufgefallen) gibts meiner Meinung nach da null Besserungsbedarf ;)
Was ich ebenfalls sehr schön finde ist, dass du auch Geschichten über Eldar etc. schreibst :)

Bitte bleib auf jeden Fall an deinen Geschichten dran! :)

LG
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Re: Alex_McLees kurze Geschichtensammlung [diverse Völker]

Beitragvon Alex_McLee » Sa 20. Apr 2013, 11:54

‏ ‎Kinder des Dorn



Seht am Horizont das Leuchten der Blitze,
Sie künden von‭ ‬den Schlachten Hitze.
Dumpfe Schreie die qualvoll verklingen,
Seelen die sich zu Tode winden.
Unreines Leben vollstreckt von reiner Hand,
Blut vergossen auf heiligen Land.
Stumme Zeugen werden es ewig verkünden,
Wer auch immer das Feuer des Krieges will entzünden.
Darum ihr dunklen Mächte nehmt euch in Acht,
Vor des dunklen Templars ewigen Wacht.


Ihr abscheulichen Xenos und Verräter,
Ihr verdammungswürdigen Ketzer und Häretiker.
Eure verdorbenen Seelen sind für immer verloren,
Auf ewig in den Flammen der Hölle werdet ihr schmoren.
Einst von heiligen Imperator ausgesandt,
Habt ihr euch von‭ ‬seinem Lichte abgewandt.
Verkauft habt ihre eure Menschlichkeit,
Verloren werdet ihr sein in alle Ewigkeit.
Darum ihr dunklen Mächte,‭ ‬nehmt euch in Acht,
Vor des dunklen Templars ewigen Wacht.


Sie werden kommen um euch zu richten,
Um eure dunklen Werke zu vernichten.
Sie sind des heiligen Sigismund Erben,
Niemals werdet‭ ‬ihr‭ ‬sie‭ ‬mit euren Lügen verderben.
Die himmlischen Chöre singen voll des Lobes,
Über die Taten der Engel des Todes.
Rechtschaffen ist ihr Zorn,
Sie sind die Kinder des Dorns
Darum ihr dunklen Mächte,‭ ‬nehmt euch in Acht,
Vor des dunklen‭ ‬Templars ewigen Wacht.
Und was lernen wir daraus?

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Re: Alex_McLees kurze Geschichtensammlung [diverse Völker]

Beitragvon Anubis » Sa 20. Apr 2013, 12:12

Ein paar unreine Reime, aber ansonsten richtig nice ^^
Mal was komplett anderes, gefällt mir aber richtig, richtig gut! So was lass ich mir doch gern gefallen =)
Schreibe ich in #FF0000 und achte auf meine Rechtschreibung, dann ist das Ende nah...


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Re: Alex_McLees kurze Geschichtensammlung [diverse Völker]

Beitragvon Alex_McLee » Sa 27. Sep 2014, 22:23

Blutgier


Verächtlich ließ er den toten Körper auf den Boden fallen, da das Herz auf gehört hat zu schlagen. Nun schoss auch kein köstliches Blut mehr aus der aufgerissen Kehle. Eine gierige Zunge huschte über die vernarbten Lippen und genoss den metallischen Geschmack von den Blutresten, die dort klebten. Es war nicht viel und hatte seine Gier nicht ansatzweise befriedigen können. Nein vielmehr hatte dieser kurze Snack sie erst recht entfacht. Eisblaue Augen starrten auf den erkaltenden Körper seines Opfers, das Gesicht erstarrt in einen Bild des Schreckens und Abscheu. Das geronnene Blut bildete feine Muster, die in seinem Geiste zu einen höhnischen Grinsen wurden. Er lachte ihn aus, der tote, kalte und blutlehre Körper machte sich über seinen unendlichen Durst lustig. Angewidert spuckte er auf die Reste, die mal einst ein tapferer Soldat waren. Sein Blick wanderte aber weiter den Körper hinab runter zu der Brust
Der braune Uniformrock war noch intakt, wenn man von den großen Blutflecken absah. In seinen vernebelten Verstand bildete sich ein kurzer Gedanke, der seine Gier noch mehr anfachte. Er ließ sich auf die Knie fallen und ries den Offizier die Kleidung von Leib. Einen Moment starte er auf die vernarbte Haut, seines Opfers und fragte sich wer oder was er eigentlich war und hier tat, bevor ihn die Gier erneut übermannte und ihm seine gerüsteten Finger in die Brust des Toten trieben ließ. Mit einen feuchten Schmatzen gab die Haut nach und er ries mit purer roher Kraft eine Öffnung in den Oberkörper der Leiche.

Flink huschten seine Hände in den Körper und packten das Herz der armen Seele. Ein kräftiger und kurzer Ruck und es war aus den Brustkorb gerissen. Mit einer unstillbaren Gier führte er es an sein Gesicht und schlug seine Zähne in das tote Gewebe. Hastig schluckte er das raus gebissene Stück und lies das langsam gerinnende Blut auf sein Gesicht tropfen. Seine Zunge zuckte hin und her und nahm jeden der zähen Tropfen gierig auf. Das Blut schmeckte nicht mehr so frisch und verlor auch rasch an seiner Wärme, denn noch befriedigte es seine Gier und ließ diesen Drang nach Fleisch und Blut erträglicher erscheinen. Doch auch diese Quelle kam viel zu schnell zum Erliegen. Es dauert einen Moment bis er verstand, dass alles Blut aus dem Herz getropft war oder in den Ecken geronnen und nicht mehr annährend so schmackhaft und stillend wie vor einigen Minuten noch. Die Gier stieg wieder an und in seiner Verzweiflung sie zu stillen suchte er nach weiteren Organen, die reich an Blut sind, in der Hoffnung, dass es noch nicht geronnen war. Seine Finger stoppten als sie die Leber des Toten berührten. Schnell packten sie das Organ und rissen es wie das Herz vorhin heraus. Zähe Tropfen vielen zu Boden und verrieten ihm, dass das Blut zu mindestens noch nicht vollständig geronnen war. Hastig führte es die weiche Gewebemasse an seinen Gesicht und wollte gerade seine Zähne in das tote Fleisch rammen, als ein Schatten auf sein Kopf fiel und seine Gier für einen Moment von seiner Neugierde übermannt wurde und ihn auf blicken ließ.

Eine Gruppe aus drei in Servorüstungen gehüllten Personen schreitet langsam und vorsichtig auf ihm zu. Die beiden äußeren waren in schwarzen Rüstungen gekleidet und trugen einen schädelförmigen weiß lackierten Helm auf den Kopf, so dass man ihre Gesichert unter der grinsenden Maske nicht erkennen konnte. Es schien als würden sich die beiden Krieger optisch nicht voneinander zu unterscheiden, bis sein Blick auf die Schulterpanzer gelenkt wurde. Der linke der Beiden trug auf der Schulterplatte ein von zwei Engelsfügel umrahmten Blutstropfen, während der andere einen weißen Wirbel mit einem mittigen Tropfen aus Blut aufgemalt hatte. Tief in seinen Verstand regte sich eine Erinnerung an die Symbole und ihm schoss das Wort Ordenspriester durch den Kopf. Doch bevor er den Gedanken wirklich fassen konnte und über seine Bedeutung nachdenken konnte, war er schon wieder Verschwunden. Verjagt durch die Aufmerksamkeit, die die mittlere Person der Drei auf sich zog. Seine Gestalt war noch mächtiger und prächtiger als die seiner beiden Begleiter. Seine Rüstung war in einem tiefen Rot bemalt und mit feinsten Goldverzierungen geschmückt. Während die Rüstungen seiner Begleiter glatt poliert waren und wie eine stählerne Wand wirkten, war seine von feinen Linien durchzogen. Jede Line wirkte dabei als würde sie eine menschliche Muskelfaser sein und zusammen ergaben die Linien ein Bild, als wäre die Rüstung ein Mantel aus Muskeln, welche sein Träger sich über gezogen hatte. Alle drei Männer waren dabei mit dutzenden Fetzen aus Pergamentpapier und Wachssiegeln überzogen und verkündeten dabei für jeden sichtbar ihre Frömmigkeit. Doch was ihm am imposantesten machte, waren die beiden schwarzen Engelsflüge, welche sich zu beiden Seiten der riesigen Sprungtornister abspreizten und ihm die Eleganz eines Engels verliehen. Als einziger Trug er von den drei Marines kein Helm, so dass er das blasse, fast weiße Gesicht sehen konnte. Eingerammt von langen ebenholzgefärbten Haaren blickte ihm ein Gesicht an, das in einer Mischung aus Trauer und Enttäuschung gehüllt war. Die drei Marines blieben in einen Respektvollen abstand stehen und er konnte ihre forschenden und bewertende Blicke spüren. In seinen tiefsten inneren regte sich die Gier wieder und stachelte ihn an, die Drei um zubringen und sich an ihnen zu laben, damit sein Durst und seine Wut für einen längeren Zeitraum gestillt werde. Die drei Neuankömmlinge schienen seine Gedanken zu spüren, denn er konnte fühlen wie sie sich innerlich anspannten und auf einen Kampf vorbereiteten. Der Mittlere, mit den Engelsflügeln, der Gruppe warf ein letzten Blick auf die Leiche des Offiziers, bevor er einen mächtigen Schritt nach vorne machte. Seine Begleiter setzten an ihm zu folgen, doch eine kleine Geste ihres Anführers ließ sie stocken. Einer der beiden, derjenige mit den geflügelten Blutstropfen schien die Entscheidung nicht gut zu heißen und protestierte sofort. „Mein Lord, seid ihr wirklich sicher dass ihr ihm euch alleine Stellen wollt? Es wäre besser, wenn wir ihn zusammen bekämpfen.“ Der angesprochene antworte, den Kopf leicht in Richtung des Fragestellers zu neigen ohne seine Blicke von seinem Gegner zu nehmen. „Ja, das will und muss ich. Denn das ist mein und ganz allein meine Bürde.“ Der Ordenspriester warf einen Blick zu seinen Gegenstück auf der rechten Seite, dieser blickte den Marine an der Leiche mustern an, bevor er nickte. Resigniert nickte nun auch der zweifelnde Priester und beugte kurz entschuldigend seinen Oberkörper nach vorne. „Dann sei es so, vergebt mir meine Aufmüpfigkeit und Zweifel Lord Astorath.“ „Wir werden später darüber reden, mein junger Freund.“

Der Mördermarine spante sich bei den letzten Satz an, er konnte spüren das es jeden Moment zu einen gewalttätigen Akt kommen würde. Jahrhunderte lange antrainierte Fähigkeiten erwachten und ließen seine Hand zu seinem Kettenschwert wandern. Während sein Gegenüber eine rissige Axt in seiner Hand nahm und sie prüfend wandern ließ. Plötzlich stürzte der Hohe Ordenspriester nach vorne, ohne vorher auch nur die kleinste verräterische Geste gemacht zu haben. Sein Sprungtornister heulte klagend auf, als die Düsen an seinen Enden feuerspucken erwachten und den Sturmangriff noch zusätzlichen Schwung verliehen. Jeder normale Sterbliche hätte nicht die Chance gehabt nur den kleinen Finger zu rühren, bevor ihm der Kopf sauber abgeschlagen würde. Doch der Mördermarine hatte nichts mehr von einem normalen Sterblichen an sich. Seine übermenschlichen Reflexe ermöglichten ihm den Schlag rechtzeitig aus zu weichen und seine jahrhundertelange Kampferfahrung ließ ihn erkennen, dass Ausweichen die sinnvollste und sicherste Methode war, einen Schlag mit dieser Schwungkraft zu überstehen. Er konnte den Windhauch des Schwunges an seinen Kopf vorbei sausen spüren und rollte sich nach seinen beherzten Sprung zur Seite wieder auf. Sofort stürzte er sich, die Initiative ergreifend, auf den Ordenspriester. Der Motor seines Kettenschwertes heulte klagend auf, als die diamantenharten Sägezähne mit dem Energiefeld der Axt kollidierten. Ihre beiden Gesichter konnten sich fast berühren und ein jeder konnte den Hass und die Wut in den Augen des anderen sehen. „Gib auf und du wirst von mir Erlöst werden, das schwöre ich dir beim Imperator.“ Die erstaunlich ruhige und gefasste Stimme Astorath prallte an den Mördermarine ab, sein Gesicht verzog sich nur noch mehr und seine Stimme war nur noch ein angewidertes Krächzten. „Schnauze! Gib mir Blut, gib mir dein Fleisch!“
Speichelfäden flogen in das Alabastergesicht des Priesters und seine Augen schienen von Bedauern schwer zu werden. „So sei, wenn das deine Antwort ist.“ Der Satz war kaum verklungen, als die Spungdüsen zum neuen Leben erwachten und Astorath mit einem kraftvollen Sprung nach vorne schleuderten. Der Mördermarin, geblendet von Gier und Wut, wurde regelrecht von den Beinen geschleudert und landete Hart auf den Rücken. Nur um Sekundenspäter wieder auf den Füßen zu stehen. Doch diese Sekunden der Lücke reicht dem Priester ihm einen kräftigen Schlag mit seiner gepanzerten Faust zu verpassen. Die ganze Wucht seines Zorns nutzend schleuderte er den Mördermarine einige Meter weit zu Boden. Ein jüngerer Kämpfer wäre ihm jetzt nach gestürzt in der Hoffnung den entscheidenden Schlag zu setzten, doch die unzähligen Kämpfe haben Astorath gelehrt, das sein Gegner jetzt am gefährlichsten war und jeder weitere Schritt wohl bedacht sein sollte. Der Marine richtete sich schneller auf, als er es erwartet hätte und zeigte von der Richtigkeit seines Handelns. Blut lief aus der gebrochenen Nase und in den Augen brannte ein Feuer, das einen an einen wilden und verwundeten Tier erinnern ließ. Ohne Nachzudenken oder kämpferischen Geschick stürmte der Marine nach vorne, sein Kettenschwert in beiden Händen halten, holte er beim Rennen zu Schlag aus. Er überbrückte die Distanz innerhalb von Sekunden und ließ die Klinge in einen wagenrechten Bogen auf den Hals des Priesters zu fliegen. Dieser ließ sich auf sein linkes Knie sinken und aktivierte erneut für einen kurzen Moment seine Düsen. Mit ungeheurer Wucht tauchte er unter den tödlichen Schlag weg und rammte sein rechtes Knie in den Bauch seines Gegners. Der hohle Klang von aufeinander schlagendem Metall huschte über das Schlachtfeld und vermischte sich mit dem Keuchen des Marines. Bevor er in seiner blinden Wut verstehen konnte was passierte, war Astorath an ihm vorbei und rammte seinen Elenbogen in den Nacken. Der Schmerz zuckte durch seinen Körper und ließ seine Hände zittern. Immer noch auf seinen linken Fuß balancieren stieß Astorath sein Rechten in Richtung der Klinge. Die von Schmerz zitternden Finger konnten das Schwert nun nicht mehr halten und es fiel ihm aus der Hand. Das alles war nur innerhalb von wenigen Sekunden passiert und genügten ihm nach vorne stürzen zu lassen.

Aus den Augenwinkel konnte er sehen, wie die andern beiden Marines nach vorne stürmten, dann raubte der Sturz ihm für einen Augenblick die Sicht. Als sein Blick kurz darauf wieder klar war konnte er schon die harten Griffe der anderen Priester um seine Arme spüren. Mit zwei kräftigen Tritten brachen sie ihm seine Beine und machten seine Gegenwehr zu einen hilflosen rucken und zehren an die kettengleichen Griffe seiner Gegner. Sie richteten ihm auf die Knie auf und drückten seinen Oberkörper nach vorne, so dass sein Nacken frei war. Er mühte sich auf zu blicken und zehrte mit aller Kraft gegen seine Peiniger. Wieder viel der Schatten Astorath auf seinem Haupt. Die Blicke des Ordenspriesters waren hart und zeugt dabei von einer Mischung aus Abscheu, Mitgefühl und Enttäuschung. Seine Stimme war immer noch ruhig und gefasst, als sie sein Ende verkündete. „Captain Dohnale. kommandierender Bruder der 4. Kompanie meiner Brüder der Flesh Tearers. Es ist ein tragisches Unglück, dass ihr euch an der Schwarzen Wut verloren habe. Ihr seid zu sehr verloren als das ihr noch auf einen ehrenvollen Tod in der Todeskompanie hoffen könnten. Ich kann euch nur noch die Gnade eines schnellen Todes geben. Doch wisset, dass wir ihren Verlust und ihr Scheitern betrauern werden und uns mahnend an ihren Fall erinnern werden.“ Der angesprochene Marine ignorierte alles was der Ordenspriester ihm erzählte und zerrte weiter gegen seinen Peiniger. Immer wieder schrie er den Priester an und spie dabei seinen Speichel gegen die Rüstung seines Henkers. „Schnauze du *#~"*, gebt mir Blut, gebt mir Fleisch.“

Mit einen leichten resignierend Seufzen hob Astorath seine Henkersaxt und schlug mit einer flüssigen Bewegung den Kopf des verlorenen Marines ab. Dohnales Zorn erstarb mitten in einer Triade des Fluchens und sein Gier war erloschen, für einen letzten Moment war sein Geist so Ruhig und Leer wie schon lange nicht mehr und mit einer gewissen Erleichterung fiel er in die Dunkelheit des Nichts.
Und was lernen wir daraus?

"Dass alles an einem Chaosspacemarine gefährlich ist, selbst seine Kacke!"
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Alex_McLee
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