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Der Quasarius-Kreuzzug - Neuauflage [SM / Fluff]

Ihr habt euch eine epische Geschichte ausgedacht? Dann immer her damit.

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Bewertung:
  • 3 Stimmen
  

Der Quasarius-Kreuzzug - Neuauflage [SM / Fluff]

Beitragvon Leonidas Parzival » Mo 3. Sep 2012, 22:37

Sprachlich und inhaltlich überarbeitete Neuauflage!

Vorwort für Geschichten der Chosen Knights

- Kritik, Anregungen und Lob sind ausdrücklich erwünscht!
- Die "Chosen Knights" sind ein von mir erfundener Space Marine Orden
- Diese Geschichte und alle weiteren Geschichten, die noch veröffentlicht werden gehören zum Fluff-Hintergrund des Ordens
- Die "Chosen Knights" werden alsbald möglich als Armee im entsprechendem Forum vorgestellt

Legion: wahrscheinlich Imperial Fists
Primarch: wahrscheinlich Rogel Dorn
Gründung: unbekannte Gründung Anfang M37
Heimatwelt: Mandolo Prime (Feudalwelt), Mandolo System, Typhon Sektor, Segmentum Ultima
Farben: Gelb, Hellblau, Dunkelrot (Rüstungen sind metallfarbend, persönliche Heraldik an Rüstungen, Roben und Schilden)

Hintergrund: Die Chosen Knights sind ein eher unorthodoxer Orden, obwohl sie in vielem dem Codex Astartes folgen. Sie selbst sehen sich eher als ein Ritterorden, denn als einen Militärischen Marine Orden. Im Orden werden viele mittelalterliche Traditionen und Riten gepflegt. Für echte Space Marines sind sie fast schon zu höflich und charismatisch. Sie lieben einen echten Kampf, wo sie ihre Standhaftigkeit und ihr Kampfgeschick beweisen können, werden aber keine Massaker oder barbarischen Aktionen durchführen.
Nahkampf mit dem Schwert und Fernkampf z.B. bei Belagerungen sind Ihre große Stärke. Die CK pflegen ein überdurchschnittlich gutes Verhältnis zu fast allen Imperialen Institutionen und im Gegensatz zu vielen anderen Orden auch zur Ekklessiarchie. Sie haben mit kleinen Abweichungen die Glaubensdoktrin der Reinen Reformatorischen Ekklessiarchie von Sebastian Thor übernommen und sind extrem gläubig. Ein Zwischenfall ca 455.M37 (Dwalorian-Vorfall) erschütterte den Orden zutiefst und führte beinahe zum Excomunicate Haereticus durch die Inquisition. Dieser Zwischfall wird als Tiefpunkt und Schandfleck des Ordens bis heute den Rekruten mit Tränen der Trauer, als warnendes Beispiel weitererzählt. Damals wurde ein Kreuzzug der Buße über 120 Jahre ausgerufen, bei dem 3/4 des Ordens ihr Leben ließen. Die Überlebenden sammelten sich auf ihrem Heimatplaneten um ihren größten Helden Prince Colton Hammersmith und bauten den Orden mit einigen Änderungen wieder auf. Eine Änderung war der ewigwährende Kreuzzug der Buße. Dieser hält an bis heute und besteht aus vielen kleinen Kreuzzügen. Dabei werden jeweils 3 Kompanien verschieden zusammengestellt und brechen zu einem gemeinsamen Kreuzzug auf. Alle Kompanien, bis auf die 10. Scoutkompanie müssen diese Kreuzzüge durchführen auch die 1. Veteranenkompanie. Meistens dauern die Kreuzzüge nur 5 -10 Jahre. Dies ist Ordenstradition und Traditionen werden absolut lebendig gehalten und das Abweichen von ihnen wird hart bestraft.
Eine weitere Tradition der CK ist ihre Heraldik, sowie das Aussehen ihrer Rüstungen und Fahrzeuge. Diese sind vielfarbig, gemustert, und geschmückt, wie echte Ritter eben. Sie würden nie mit einer dreckigen Rüstung in den Krieg ziehen. Ihre Rekruten stammen meistens aus ihrem Heimatsystem mit einer Makropolwelt und ihrem Heimatplaneten Mandolo Prime, einer Feudalwelt. Einige Aspiranten werden jedoch auch während der Kreuzzüge aufgenommen. Alle Aspiranten werden einer kleinen Gehirnwäsche und einer starken Dogmatisierung der Ordenstraditionen ausgesetzt. Außerdem muss jeder Aspirant einen einheimischen Namen aus den 8 Fürstentümern annehmen. Auch das ist eine der vielen Traditionen.
Schlachtruf: "Schild und Schwert!"



Eine Geschichte der Chosen Knights

Der Quasarius-Kreuzzug
977M41 - 980M41

Beteiligte Personen:

Stellvertretender Ordensmeister der Chosen Knights; Crusade Commander Lord Azdrubal Trondheim, 1. Kompanie
4 Nobleman: Alberich Merivan, Norman Nardor, Haidan Martaím und Anderson Armstrong
Lieutenant Voltan Levkov, Kompaniestandartenträger 1. Kompanie
Chaplain Luke De Bogiér, Ordenspriester der 1. Kompanie
Lieutenant Gideon Durand, Kompaniechampion der 1. Kompanie
Apothecarius Albain Parlande, 1. Kompanie
Captain Warburger, Truppführer 1. Terminatortrupp Ullerick
Captain Dexter, Truppführer 2. Sturmterminatortrupp Halvarr
Lieutenant Morten Harshley, Sturmterminator 2. Sturmterminatortrupp Halvarr
Lieutenant Ludwig von Wampen. Terminator des 2. Terminatortrupp Suarez

Crusade Captain Count Abraham Palamedes, 2. Kompanie
Lieutenant Wasoul Todov, Kompaniechampion der 2. Kompanie
Priest Fenton Baronel, Ordenspriester der 2. Kompanie

Crusade Captain Count Thybalt Rowkov, 8. Kompanie

Explorator Magister Thrull Cryps

Dämonenprinz des Slaanesh Thingulus
Dämonetten Champion Davorar Thorn, auserwählte Adeptin des Prinzen Tinghulus
Chaos Space Marine Champion Kalis

Vorgeschichte

Der Quasarius-Kreuzzug sollte eine Säuberung des Magog Sektors von jeglicher Xenos Bedrohung sein. Teilnehmer waren Crusade Commander Lord Azdrubal Trondheim und seine 1. Kompanie, die weiteren Kompanien des Kreuzzugs waren die 2. Kp unter Führung des Crusade Captains Count Abraham Palamedes und die 8. Kp unter Führung des Crusade Captains Count Thybalt Rowkov. Zusätzlich schickte der Ordensmeister Prince Leonidas Parzival 4 seiner besten Nobleman als Leibwächter für den Crusade Commander mit. Diese sollten sich im späteren Verlauf noch tragisch aber heldenhaft hervortun. Nach einigen Scharmützeln gegen Orkpiraten und Eldarpiraten, allerdings zumeist im Weltraumkampf, in den ersten drei Jahren 977M41 bis 979M41 wurde es sehr ruhig. Wo immer die Kreuzzugsflotte auch auftauchte schien es Xenos-freier Raum zu sein. Nach etwa einem Jahr dieser nutzlosen Suche ohne große Ereignisse entschied Lord Azrael Trondheim enttäuscht umzukehren und den Kreuzzug zu beenden. Als die Tafelrunde diesen Kreuzzug ausrief, hieß es, dass großer Ruhm und große Schlachten auf den Lord warten. Aber das ganze Unternehmen schien doch eher relativ belanglos zu sein. Eines echten Kreuzzuges kaum würdig. Wo waren die Gegner, wo waren die Schlachten, wo war der Ruhm? In diesen einsamen, bitteren letzten Tagen erinnerte Azdrubal sich oft an die Worte des obersten Ordenspriesters, der zu ihm im Geheimen sagte, dass dieser Kreuzzug dem Lord eine große Prüfung bereiten würde.

Kurz vor dem Warpsprung erhielten sie jedoch einen psionischen Hilferuf eines Imperialen Schiffes in ihrer Nähe. Der Hilferuf kam von einem Frachtschiff des Adeptus Mechanicus nur etwa 1,7 LJ entfernt im Quasarius System. Laut imperialer Kartographie gab es dort nichts außer einem roten Zwergstern ohne Planeten. Die Dringlichkeit des Hilferufes wurde durch die Tatsache unterstrichen, dass die angreifenden Feinde als Chaosrenegaten und Warpungeheuer beschrieben wurden. Der Hilferuf schien einer Automatik zu folgen und wurde alle zwei Minuten wiederholt, bis er nach etwa einer halben Stunde gänzlich abbrach. Der Lord entschied sich, mit der Aussicht dem Erzfeind gegenüber treten zu dürfen, sofort dazu die angegebenen Koordinaten mit seiner Flotte anzusteuern.

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Teil 1

Weil Lord Azdrubal die Flottenstärke des Feindes nicht kannte entschied er sich etwas entfernt aus dem Warp aufzutauchen, sodass er bei einer Übermacht seine Taktik ändern könnte. Aber seine Sorge blieb unbegründet, denn es handelte sich lediglich um zwei Fregatten des eher seltenen Typs Turbulent, die wohl von den Chaos Renegaten gestohlen worden sein mussten. Sie waren widerlich verzerrt und verändert und hatten einen lila-rötlichen Schein um sich. Verderbte Hexerei war hier im Spiel, das war dem Crusade Commander klar, aber warum ein Frachtschiff des Adeptus Mechanicus ohne Begleitschutz im Magos Sektor im Realraum herumreiste entzog sich seiner Vernunft. Vielleicht konnte er noch Überlebende finden und sie später befragen. Jetzt musste er erst mal eine Schlacht gewinnen. Er befahl der Bow of Anaheim auf Steuerbord zu flankieren und den drei Begleitfregatten die Backbordseite zu übernehmen, wobei die Great Crusader selbst frontal auf die beiden Chaos Fregatten zu hielt. Alle Geschütze und die Fregatten waren feuerbereit und warteten auf den Schießbefehl.

Plötzlich ertönte ein Kom-Signal auf unheimliche Weise verzerrt. Lord Azdrubal wollte noch rufen; "Signal unterdrücken, das ist Chaos Hexerei!" aber die Worte blieben ihm im Hals stecken, als er eine zivilisierte Frauenstimme im hochgotisch die Worte reden hörte: "Schön dass sie endlich da sind Commander Azdrubal. Sie sind nämlich der noch fehlende Ehrengast auf meiner Party. Ach und bitte sein sie so lieb und feuern nicht auf meine Schiffe, sonst muss ich leider das Frachtschiff mit dem unendlich kostbaren STK Bauplan sprengen." kurze Stille, in der jeder, der diese Worte vernahm erst mal begreifen musste, was er da gerade Ungeheuerliches hörte. Ein echter STK Bauplan? Das muss eine Falle sein! dachte Lord Azdrubal. Crusade Captain Thybalt Rowkov, der ebenfalls auf der Brücke der Great Crusader war sprach den Gedanken des Commanders laut aus: "Das ist eine Falle" Und plötzlich ertönte wieder die Frauenstimme: "Eine wirklich verzwickte Situation Herr Commander, nicht wahr. Sie würden doch nicht wagen ein so kostbares Artefakt zu zerstören, oder. Nein, dafür sind sie viel zu schlau. Sie wissen, dass ich nicht lüge und sie können es nur auf einem Wege sicher herausfinden. Denken sie doch nur an den Ruhm, den sie für ihren Orden erringen könnten. Einen echten STK Bauplan in Ihren Händen, Commander. Und dafür müssen sie nur eines Tun, hierher kommen und ihn aus meinen Klauen reißen ha, ha, ha, . . .“ Die Frauenstimme veränderte sich zum Ende hin zu einem unheimlichen, tiefen, gurgelnden Geräusch, das in einem widerlichen Lachen endete bevor das Signal abbrach. Die Stimme eines Bordoffiziers durchdrang die Stille des Augenblicks; „Commander Azdrubal, Sir, das Signal wurde von der Brücke des Frachtschiffes gesendet.“ Aus der anderen Ecke der Brücke rief eine Stimme aufgeregt und ohne den gebotenen Anstand, dazwischen: „Die Chaos Fregatten fahren ihre Schild- und Waffensysteme herunter und sind damit völlig . . . äh, wehrlos . . . äh, Commander, Sir.“ Azdrubal war der Bruch der Etikette gerade ziemlich egal, da die soeben erhaltene Information in ihm schon zu arbeiten begann. Kurzerhand drehte er sich um, schaute in das erstaunte Gesicht von Thybalt Rowkov und ließ verlauten; „Count Rowkov übernimmt das Kommando über die Flotte! Es wird nicht geschossen, es sei denn sie oder das Frachtschiff werden angegriffen. Ich stelle eine Entermannschaft zusammen und werde dieser Hexe persönlich den Hals umdrehen. Und . . .“ stockte er; „Wenn dort tatsächlich ein STK Bauplan zu finden ist, werde ich ihn bergen zum Ruhme des Imperiums!“ Rowkov wollte noch etwas erwidern, sah aber den grimmigen, entschlossen Blick des Commanders, der ihn tief in die Augen sah und ihm zuflüsterte: „Ich fliege nicht dreieinhalb Jahre sinnlos mit der Veteranenkompanie umher und komme dann mit leeren Händen wieder. Und dann soll das auch noch den Namen Kreuzzug tragen? Nein, . . . hier wird es einen würdigen Kampf geben, der in die Geschichte des Ordens eingehen wird. Das spüre ich ganz klar, Thybalt.“ Thybalt fiel daraufhin schlicht und ergreifend nur der Schlachtruf der Chosen Knights ein: „Schild und Schwert, mein Lord“. „Schild und Schwert“ erwiderte Azdrubal, drehte sich um und ging. Kurz vor dem Ausgang blieb Azdrubal noch einmal abrupt stehen, als wieder die schöne Frauenstimme erklang: „Ich hatte mich noch gar nicht vorgestellt, Commander, wie unhöflich von mir. Mein Name ist Davorar Thorn, auserwählte Adeptin des hocherhabenen Prinzen Tinghulus . . . .“ „Unterbrechen sie das Signal sofort!“ brüllte der Lord diesmal dazwischen. Der hiesige Offizier beeilte sich zusehends um die richtigen Schalter zu bedienen. Nach einer endlos langen Sekunde verstummte das Signal. „Schließen sie alle Kanäle und lassen sie nur meinen persönlichen, verschlüsselten Kanal und den Flottenkanal offen.“ Sagte Azdrubal in viel ruhigerem Tonfall. „Ich kenne nur einen Prinzen, Prince Leonidas und nur einen Kaiser, den Imperator.“ Schnaufte er noch voller Grimm vor sich hin, als er die Brücke verließ. Seine Vier Edelmänner, die er als persönliche Leibgarde vom Ordensmeister erhalten hatte, folgten ihm unaufgefordert wie Schatten hinaus.

Auf den Brücken der Begleitfregatten herrschte eine unheimliche Stille. Durch den Flottenkanal konnten sie alles mitverfolgen, was auf der Brücke der Great Crusader gesagt wurde. Es war allen klar welches Risiko der Lord einging, sich mit seinen Knights auf ein relativ ungeschütztes Frachtschiff zu begeben und nicht zu wissen, was sie dort genau erwartet.

„Nicht, dass ich mich beschweren will, nach den letzten ruhigen Monaten, freue ich mich auf einen Kampf. Aber das verderbte Chaos, soweit vom Wirbel entfernt, mitten im Imperialen Raum? Und diese Hexe kannte den Namen des Lords. Das riecht so was von nach einer Falle, Fenton. Wir werden noch viel zu tun bekommen heute, merke Dir meine Worte!“ sagte Lieutenant Todov zu seinem Freund Priest Fenton Baronel. „Zweifle nicht an den Fähigkeiten unseres Anführers, das ist Unglaube.“ Sagte Fenton leise und bedrohlich, sodass es nur Wasoul hören konnte. Nach etwa zwei Sekunden zwinkerte er jedoch mit einem Auge, um Wasoul klar zu machen, dass er das nicht ganz so ernst gemeint hat, wie es sich anhörte. Erleichtert legte Wasoul dem Priest eine Hand auf die Schulter und gluckste: „Nach all den Jahren habe ich immer noch nicht raus, wann Du es ernst meinst und wann Du scherzt.“ Fenton erwiderte nun wieder etwas ernster: „Nun, ganz scherzhaft war das auch nicht, was ich gerade sagte.“ Wasoul legte den Kopf schräg und war gespannt, was der Priest jetzt sagen würde. „Einerseits gebe ich Dir Recht, das alles nach einer Falle riecht, andererseits vertraue ich auf den auserwählten Lord. Und vergiss nicht, dass unser Glaube unser stärkstes Schild ist. Gerade im Angesicht des Bösen. Wenn Betrug und Hinterlist uns zu Fall bringen wollen.“ Beendete der Ordenspriester mit leuchtenden Augen und umfasste sein Crozius noch fester. „Du hast natürlich Recht, alter Freund. Ohne Glauben brauchen wir uns keinem Gegner zu stellen. Denn dann haben wir schon verloren.“ Stimmte Wasoul ihm zu.

„ Ordenspriester Baronel!“ ertönte die dröhnende Stimme des Kompaniecaptains Count Palamedes, der neben dem Hauptbildschirm stand und einige Armaturen bediente und unterbrach damit unsanft die freundschaftliche Unterredung der beiden. „Sprechen sie ein Gebet für den Lord und für die Flotte!“

Die Kreuzzugsflotte bestand aus dem Flaggschiff Great Crusader, einem gewaltigen Schlachtschiff, dem Angriffskreuzer Bow of Anaheim und 3 Begleitfregatten. Wobei der Großteil der Streitmacht auf dem Flaggschiff stationiert war.

Fenton nickte und bewegte sich in die Mitte der Brücke, bevor er laut und majestätisch betete. „Oh großer Imperator, wie sehr brauchen wir Dich am heutigen Tage. Leite unseren Lord und seine Waffenbrüder bei seiner schwierigen Mission. Benutze diese Kreuzzugsflotte als Deine auserwählte Waffe. Segne unseren Schild und unser Schwert, Dir zur Ehre. Vernichte die Chaosbrut, der wir gegenüberstehen mit rechtschaffendem Zorn. Amen!“

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Teil 2

Das erste, was Ihm auffiel, waren die vielen ekligen Schmierereien an den Wänden. Sie wurden mit dem Blut von hunderten oder tausenden Opfern gemalt und zierten, über das ganze Schiff verteilt, die Wände und Decken. Ab und zu sahen sie ein paar Leichen, schrecklich entstellt, aber noch nicht am verwesen. Trotzdem musste man kein Genie sein, um zu erkennen, dass dieser Kampf hier älter sein musste, als das Notrufsignal, dass sie erst vor ein paar Stunden empfangen hatten. "Mein Kaiser, als Dein auserwählter Ritter erbete ich Deinen Schutz und Deine Führung. Segne mein Schwert und mein Schild, auf das ich Deinem Imperium Ruhm und Ehre bringen und dem verräterischen Feind den Gar ausmachen kann. Bewahre mich vor jeder Hexerei des Bösen, Amen." Rezitierte Azdrubal mit bebenden Lippen sein Schutzgebet, wie er es immer machte vor einem Kampf. Stoisch bahnte sich sein Kommandotrupp einen Weg ins Schiffsinnere. Feindkontakt gab es bisher nicht seid sie mit den Entertorpedos durch die Schiffshülle des Frachtschiffes eingedrungen sind. Insgesamt hatte er Zwölf Trupps seiner Ersten Kompanie mit an Bord genommen. Bis auf die zwei Marksman Trupps , die viele Plasma- und Flammenwerfer-Waffen mit hatten, waren sie alle Terminatorveteranen in reich verzierten Rüstungen. Alle hervorgegangen aus Hunderten Schlachten. Sein eigener Kommandotrupp bestand aus den vier Nobleman Alberich Merivan, Norman Nardor, Haidan Martaím und Anderson Armstrong sowie dem noblen Voltan Levkov, der wie immer mit großem Eifer die weiße Standarte der Ersten Kompanie trug.

Lord Azdrubal teilte die Truppen in zwei Verbände auf, den ersten führte er selbst an, den Zweiten führte Chaplain Luke De Bogiér an. Ein wahrlich frommer Priester, der dem Chaos, in seiner vielfältigen Hässlichkeit schon so manches Mal entgegen getreten ist. Ihm traute er auch ohne zu zögern zu, seine Truppen unbeschadet zum Sieg zu führen. Zur Verstärkung bekam er den begnadeten Kompaniechampion Gideon Durand und den treuen Apothecarius Albain Parlande an die Seite. Mit einer Zangenbewegung wollte Azrael sich der Brücke des Frachters nähern und alles ausräuchern, was sich ihnen in den Weg stellt. Er blieb im ständigen Kom Kontakt mit Luke De Bogiér und der Great Crusader.

Aber auch Luke meldete dauernd das Gleiche. Blutverschmierte Wände und entstellte Leichen aber kein Feindkontakt. So langsam wurde die Truppe unruhig und Azdrubal spürte das, ohne dass jemand etwas gesagt hätte. Natürlich ging er hier ein Risiko ein, aber eine solche Herausforderung zum Kampf abzulehnen, kam nicht in Frage. Das konnte er sich nicht entgehen lassen. Er blieb kurz stehen, blickte sich um und sah die einzelnen Heraldiken der Terminatorrüstungen und Servorüstungen im fahlen Licht glänzenund erinnerte sich kurz daran, wie er selbst einmal seine persönliche Heraldik kunstvoll an seine erste Terminatorrüstung angebracht hatte. Es kostete ihn bestimmt einen vollen Tag seiner freien Zeit seine Rüstung zu gestalten. Mittlerweile trug er die gesegnete Rüstung eines Lords, die viele vor ihm getragen hatten und hoffentlich noch viele nach ihm tragen werden.

Auf seine Veteranen konnte er sich hundertprozentig verlassen, dass wusste er. Doch ihre unausgesprochene Unruhe; auf einem Schiff sein zu müssen, dass jederzeit explodieren könnte und nicht zu wissen mit welchem Gegner sie es zu tun bekommen würden und warum er sich nicht zeigte, das nagte selbst an ihren kampferprobten Nerven. Ihr letzter echter Kampf lag nun auch schon einige Zeit zurück und alle noch so harten Trainingseinheiten können ihn nicht ersetzen. Was lauerte hier vor ihnen in der Dunkelheit?

„Wir sind gleich am Ziel. Sobald wir an der Brücke angekommen sind wird gefeuert und nicht auf irgendwelches Gequatsche eingegangen. Chaplain Luke wird sich von der anderen Seite nähern und uns dann Feuerunterstützung geben. Marksman Trupp Malcatio nach vorne zu mir. Brennt mit Euren Plasmawerfern die Eingangsschotts nieder und Terminatortrupp Suarez setzt danach gleich den schweren Flammenwerfer ein!“ Brüllte Azdrubal die Befehle und strahlte dabei mehr Zuversicht aus, als er eigentlich hatte. „Schild und Schwert! Für den Prinzen!“ Schrie er laut und setzte sich wieder in Bewegung. „Schild und Schwert!“ raunte es dutzendfach hinter ihm und Seine Zuversicht stieg wieder etwas. Während er sich auf das Schott zur Brücke zu bewegte, fiel ihm plötzlich auf, dass er schon einige Minuten nichts mehr von Luke oder seinem Schiff gehört hatte.Er benutzte seinen internen Sprechkanal, sodass die anderen ihn nicht hören konnten. „Luke? Wo seid Ihr? . . .“ Doch er bekam keine Antwort und versuchte es nocheinmal „Chaplain, falls Du mich hören kannst, wir werden in einer Minute in die Brücke eindringen und erwarten Euch dort so schnell wie möglich, Ende!“ Er hoffte, dass Luke ihn hören konnte und stellte wieder auf Außenlautsprecher um. „Plasmawerfer, Feuer!“ Befahl er. Die beiden Knights luden ihre Waffen heiß, wobei diese anfingen bläulich zu leuchten.

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Teil 3

Chaplain Luke De Bogiér duckte sich unter einem von der Decke baumelnden Kabel hindurch und sah vor sich endlich das blutverschmierte Eingangsschott zur Brücke. „Captain Warburger, was ist mit dem Kom los? Warum kriege ich kein Signal von Lord Azdrubal oder der Great Crusader rein?“ fragte er, ohne dabei das Schott aus den Augen zu verlieren. „Irgendein Störsignal . . . .“ meinte Captain Warburger. „Oder Chaoshexerei.“ Brummte Gideon Durand neben ihm. Plötzlich fielen Schüsse und lautes Krachen, sowie wildes Geschrei blitzten auf. „Schnell, der Lord ist schon drin, wir müssen ihm zur Hilfe eilen. Knackt dieses Schott, los!“ schrie Luke, der wild gestikulierend in Richtung des Schotts zeigte. „Für den Imperator!“

Ein ziemliches Chaos bot sich seinem Blick als Azdrubal seine Augen über die Brücke schweifen ließ. Dunkler Rauch, heiße Luft, fliegende Boltergeschosse, schwelende Brände, ein öliger Geruch in der Nase und das wilde Geschrei von Befehlen und getroffenen Männern. Er kann gar nicht mehr aufzählen, wie oft er sich schon in solch gefährlichen Situationen befunden hatte. Seine gesteigerten Kampfreflexe übernahmen die Kontrolle und er legte einfach los.

Während er auf den Gegner zustürmte bemerkte er erst, dass ihnen hier nicht nur Chaosrenegaten gegenüberstanden, sondern etliche Verrätermarines. Wenn er richtig gezählt hatte, mussten es 10 sein und dazu etwa noch 30 normale Soldaten. Wobei normal nicht auf sie zutraf, da sie völlig entstellte Gesichter hatten. Sie sahen mehr wie Echsen aus, als wie Menschen. Einer von Ihnen rannte mit einem erhobenen Langschwert auf ihn zu und bekam als sekundenschnelle Antwort zwei Bolterkugeln in den hässlichen Schädel geschossen, der daraufhin nicht mehr auf seinem Hals zu finden war. Der kopflose Mann sackte in sich zusammen und aus seinem Schatten trat ein Zweiter hervor, der ein ähnliches Schicksal erleiden würde.

Neben sich hörte er die vertraute Stimme von Alberich Merivan brüllen. „Das ist eine Falle!“ Was meint er damit? Fragte sich der Commander, während er eine weitere Salve aus seiner Boltpistole abgab. Weil ein paar Verrätermarines hier waren? Damit hatte er so oder so gerechnet. Das ist keine Taktik, die das Wort Falle verdient hatte. Als er noch einen Echsenmann mit einem Schuss niederstreckte erkannte er plötzlich, was Alberich vor einigen Sekunden meinte. Es ging gar nicht um die Gegner auf diesem Schiff. Auf dem großen Hauptbildschirm sah man deutlich, wie sich ein riesiger Chaoskreuzer der Flanke der Great Crusader näherte. „Es war tatsächlich eine Falle! . . .“ raunte er. . . .Und ich habe meine Flotte und meine Männer selbst hinein geführt! . . . nein! Beendete er den Satz in Gedanken. "Hatte der einen Tarnmodus oder kam der gerade aus dem Warp geschossen? . . . Lord Azdrubal?" fragte Alberich neben ihm lauthals, um die Kampfgeräusche zu übertönen. " Es . . . spielt keine Rolle mehr, woher dieser Kreuzer kommt. Sie haben uns auf dieses Frachtschiff gelockt und wir sind hier. Ihre Falle hat zugeschlagen. Dieser Kreuzer wird uns zu Feuer und Asche verbrennen. Und ich habe mich nur nach einem Kampf gesehnt. Wie . . . konnte ich . . ." beendete Azdrubal fast flüsternd zu seinem Nebenmann, der abwechselnd zur laufenden Schlacht, zum Bildschirm und wieder zum Lord schaute. Der erschütterte Azdrubal erstarrte für einen kurzen Augenblick, bevor ihn ein summendes Kettenschwert vor seinem Gesicht wieder in die Realität der Schlacht zurückholte.

Gideon Durand sprang als erster durch das gesprengte Loch im Schott. Obwohl sie den ohnehin schon dezimierten Gegner nun in die Zange nehmen würden, war doch ein wissendes Lächeln auf den letzten Gesichtern des Chaosabschaums zu sehen. Denn sie wussten, dass ihre Falle funktioniert hat und ihr bereitwilliges Opfer von Slaanesh belohnt werden würde. Nichts desto trotz stürmte Gideon auf die verbliebenen Gegner zu. Seine Kameraden hinter ihm machten es ihm gleich. Einer warf eine Fragmentgranate genau hinter die aus Leichen zusammengebaute Barrikade, eine Sekunde später gab es eine Explosion und ein Paar Schreie mehr, als sowie so schon.

Azdrubal rang innerlich mit der Fassung, ob dieser Heimtücke, lenkte sich aber durch das Vernichten seines letzten verbliebenen Gegners ab. Als könnte er sich so für diese Hinterlist rächen, dabei waren das hier auch nur armselige Schachfiguren auf dem Spielbrett der finsteren Chaosgötter. Immer wieder schaute er zum Bildschirm, um die Schlacht seiner Brüder im Weltraum mit zu verfolgen. Jeden Moment konnte es vorbei sein, ein paar gezielte Treffer vom Chaoskreuzer und das war´s. Aber vielleicht hatten sie noch eine Chance, immerhin hatte er ja Count Rowkov das Kommando überlassen. Er ist fähig auch aus solchen Situationen das Beste zu machen. Rowkov muss wirklich geahnt haben, das hier was nicht stimmt. Azdrubal betete inständig, dass er sich für diese Schmach bei seinen Feinden rächen konnte und hier lebend herauskam. Wie, um seinen Glauben zu prüfen wackelte plötzlich das ganze Schiff von einem Treffer. Viele davon würde das Frachtschiff nicht aushalten. Werde ich hier sterben ohne echten Gegner durch einen Hinterhalt bombardiert? Nach fast 500 Dienstjahren, soll es so zu Ende gehen? . . . Fragte er sich bitter und schalt sich selber dafür, dass er den Braten nicht gerochen hatte. Ein mächtiger Kriegsschrei aus der hinteren Ecke des Raumes riss ihn abermals aus seinen düsteren Gedanken. Er schaute in die Richtung und sah einen widernatürlich großen Brocken aus Fleisch und Maschine. Ein fetter Kyborg, bewaffnet bis an die Zähne. Wenigstens noch ein echter Gegner zum Ende. Dachte er jubelnd als er auf ihn los spurtete, allerdings hatten sich um den Kyborg schon einige Waffenbrüder versammelt, sodass er sich beeilen musste, wenn er seinen kleinen Trost-Triumph noch erhalten wollte.

Mit einem senkrecht geführten Hieb seines enorm großen Energieschwertes durchstach Durand die Rüstung unterhalb des Halses, während der Ordenspriester scheinbar sein ganzes Boltermagazin auf den massigen Körper abzufeuern schien und das aus nächster Nähe. Ein weiterer Terminator rang mit der axtschwingenden linken Hand des mutierten Riesen, um nicht zerschmettert zu werden, dabei schlug er mit seinen Panzerhandschuhen wild auf den Arm ein. Bei so vielen Gegnern konnte selbst der riesige Kyborg nicht länger durchhalten, obwohl er leider schon zwei kostbare Knights zermalmte, bevor er überwunden werden konnte. Den finalen Schlag durfte allerdings der Lord selber ausführen, indem er im Vorbeiflug mit einem beherzten Schwung seiner Klinge den fetten Kopf des Riesen abschlug. Dann wurde es ganz ruhig.

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Teil 4

Was als nächstes geschah, lag nicht mehr in ihrer Macht, das wussten sie alle. Die Schlacht wurde jetzt im Weltall entschieden und zwar ohne sie. Die Überlebenden sammelten sich um ihren Anführer, wie um ein wärmendes Feuer in der Nacht. Azdrubal blickte wie gebannt zum Bildschirm, auf der er sein geliebtes Schiff, die Great Crusader an verschiedenen Stellen brennen und aus allen Rohren feuern sah. Der Chaoskreuzer war nicht mehr zu sehen, das konnte ein gutes Zeichen sein oder aber ein schlechtes. Hoffnung keimte kurz auf in ihm, erstickte aber je, als ein weiterer massiver Einschlag das Frachtschiff traf und er fast nach hinten umgefallen wäre, da die Vibration die ganze Brücke erfasste.

Als er sich wieder gefangen hatte, schaute er durch die Reihen seiner Männer. Zuletzt sah er seinen alten Freund Luke an, öffnete seinen Helmverschluss und zog den Helm aus. Auf seinem Gesicht waren bittere Tränen zu sehen, während er mit bebender Stimme Seinen Männern Lebewohl sagen wollte; „Ihr habt tapfer gekämpft, wie immer. Ihr seid wahrlich die Veteranen des Ordens, wahre auserwählte Ritter. Aber Euer Anführer hat heute versagt.“ Er stockte kurz, viele seiner Knights hielten bestürzt den Atem an, einige zogen aus Respekt auch ihren Helm ab. „Ich bin in eine Falle getappt und ihr mit mir.“ Begann er erneut sichtlich um Worte ringend. „Ihr seid die besten Krieger des Ordens, doch die Heimtücke des verhassten Feindes kennt keine Grenzen. Kann er uns nicht auf normalen Wegen schlagen, zieht er alle möglichen Tricks aus seinem Zauberhut. Heute haben wir zwar gesiegt aber wurden dennoch geschlagen. Jeden Moment könnte uns der finale Schlag treffen, dieses Schiff hält nichts mehr aus und nur die Great Crusader kann das Schicksal noch abwenden.“ Bei diesen Worten blickte er wieder zum Bildschirm und beendete seine vermeintlich letzte Ansprache mit den Worten: „Mögen sie alle, meine werten Ritter und Edelmänner mir meine Vermessenheit und meinen Hochmut vergeben. Möge uns der Imperator in seinen Armen warm begrüßen. . . . Luke würdest Du bitte noch mit uns beten und die Great Crusader segnen, vielleicht geschieht doch noch ein Wunder.“ Der Ordenspriester, dem auch die Tränen in den Augen standen, nickte kurz und gab ein Zeichen, dass alle ihre Helme abziehen und auf die Knie sinken sollen. Azdrubal kniete schon längst, ein auserwählter Ritter des Imperators. „Oh. Imperator, Du mächtiger Kaiser. Lindere unsere Not, vertilge unsere Schmach, führe uns zum Sieg, erneuere unsere Kraft. Deine Macht sei mit der Great Crusader. Du bist unsterblich und hoch erhaben, in Ewigkeit, amen!“ beendete Luke das Gebet, dann öffnete er die Augen und sah.

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Teil 5

„Captain, Captain, die Chaos Fregatten fahren ihre Schilde wieder hoch. Was sollen wir tun?“ fragte der Systemoffizier sichtlich verwirrt. „Oh, Imperator, stehe mir bei, dass ich das Richtige tue.“ Murmelte Thybalt Rowkov „An alle Schiffe Feuer frei und haltet sie von dem Frachter fern. Alle Bomber und Thunderhawks ebenfalls starten.“ Brüllte er so schnell, wie er konnte die Befehle. „Es war also doch eine Falle. Hoffentlich war das mit der Bombe ein Bluff, sonst habe ich gerade den Crusade Commander auf dem Gewissen.“ Sagte er besorgt zu seinem Ordenspriester Alandur Skoogen. „Sie tun das einzig Richtige Captain.“ Beruhigte er Thybalt. „Ein Warpaustritt direkt vor uns Captain“ ertönte die Stimme desselben Systemoffiziers wieder, aber diesmal eine Spur hysterischer. „Ein Chaoskreuzer, Klasse unbekannt, starke Waffenbatterien Captain. Sollen wir das Feuer eröffnen?“ fragte Admiral Boris Lutschenkow. Nach kurzem Zögern antwortete er: „Nein, erleuchtet erst die beiden Fregatten, ich will nicht in die Zange genommen werden. Und Admiral, schieben sie die Great Crusader zwischen diesen Kreuzer und dem Frachtschiff, sonst ist von Lord Azdrubal´s Entertrupp gleich nur noch Asche übrig.“ Befahl er nun vollends auf eine Raumschlacht dieses Ausmaßes eingestellt. "Aber Sir, dann entblößen wir unsere Backbord Flanke!" entgegnete ein anderer Offizier. „Ja, aber damit erkaufen wir unserem Lord Zeit. Außerdem ist das hier die Great Crusader und nicht irgendein kleiner Dampfer. Und stellt endlich wieder eine Kom-Verbindung zu Lord Azdrubal her!“ fügte er noch hinzu.

Thybalt Rowkov ging seine Möglichkeiten durch. Er hatte eigentlich nur eine Wahl, nämlich sein eigenes Schiff als Schutzschild zu benutzen und dem Lord und seinen Männern so vielleicht die Zeit zu erkaufen, um von diesem Frachtschiff zu entkommen. Er wies einige Thunderhawk Piloten an sich aus dem Kampf mit den Fregatten zurück zuziehen, um stattdessen einen Weg zu finden sicher im Hangardeck des Frachters zu landen. Dort sollten sie den Entertrupp um Lord Trondheim evakuieren, sofern dieser noch am Leben war.

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Teil 6

Eine gigantische Explosionswelle rauschte vom rechten Bildschirmrand ins Bild hinein. Luke wusste, dass sie gleich ordentlich durchgeschüttelt würden. Und so kam es auch. Ein Rums ging durch das ganze Schiff, aber nicht wie bei einem Treffer, sondern eher flächendeckend. Fünf Sekunden später war alles wieder still. Der Bildschirm zeigte brennende Teile der soeben zerstörten Chaos Fregatte und weiterhin die beschädigte Great Crusader, die ihre Backbord Waffenbatterien nun auf ein neues Ziel zu richten schien, das außerhalb der Anzeige des Bildschirms lag. Gideon Durand, der als erster wieder nach dem Gebet aufgestanden war, versuchte die teilweise verkohlten Armaturen zu bedienen, um die Bildperspektive zu ändern. Aber andauernd bekam er einen Stromschlag und es knackste unaufhörlich.“ Es tut mir Leid, mein Lord, aber ich kann den Bildausschnitt nicht verändern. Wir können froh sein, dass wir überhaupt was sehen bei all der Verwüstung hier auf der Brücke.“ Sagte er mit einer Verbeugung in Richtung Azdrubal und trat vom Bedienerpult zurück. „Wie viele Ritter haben wir verloren, Luke?“ fragte der Lord traurig und wieder, wie gebannt auf den Bildschirm starrend.

Luke drehte sich um und schaute zum westlichen Eingang, von wo aus sein Trupp in die Brücke eingedrungen war. Dort lagen nebeneinander aufgereiht vier tote Chosen Knights. Drei Terminatoren und ein Marksman, den es gleich zu Beginn erwischte, von einem Bolterhagel der Verrätermarines begrüßt. Daneben kauerten einige Terminatoren, um die sich Apothecarius Albain Parlande mit seinem Narthecium kümmerte. „Vier mein Lord, darunter auch Captain Dexter vom Trupp Halvarr. Ein schwerer Verlust für die Erste.“ Sagte Luke schließlich, als er sich wieder Azdrubal und dem Bildschirm zuwandte. „Wir nehmen ihre Leichname mit für den Fall, dass wir doch noch lebend hier heraus kommen!“ befahl Azdrubal. „Jawohl, mein Lord!“ bestätigte Luke und ging zum Apothecarius hinüber. Durand gesellte sich unauffällig zu seinem Lord und sprach so leise, dass nur er es hören konnte. „Mein Lord, verzeihen Sie, aber könnten wir nicht versuchen noch rechtzeitig zum Hangardeck zu gelangen um dann mit irgendwelchen Transportern zur Great Crusader zu fliegen?“ „Deine Überlegung würde ich sofort in Betracht ziehen, wenn ich nicht wüsste, dass das Hangardeck, bis auf einen kleinen Truppentransporter komplett leer ist.“ Flüsterte der Lord leise zurück und schaute weiter auf den Bildschirm. Ohne sich umzudrehen bemerkte Azdrubal den fragenden Blick Seines Komapiechampions. „Als wir im Entertorpedo waren sah ich mit meiner Kommandobildeinheit das fast leere Hangardeck des Frachters. Spätestens da hätte mir ein Licht aufgehen müssen, aber ich war geblendet von der Herausforderung.“ Sagte er schließlich kopfschüttelnd und diesmal so laut, dass einige Umstehende es hören konnten. Er drehte sich zu seinem Champion um und legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Du hättest es bestimmt noch zum Ordenschampion gebracht. Deine Qualität mit dem Schwert ist meiner eigenen gewachsen, obwohl Du viel jünger bist, als ich.“ Sagte er nun mit einem warmen lächeln, das irgendwie nicht zu der absurden Situation zu passen schien, in der sie alle steckten. So ein Lob hatte Gideon von seinem sonst sehr harten Vorgesetzten noch nie zu hören bekommen.

Plötzlich gab es wieder einen großen, dumpfen Knall. Alle schauten blitzschnell zum Bildschirm und erwarteten das Schlimmste. Doch ein erleichtertes Raunen ging durch die Reihen, als plötzlich der riesige Chaoskreuzer hinter der Great Crusader hervortrat und dabei in drei große Stücke zerbrach. Gewaltige Explosionen begleiteten das Spektakel. Als die Druckwelle den Frachter traf, wackelte wieder sekundenlang alles um sie herum. Sie kamen noch gar nicht richtig zum Jubeln, als schon ein zweiter dumpfer Knall zu hören war, etwas leiser und weiter entfernt. Die Lautsprecher knacksten jetzt zunehmend, vom ständigen Erschüttern der Außenhülle sichtlich mitgenommen. Die zweite Druckwelle traf das Schiff und dies war die letzte Erschütterung. „Vielleicht bekomme ich doch noch meine Chance, Ordenschampion zu werden.“ Sagte Durand nun voller Hoffnung grinsend. „Ja und ich bekomme meine Chance auf Wiedergutmachung und Rache.“ Sagte Lord Azdrubal mit leuchtenden Augen und ballte die linke Faust zusammen.

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Teil 7

„Bow of Anaheim an Great Crusader, wir nehmen zusammen mit der Wise Spear zuerst die Fregatte links vom Frachter unter Feuer.“ War die Stimme von Count Palamedes über das Flottenkom dumpf zu hören. „Verstanden, macht sie fertig und dann schießt alles, was ihr habt auf den verfluchten Kreuzer ab!“ Schrie Thybalt ins Kom. „Linke Waffenbatterien ebenfalls auf die linke Fregatte abfeuern, los jetzt, jede Sekunde zählt.“ Rief er seiner Crew zu. Die sonst so ruhige Brücke verwandelte sich in eine echte Gefechtsbrücke. Knisternde Hochspannung lag in der Luft und die einzelnen Systemoffiziere gaben ihre Angaben an den Nächsten weiter und bedienten ihre Armaturen. „Feuert mit der Raketenbatterie auf den Kreuzer und lenkt seine Aufmerksamkeit auf uns. Er soll keinen Schuss auf den Frachter abgeben können!“ befahl er als nächstes. „Alle übriggebliebenen Bomber und Thunderhawks übernehmen die rechtsflankierende Fregatte!“ sagte er zuletzt und schaute dann gespannt auf den Hauptbildschirm. Imperator steh uns bei . . . .

„Mehr als Sieben Volltreffer, Sir.“ Gab der zuständige Systemoffizier an. „Dann muss dieses Scheusal von Schiff doch endlich zerbersten!“ schrie Count Palamedes. Wie auf dieses Zeichen wartend explodierte die besagte Chaos Fregatte just in diesem Augenblick. Jubel brach aus, wurde aber abrupt gestoppt, als sie selbst einen Volltreffer vom Chaoskreuzer in die Schiffsseite abbekamen. „Sie sehen selbst meine Herren, zum Jubeln ist es noch zu früh. Also konzentrieren sie sich auf ihre Aufgaben. Fliegen sie eine Kehrtwende über Steuerbord und feuern sie alle Batterien auf den Kreuzer ab!“ Brüllte Palamedes, der für seine strenge Art im ganzen Kreuzzug bekannt war. Wasoul, der weiter hinten auf der Brücke, selbst gerade die Arme zum Jubel erhoben hatte, zwang sich nun seine zwischenzeitliche Freude wieder zu unterdrücken, um dem Schlachtverlauf weiter gespannt zu folgen. Priest Baronel schaute ihn kurz vergnügt an und drehte sich dann wieder zum Hauptbildschirm. Er hatte seine Gefühle im Griff. Denn das musste er auch als Ordenspriester und unter Count Abraham Palamedes musste man ganz besonders diszipliniert und ordentlich sein. Das verlangte er von allen seinen Leuten und natürlich besonders von seinem Ordenspriester.

„Der Frachter wird keine weiteren Treffer mehr aushalten, Count Palamedes, Sir.“ sagte ein anderer Systemoffizier, indem er auf den brennenden Frachter in der Mitte des Bildschirms zeigte. „Die Hüllenstabilität ist unter 30 % gefallen, Sir“ ergänzte er seine Ausführungen noch. Palamedes blickte ernst zum Bildschirm, schloss dann die Augen und befahl mit ruhiger Stimme: „Kehrtwende abbrechen, wir fliegen frontal auf den Chaos Kreuzer zu!“ „Aber Count Palamedes, . . . dann kollidieren wir ja mit dem Kreuzer. Das werden wir wahrscheinlich nicht überleben!“ Schrie Konteradmiral Bison hektisch in Richtung des Counts. „Genau das habe ich vor. Wir werden vielleicht sterben, aber den Kreuzer triffst auch. Nehmen sie sich zusammen Konteradmiral Bison. Das gilt für sie alle. Unser geliebter Lord Azdrubal ist dort auf diesem kleinen Frachter zusammen mit der halben Ersten. Und wir können ihnen vielleicht das Leben retten, wenn wir unseres dafür aufs Spiel setzten. Also zögern sie nicht und führen sie meine Befehle aus!“ donnerte Abrahams Stimme über die gesamte Brücke und über den Flotten-Kom-Kanal, der immer noch offen war. „Bruder Abraham, Dein Mut und Deine Kühnheit ehren Dich, aber opfere Dein Schiff nicht, sondern dreh ab. Der Imperator hat unsere Gebete erhört. Schaue auf Deinen Bildschirm! Ich kann´s selbst kaum glauben.“ war die laute Stimme Thybalt Rowkovs über Kom zuhören. Ziemlich verblüfft darüber, dass der Flotten-Kom-Kanal noch offen war und auch darüber, dass sich vor ihm auf dem Bildschirm die Silhouette eines riesigen Schlachtschiffes von rechts auf den Chaoskreuzer zu bewegte. Nicht nur, dass dies ein seltener Anblick ist, sondern auch, dass das Adeptus Mechanicus sprichwörtlich in letzter Sekunde eingetroffen ist, verblüffte so ziemlich jeden an Bord der Bow of Anaheim. Abraham löste sich als erstes aus der Starre und korrigierte seinen letzten Befehl: „Ignorieren sie meinen letzten Befehl und führen sie die zuerst befohlene Kehrtwende durch! Alle Batterien, Feuer frei!“ schrie er. Ein allgemeines Aufatmen machte die Runde, hier und da waren erleichterte Seufzer zu hören. Fenton Baronel und Wasoul Todov warfen sich vielsagende Blicke zu.

„Lord Azdrubal, bitte kommen … Können sie mich hören?“ Fragte die zwar besorgte aber dennoch so wohl klingende Stimme Thybalt Rowkovs. „Laut und deutlich, Du alter Haudegen.“ Lachte der Lord zu tiefst erleichtert ins Kom. „Wie konntest Du all die Chaosschiffe nur besiegen? Wir dachten schon, unser letztes Stündlein hätte geschlagen.“ Sagte er fröhlich hinterher. „Der Imperator hat unsere Gebete erhört. Falls Du einen Terminal-Bildschirm vor Dir hast, dann schau einfach mal hin und genieße den seltenen Anblick.“ Azdrubal und seine Männer schauten gespannt auf den Bildschirm. Nach kurzer Zeit bahnte sich ein riesiges Schlachtschiff einen Weg über den Bildschirm. „Ein Arche-Schiff des Mechanicums.“ Hauchte Durand neben dem Lord. „Ja, wahrlich ein seltener Anblick.“ Bestätigte Azdrubal. „Ein wirklich wunderbarer Anblick!“ bekräftigte ein Terminator hinter ihnen. Lord Azdrubal gab ihm Recht und nickte ihm zu. „Ok Männer, wir sind noch am Leben, Dank sei dem Kaiser. Wir werden nun zum Hangardeck marschieren. Dabei will ich eine disziplinierte Haltung haben, weil wir nicht genau wissen, ob es noch mehr Fallen und Überraschungen geben wird. Unser Feind ist das Chaos und dem Chaos traue ich alles zu. Ich will kein zweites Mal in eine Falle tappen. Wir marschieren wieder in zwei Gruppen, wie vorhin. Lieutenant Harshley, sie übernehmen den Trupp Halvarr. Ehren sie Captain Dexter und bringen sie uns sicher zum Hangardeck. Kommandotrupp und Nobleman laufen als Zweites mit mir an der Spitze. Luke Du sammelst Deine Truppen und die verletzten Marines und folgst uns in fünf Minuten zum Hangardeck nach. Und nehmt unsere gefallenen Brüder mit, damit wir sie anständig verabschieden und weitere Generationen von Veteranen ihre Rüstung in Ehren halten können.“

„Thybalt, schicke uns bitte fünf Thunderhawks, damit wir diesen Schrotthaufen verlassen können!“ sagte Azdrubal in sein Kom, während er mit seinen Truppen die langen Korridore des Frachters entlanglief. „Eye, Commander, die sind bereits vor Ort. Ich wusste nicht was passiert ist, darum habe ich sie aus dem Kampf abgezogen und zu Euch geschickt. Das Hangardeck war nicht wie befürchtet versiegelt, sodass sie einfach landen konnten.“ Gab Thybalt zur Antwort. „Gut Thybalt, sehr gut! Endlich ein paar gute Nachrichten. Wir sind bereits unterwegs und müssten in ca 10 Minuten am Hangardeck sein. Ach und Thybalt, ... wir hatten Verluste. Captain Dexter und drei weitere Brüder.“ Beendete er seine Ausführungen traurig und stockend. „Oh man, eine echte Schande. Er hatte das Zeug zum Kompaniecaptain.“ Thybalt schluckte bei seinen Worten „Ja, ich weiß.“ War die kurze und trotzdem vielsagende Antwort Azdrubals. „Was weißt Du über unsere mysteriösen Retter? Fragte er nach kurzer Pause. Thybalt überlegte was er seinem Lord sagen sollte. "Das erzähle ich Dir bei Deiner Rückkehr."

Ein ohrenbetäubendes Krachen direkt vor ihm zwang ihn abprupt stehen zu bleiben. „Wir sind wieder unter Beschuss Thybalt, ich melde mich.“ Beendete Azdrubal sein Kom Gespräch hastig. Zwei Terminatoren des Vorraustrupps Halvarr stürzten ungebremst zu Boden, was wiederum ein lautes wiederhallendes Scheppern verursachte. "Ich schätze, das war ein Gruß dieser Hexe! . . . Nobleman mir nach!" schrie er, das Klingeln in seinen Ohren ignorierend und rannte sofort an die Spitze.

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Teil 8

„Setzt den Flammenwerfer ein!“ brüllte Azdrubal einem Lieutenant zu. Und schon brannte die Luft vor ihnen lichterloh. Durch das Gewühl von Flammen und Leibern hindurch sah er, wie die Warpkreaturen einen Marine nach dem anderen zerrissen. Sein Herz blutete bei diesem Anblick. Ein Veteran nach dem Anderen wurde hier überrannt. „Zurück zum Eingang, dort können wir besser verteidigen!“ Schrie er verzweifelt gegen die Geräuschkulisse ankämpfend. „Los jetzt!“ setzte er nach und gab ein Paar Schüsse aus seiner Pistole ab. Er traf sogar, doch die schlanke Gestalt vor ihm zuckte nur kurz nach hinten, bevor sie erneut Anlauf auf ihn nahm. Angewidert und voller Zorn, machte er einen Satz auf sie zu und begrüßte sie mit seinem Energieschwert. Durch ihren eigenen Anlauf konnte sie nicht mehr bremsen und lief direkt ins Schwert hinein. Nun machte sie große Augen und löste sich zur Freude des Lords in Nebel auf. Dann packte ihn die starke Hand von Alberich Merivan an der Schulter „Kommen sie Lord Trondheim, wir müssen hier weg!“ schrie er sichtlich in Eile. Azdrubal wollte eigentlich weiter um sich hauen und so viele Dämonen, wie möglich zurück in den Warp schicken, aus dem sie gekommen waren. Widerwillig ließ er sich in eine Luke ziehen, die zu einem kleineren Nebenraum führte. Aber bevor er gänzlich hindurchging, schoss er noch sein ganzes Magazin in Richtung einer weiteren Dämonette leer. Dann schloss Alberich die Luke. „Beim Prinzen, was sollte das Alberich, erklären sie sich!“ schrie er, als die Luke verriegelt wurde. „Ihre Sicherheit hat höchste Priorität, mein Lord. Und ich weiß, wie Ihnen zu Mute ist, dass sie lieber da draußen wären und bis zum letzten Atemzug kämpfen möchten. Aber das ist zu riskant.“ Erwiderte Alberich in einer Abwehrhaltung und trat zwischen den aufgebrachten Azdrubal und die Luke. „Sie wissen überhaupt nicht, wie mir zu Mute ist, Alberich. Wie könnten Sie? Zweimal an einem Tag, laufe ich in eine Falle, wie ein blutjunger Anfänger. Und verliere dabei einige der besten Ritter des Ordens. Nein, Sie wissen nicht, wie mir zu Mute ist, Nobleman Alberich.“ Sagte Azdrubal traurig und trotzig. „Sie gehen mir jetzt aus dem Weg und lassen mich diesen Kampf zu einem siegreichen Ende bringen, haben Sie mich verstanden?“ sagte er in seinem knappen Befehlston und lud seine Boltpistole nach. Der Zorn stand ihm in die Augen geschrieben und richtete sich momentan in Ermangelung einer Alternative vollends auf den Nobleman vor ihm. Alberich sah hilfesuchend zu den anderen Noblemen, die hinter Azrael standen und sich nun eilends ebenfalls vor der Luke aufbauten. „Bitte verstehen Sie, mein Lord, wir haben Befehle vom Prinzen persönlich erhalten, sie sicher zurück nach Mandolo Prime zu bringen.“ Sagte er verteidigend und froh darüber, dass seine Nobleman Brüder jetzt neben ihm standen. Azdrubal legte den Kopf schräg bei diesen Worten und schaute die Nobleman einen nach dem anderen an. „Hier zählen meine Befehle und sie sind mir unterstellt, also machen sie die Luke auf und lassen mich raus!“ schrie er die letzte Silbe förmlich hinaus.

Dann krachte die Luke plötzlich zweimal hinter einander. Die Nobleman sprangen sofort einen Meter weg vom Schott, was auch besser war. Denn einen Augenblick später durchbrach eine riesige Krebsschere die Luke und rüttelte solange mit übermenschlicher Kraft an ihr bis sie aus den Angeln herausriss. Alberich und die anderen eröffneten das Feuer auf die erste Gestalt, die sich ihnen entgegen warf. Fleisch und Schleimfetzten flogen durch die Luft und wo eben noch die Dämonette stand, war nur noch lila Rauch zu sehen. Eine weitere Kreatur sprang durch die offene Luke, gefolgt von einem widerlich verzerrtem Marine, der sofort das Bolterfeuer erwiderte. Die Dämonenkreatur löste sich, wie zuvor die andere, in Nebel auf und der Verrätermarine stand auch nicht lange. Die Nobleman waren absolute Kampfmeister und schwer zu überwinden, stellte Azdrubal mal wieder lobend fest, obwohl er noch sauer auf sie war wegen der Diskussion von eben. Allerdings verblasste das schon zur Bedeutungslosigkeit, angesichts der Gegner, die sich ihnen hier gerade in den Weg stellten. Jetzt waren sie einfach wieder Brüder, vereint in der Schlacht. Und jeder würde für den anderen sterben, wenn es sein müsste. Es musste sein . . . .

„Was ist passiert? Wo ist Lord Trondheim?“ fragte Luke besorgt. Lieutenant Harshley, der von Anfang an alles mitbekommen hatte schilderte kurz die Situation. „Zuerst lief alles glatt, wir waren auch fast schon beim Hangardeck. In einem größeren Frachtraum kam plötzlich lilafarbener Nebel auf, von einer Sekunde auf die Nächste.“ „Und weiter?“ drängte der Chaplain sichtlich beunruhigt. „Eine seltsame Waffe, die laut aufheulte, brachte die beiden vordersten Brüder zu Fall. Dann ging alles ganz schnell. Der Lord und seine Noblemen rannten voraus . . . und dann wurde der Flammenwerfer gezündet. Eine Übermacht an Warpscheußlichkeiten drängte uns zum Eingang zurück. Dabei habe ich den Lord aus den Augen verloren.“ Sagte Harshley vom soeben bestrittenen Kampf innerlich immer noch auf Hochtouren arbeitend.“ Bis hierhin haben uns die Feinde nicht verfolgt. Darum befürchte ich, dass sie sich alle auf den Lord gestürzt haben“ fügte er noch hinzu. Chaplain de Bogíer wandte sich, bei diesen Worten alarmiert von Harshley ab und seinem Nebenmann zu „Apothecarius Albain, Sie bleiben bei den Verletzten und Gefallenen, Harshley, Sie ebenfalls. Alle anderen mir nach, Trupp Malvorin direkt hinter mir. Der Chaosbrut zeigen wir´s! Für den Lord!“ schrie er und rannte drauf los, sein Crozius wild schwingend. Die restlichen Truppen rannten ihm nach, von seinem Vorbild sichtlich angestachelt. Egal, was sich ihnen da gleich entgegen stellen würde, sie würden einfach durch die Chaosmeute hindurchrennen.

Mittlerweile türmten sich die Leichen in der Luke und die Nobleman mussten schon zum Nahkampf übergehen, da ihnen die Munition ausging. Azdrubal war zum Zuschauen verdammt, weil der Durchgang einfach viel zu klein war. Würde er eingreifen, bestünde die Gefahr seine eigenen Leute zu treffen, sodass er sich mit einzelnen gezielten Schüssen zufriedengeben musste. Was wohl aus all den anderen Knights geworden ist. Lebten sie noch oder sind sie bereits alle tot? Diese Fragen gingen ihm durch den Kopf, als er das Spektakel vor seinen Augen betrachtete. „In Deckung Lord Trondheim!“ riss ihn die erschrockene Stimme Alberich´s aus seinen Gedanken. Die Druckwelle einer Explosion, knapp neben ihm, schleuderte ihn durch den kleinen Raum an die Wand, gefolgt von einem elend lauten Krachen. Dunkelheit umfing ihn, dann wurde es ganz ruhig.

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Teil 9

Luke sprang mit erhobenem Crozius als erstes in den Raum und schoss noch während der Bewegung die Plasmaladung seines Kombibolters in die vor einer Luke stehende Meute. Ein Chaos Marine ging schreiend und brennend zu Boden. Die umstehenden widmeten sich sogleich den Neuankömmlingen und eröffneten ihrerseits das Feuer. Zwei der Verrätermarines hatten ungewöhnlich geformte Waffen, die irgendwie mit ihnen verwachsen waren. Sie sahen aus, wie Münder. Luke hatte in einer Imperialen Abhandlung über Chaoswaffen davon gelesen. Das müssen diese verderbten Schallwaffen sein. Dachte er und brüllte gleich entsprechende Befehle. „Schaltet die mit den seltsamen Waffen als erstes aus!“ Sofort machte sich ein Terminator aus dem Trupp Ullerik dran seine Sturmkanone auf die besagten Verräter auszurichten. Eine Sekunde später dröhnte das Knattern der Sturmkanone. Die erste Salve mähte durch die Reihen der anstürmenden Dämonetten und Chaos Marines, wie ein warmes Messer durch Butter. Etwa drei oder vier blieben liegen oder im Falle der Warpkreaturen, die sich quasi auflösten, blieb nur etwas Rauch und Schleim übrig. Leider schafften es auch die beiden mit Schallwaffen ausgerüsteten Verräter jeweils einen Schuss abzugeben. Ein Ausmaß an Krach der kaum zu ertragen war ertönte. Nur ihre Schutzhelme dämmten den ohrenbetäubenden Lärm etwas.

Das Ergebnis war verheerend. Gleich drei Sturmterminatoren erstarrten in ihrer Vorwärtsbewegung und taumelten anschließend ohne sich zu verteidigen in die Krallen und Krebsscheren der Dämonetten. Diese fackelten nicht lange und zerstörten die dicken Ceramitpanzer, um die darin steckenden Veteranen zu töten. „Schaltet die Schallwaffenträger aus!“ brüllte Luke noch energischer als zuvor, jetzt da er gesehen hatte, was diese Dinger anrichten konnten. Ein beherzter Marksman zielte mit seinem schweren Bolter und traf besser, als sein Terminatorbruder zuvor. Beide Schallwaffen Marines gingen zu Boden und blieben dort.
Endlich . . . Dachte Luke und schoss einer anstürmenden Gegnerin ins widerliche Antlitz, woraufhin sie sich in Rauch auflöste. Dann beugte er kurz seine Knie, um eine bestimmte Liturgie zu beten. Im Glauben gestärkt stand er gerade noch rechtzeitig auf um der Krebszange einer weiteren Warpabscheulichkeit sein Crozius entgegen zu strecken. Die andere Krallenhand der Kreatur bohrte sich in sein rechtes Bein. Angewidert schrie er: „Im Namen des Imperators, stirb Du verdorbene Kreatur!“ Löste dann irgendwie sein Crozius aus der Krebshand und schlug gnadenlos auf den Dämonenschädel ein. Der zerplatzte augenblicklich und in Sekundenbruchteilen war wieder nur lila Rauch übrig. Sein rechtes Bein schmerzte allerdings immer noch so, als wenn die Krallen der Bestie noch da wären.

Von rechts hörte er den Schlachtruf der Chosen Knights. Und es waren nicht seine eigenen Männer. Das müssen die versprengten Reste von Azdrubals Truppe sein. Dachte er erleichtert. Dann sind nicht alle tot! Dem Imperator sei Dank. „Für den Lord!“ schrie er Ihnen zur Begrüßung entgegen und winkte dabei mit seinem Crozius in ihre Richtung. Als Antwort erhielt er einige erhobene Energiehämmer und Sturmbolter. Seine eigenen Truppen hatten sich mittlerweile zur Luke durchgekämpft und dabei anscheinend keine weiteren Verluste hinnehmen müssen. Er selbst rannte zur Luke und spürte neben sich einen vertrauten Knight ebenfalls zur Luke laufen. „Gideon, lebst Du auch noch, welch Freude!“ platze es aus dem Chaplain heraus. „Was hast Du denn gedacht, dass mich ein Paar hässliche Frauen erledigen würden?“ fragte der Kompaniechampion belustigt zurück. Luke gab seinem Freund einen herzlichen Stoß, um als erster an der Luke zu sein. Als er schließlich hinein blickte verging ihm die Fröhlichkeit des Augenblicks. Der Eingang war voller Leichen und Rüstungen, sodass man kaum in den kleinen Raum hinein sehen konnte. Links von ihm gab ein Terminator dem letzten noch zappelnden Chaos Space Marine einen Schuss in den Kopf. „Lass mich hinein gehen, Luke!“ drängte Gideon Durand, der eine Sekunde später ankam als der Ordenspriester. „Nein, folge mir nach!“ sagte Luke energisch und ernst.

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Teil 10

„Nardor kümmere Dich um den Lord, wir halten die Stellung.“ Raunte Alberich, als er den Lord von der Sprengung wegfliegen sah. Durch die Sekunde der Ablenkung geschwächt und nur noch zu dritt konnten sie kaum noch standhalten. Vor ihnen türmten sich die Leiber der gefallenen Gegner und der lila Rauch lag überall in der Luft. Haidan Martaím, der links neben ihm stand, passte einen Augenblick nicht auf, als Nardor zum Lord lief und bekam eine Scherenhand genau in die Hüftgegend gestoßen. Er fiel zusammengekrümmt zu Boden und wurde zugleich von mehreren Dämonenklingen zerstochen. Alberich wusste, dass sie den Eingang nun nicht mehr halten konnten und gab seinem verbliebenem Nobleman Bruder ein Zeichen, das sie sich um den Leib des Lords versammeln sollten, um ihn mit ihren eigenen Leibern zu beschützen. Ohne ein Wort zu wechseln verstanden sich die beiden Nobleman, streckten beherzt ihre letzten Gegner nieder und sprangen dann rücklings in den Raum hinein. Neben dem bereits wartenden Nardor bezogen sie ihre Position und warteten auf ihr letztes Gefecht. Erst sah es so aus, als würde gleich die ganze Meute über sie herfallen, aber ein lauter Ruf holte sie wieder alle zurück. Ein enttäuschtes Seufzen lag auf den Lippen der bereits eingedrungenen Dämonetten und Marines.

Als alle draußen waren trat eine riesige schlanke Dämonenfrau ins Innere des Schotts. Sie war fast doppelt so groß, wie die anderen und musste sich beim Eintreten bücken. Hinter ihr folgte ein, wie ein Anführer aussehender Chaos Space Marine mit extrem rosa Haut und großen schwarzen Augen. „Ich sagte Ihnen doch, mein werter Kalis, dass meine Falle zuschnappen würde. Diese Imperialen sind so berechenbar. Jetzt erledigen sie noch diese drei Wichtigtuer und dann kann ich von meiner Beute Besitz ergreifen.“ Sagte die Dämonin in einem sauberen Hochgotisch zu ihrem Begleiter, fast beiläufig, als würde sie über das Wetter reden. „Ist es auch sicher, dass ich und meine Männer heil vom Schiff runter kommen, Davorar? Immerhin ist ihr Chaoskreuzer auch zerstört worden! Oder war das auch Teil ihres tollen Planes?“ Donnerte Kalis ihr entgegen. „Na, na, na, wir wollen uns doch nicht vor unseren Gästen streiten, hi, hi, hi.“ Kicherte Davorar überspitzt amüsiert. „Jetzt tun sie ihren Teil und ich tue meinen, ok Champion?“ schickte sie knallhart hinterher, was ihr vorheriges Kichern Lügen strafte. Mit einem mörderischen Blick wartete sie auf seine Reaktion. „Nichts leichter als das.“ Sagte er schließlich, nachdem er ihrem Blick einige Sekunden standgehalten hatte. Indem Moment sprangen die Noblemen auf den Chaos Champion zu und schwangen tollkühn ihre Energieschwerter. Nardor landete einen Treffer direkt am Schulterstück des Chaos Champions, doch dieser wackelte nicht mal, geschweige denn, dass er eine Verletzung davontrug. Eine rosafarbene Aura blitzte auf, als das Schwert auf die Schulter traf. Keine Sekunde später versuchte es Alberich ebenfalls und stach in den Bauch, musste jedoch auch entsetzt feststellen, dass ihn eine dunkle Aura beschützte. Der Chaos Champion lächelte jetzt vergnügt über den Verlauf der letzten Minute. „Ha, damit wollt ihr mich töten? Das ich nicht lache.“ Höhnte er lauthals, bevor er seinen gigantischen Bolter erhob und den nächstanstürmenden Nobleman Anderson Armstrong von den Beinen fegte. Er flog im hohen Bogen rückwärts jäh zerfetzt von drei übergroßen Boltergeschossen und verlor dabei sein Schwert, das neben ihm klirrend zu Fall kam. „Da waren es nur noch zwei, hi, hi, hi. . . .“ lachte die Dämonin finster in sich hinein. Sie stand weiter nur da und beobachtete den Kampf.

Davorar freute sich schon von Azrael Besitz zu ergreifen. Jetzt wo er schwach und zerbrechlich am Boden lag, von seiner Schuld ganz erdrückt. Stolz hatte sein Herz befallen und ihn in diese Falle laufen lassen samt seinen Männern. Jeden Augenblick wird es soweit sein, freute sie sich. „Chaos Abschaum und eine verderbte Hure. Das seid ihr!“ brüllte Alberich mit der Wut der Verzweiflung und stürzte sich erneut auf den Chaos Marine. „Ohh, das ist aber nicht nett, so was zu einer Dame zu sagen.“ Antwortete Kalis vergnügt und konterte den Angriff Alberichs mit einer Finte seines Langschwertes. Kalis wusste um seine Stärke und dass er diesen beiden hier spielerisch überlegen war. Tausende Jahre an Kampferfahrung und die Schutzaura Slaanesch´s. Was konnten diese beiden schon dagegen halten. Dachte er sich, während er nach Nardor stach. Der wiederum auswich und mit seinem Schwert den großen Bolter aus der Hand des Champions schlagen wollte. Allerdings hatte er nicht die Kraft dazu und provozierte stattdessen, einen Schuss abzubekommen. Genau das hatte Kalis auch vor, wurde aber abgelenkt durch ein Raunen und Krachen, sowie den anschließenden Schrei eines verbrennenden Marines seines Trupps hinter ihm. „Wir bekommen ungebetenen Besuch Kalis, würden sie sich bitte beeilen?“ Drängte Davorar sichtlich entnervt über das Spielchen, dass Kalis mit seinen Opfern hier trieb. Mit einem Blick auf Davorar, schoss Kalis trocken auf den mittlerweile wieder anstürmenden Alberich, der mehrmals getroffen zu Boden ging aber im Fallen noch eine Fragmentgranate in seine Richtung warf. Für einen Moment war er überrascht und gestand seinem Gegner ein gewisses Timing zu, was ihm wiederum umso mehr anstachelte den letzten Nobleman auch noch zu töten. Die Granate detonierte einen Meter neben ihm, brachte ihn aber lediglich dazu kurz zur Seite springen zu müssen, um den Splittern auszuweichen. „Dich bezwinge ich mit dem Schwert, Jüngling.“ Meinte er vergnügt in Richtung Nardor. Der lief unbeeindruckt auf ihn zu und deckte ihn mit einigen heftigen Hieben für einen Augenblick ein. Kalis hatte kaum Mühe sie abzuwehren, freute sich aber, dass sein Gegner nicht aufgab. „Darum kämpfe ich so gerne gegen Space Marines, die geben nicht so leicht auf, selbst wenn sie allein mit dem Rücken zur Wand stehen.“ Brummte Kalis vergnügt, bevor er zum finalen Schlag ausholte. Der letzte Nobleman ging mit einer Blutfontäne aus seiner Bauchwunde zu Boden und schaute traurig zu, wie sich Davorar dem Lord näherte, unfähig noch einzugreifen. „Imperator, steh mir bei in der Stunde meiner Not. Die Feinde der Menschheit . . . sind über mich gekommen, uhh . . . um mich, . . . mich zu verschlingen. Erhalte mich un. . . und gebe mir . . . di . . . die Chance auf Rache, . . . Amen!“ Flüsterte Anderson sein vermeintlich letztes Gebet, bevor es dunkel vor seinen Augen wurde.

„Ich habe meinen Teil erfüllt, Davorar, was ist mit ihrem?“ fragte Kalis ungeduldig, als Davorar schon an ihm vorbei in Richtung des Lords unterwegs war. „Ja, ja, erkämpfen sie sich einen Weg zum Hangardeck. Dort wartet ein kleines Warpfähiges Schiff auf sie und ihre Männer. Aber sie sollten sich beeilen, denn die Einschläge kommen schon näher, wie ich höre.“ Sagte sie beiläufig und hob dabei Lord Azdrubal mühelos mit einer Scherenhand an. „Ich hätte es wissen müssen. Mit Dämonen macht man keine Deals. Du bist eine falsche Schlange Davorar. Und eines sei Dir gesagt. Ich werde Dich jagen und Deinen richtigen Namen herausfinden. Dann wirst Du mir hörig sein und ich werde Dich quälen, solange ich lebe!“ spie er in ihre Richtung aus und rannte zur Luke. Dort sah er, dass seine Truppe keine Chance hatte gegen die Übermacht an Terminatoren, die sich ihnen entgegenwarfen. Flüchten oder Tot stellen? Hmm . . . Ich habe immer noch den STK Bauplan, vielleicht verhandeln sie, wenn ich drohe ihn zu vernichten . . . vielleicht . . . dachte er sich. Er ist schon öfters aus solchen Situationen lebend herausgekommen. Aber diesmal war es echt knapp. Mit ein bisschen Glück könnte er es bis zur Brücke schaffen und dann diesen Frachter in den Warpraum befördern oder unbemerkt zu diesem kleinen Schiff durchbrechen. Aber ganz alleine würde er es wohl nicht schaffen. Während er seine Möglichkeiten durchging, kamen die Chosen Knights immer näher. Er fluchte und warf sich flach auf den Boden.

Der Kampf zwischen Davorar und der Seele des Lords war immens. Azdrubal, der sowohl körperlich, wie auch seelisch sehr angeschlagen war konnte jeden Augenblick vom Wahnsinn verzerrt werden, den Davorar bei ihm anrichten wollte. Erst dann könnte Sie in ihn eindringen und sich seiner bemächtigen. Das war von Anfang an ihr Ziel. Denn einen heimlich besessenen Space Marine Captain, konnte man gut als Waffe einsetzten. Davorar wusste, dass die Chosen Knights keine Scriptoren einsetzten, sodass sie sich zumindest eine Zeit lang unbemerkt im Orden würde aufhalten können. Sie freute sich schon auf die Intrigen, die sie einfädeln würde und die Belohnungen ihres Prinzen Tinghulus. „Ach herrlich.“ Seufzte sie bei diesen Gedanken und gleichzeitig rümpfte sie die Nase über ihren Komplizen Kalis. Alles was er wollte, war dieses uralte Buch. Seine Ziele sind so kurzfristig und unzureichend gegenüber ihren eigenen Plänen. Sie könnte einen ganzen Orden der Space Marines auslöschen und das ohne einen einzigen Soldaten. Kalis Soldaten starben hier eh, wie die Fliegen, sie waren nur dazu da ihr die Zeit zu erkaufen, die sie brauchte, um den Willen des Lords zu brechen. Gleich ist es soweit, spürte sie voller Vorfreude. Ihre Freude wurde jäh durch etliche Boltertreffer in ihrem Rücken gestoppt.

„Da“ schrie Gideon „Diese Bestie will unseren Lord fressen.“ „Haltet sie auf!“ befahl Chaplain Luke de Bogíer und rannte mit erhobenem Crozius auf Davorar zu. Alle eindringenden Terminatoren schossen wie aus einem Rohr auf die Dämonin, die ihnen den Rücken zuwandte. Schwer getroffen ließ sie ihre Beute fallen. Wütend drehte sie sich um und beschwor einige Dämonetten aus dem Nichts herauf, die sich sogleich auf die Terminatoren stürzten. Erneut entbrannte ein blutiger Kampf in dem kleinen Nebenraum. Mittlerweile säumten unzählige Leichen den Boden des Raumes und besonders am Eingang lagen etliche sogar übereinander. Gideon und Luke sprangen mutig auf die riesige Gestalt zu und brüllten dabei, wie aus einem Mund: „Für den Lord!“ Mit der rechten Scherenhand fing Davorar Gideon ab, der nun zappelnd versuchte sich aus dieser Todesumklammerung zu lösen. Mit der linken zu einer Sense geformten Hand spießte sie Luke förmlich auf. Der allerdings im letzten Moment noch sein Crozius in die Richtung der Sense stieß, sodass er lediglich zwischen Schulter und Brust aufgespießt wurde. Der brennende Schmerz durchzog seinen ganzen Körper. Es fühlte sich so an, als ob sein Schultergelenk aus der Pfanne gerissen wurde. Aber sein genveränderter Körper würde diese Verletzung wegstecken können. Mit seinem Crozius hackte er immer wieder brutal auf die Sense ein, in der Hoffnung, sie zerstören zu können. Aber die Kraft Davorars blieb ungebrochen. „Ihr habt mich gestört und mir meine Beute geraubt. Dafür werde ich Euch leiden lassen.“ Schrie sie die beiden Marines an. Plötzlich kam eine bläulich leuchtende Energieklinge aus ihrem Bauch zum Vorschein. Entsetzt entwich die Luft aus ihrem Mund und sie ließ Gideon augenblicklich fallen. Mit weit aufgerissenen Augen drehte sie ihren Kopf um und sah Lord Azdrubal strahlend erhaben mit dem Schaft seiner Klinge in der Hand. Mit einem Ruck zog er die Klinge wieder heraus. Blaues Blut quoll hervor und löste sich dampfend auf, als es mit der Luft in Berührung kam. „Wie konntet ihr überhaupt aufstehen, ihr wart so gut wie to . . . ?“ fragte Davorar, wobei sie das Wort Tot nicht mehr ganz heraus brachte sondern sich in den schon bekannten lila Rauch auflöste. „Stirb endlich, Du Hexe!“ rief Azdrubal, bevor sie sich vollends in Rauch auflöste. Luke klatschte indes auf den Boden, da die Sense, die ihn in der Luft hielt, nun verschwunden war. Schnell half ihm eine starke Hand auf. „Luke, ich habe Dir viel zu berichten. Aber als allererstes lass uns endlich dieses Schiff verlassen. Wo sind meine Noblemen?“ fragte der Lord besorgt und suchte den Raum nach ihnen ab. „Oh, nein.“ Kamen die Worte gequält aus ihm heraus, als er einen Nobleman am Boden kauernd vorfand. „Apothecarius!“ rief er und rannte schnell zu Anderson Armstrong hin, der nicht weit von ihm entfernt lag. Die Terminatoren, die ebend noch auf Leben und Tod mit den Dämonetten kämpften standen urplötzlich im lila Nebel. Und von den Warpkreaturen war nichts mehr zu sehen.

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Teil 11

„Ich könnte schwören, dass hier eben noch ein Leichnam mehr lag, mit einer leuchtenden Rüstung.“ Meinte Lieutenant Ludwig Von Wampen zu seinem Nebenmann, der den Auftrag hatte den kleinen Raum mit seinem schweren Flammenwerfer zu reinigen. „Hier liegen genug Tote Feinde herum, such Dir einen aus!“ raunte der Flammenwerfer Schütze zurück und begann sein grausiges Werk. Die Flammen loderten über die Leichname und ergriffen sofort Besitz von ihnen. Es mussten derer etwa 15 bis 20 sein, die teilweise übereinander lagen. Vor allem am Eingang, wo die nunmehr im Sterben liegenden Helden der Stunde ihren Gegnern widerstanden haben. „Nein, nein, hier stimmt was nicht. Das habe ich mir doch nicht eingebildet. Verkleinere die Flamme, los!“ befahl Ludwig in einem harschen Tonfall. Und schon verkroch sich die Flamme wieder in der Mündung der Waffe. „Meinst Du nicht, Du übertreibst ein wenig Ludwig? Immerhin habe ich Dich just vor ein paar Minuten noch reden hören, dass Du endlich von diesem Schiff runterkommen willst. Und jetzt behinderst Du mich dabei den Auftrag des Chaplains durchzuführen, sodass wir noch länger hier bleiben müssen. Was soll das . . . .“ wollte sein Nebenmann die Frage noch zu Ende bringen, als sein Kopf von einem Boltergeschoss getroffen wurde und der riesige Terminator vor Ludwig zusammensackte. Im Fallen drückte der Getroffene seinen Abzug aus Reflex, sodass die Flamme wieder förmlich herausgeschossen kam und zwar genau in Ludwigs Richtung. In Bruchteilen einer Sekunde ließ sich Ludwig nach hinten in den Raum hinein fallen, zog dabei seinen Helm wieder auf und warf sich mit einer gekonnten Drehung vom Eingang des Schotts weg. Gleichzeitig entging er so den neuerlichen Flammen. Sein soeben gefallener Bruder, schoss weiterhin die Flammen in die Höhe, weil seine Hand am Abzug verkrampfte. Dadurch konnte Ludwig überhaupt nichts erkennen, was jenseits des Eingangs lag. Der Schütze könnte direkt neben dem Eingang stehen und er würde es nicht mal merken. Ein kurzer Seufzer entfloh seiner Kehle, als der Flammenwerfer endlich verstummte. Dich werde ich kriegen, Du feiger Hund . . . dachte er sich als er sich vorsichtig Richtung Eingang aufmachte.

„Ja was soll das Ludwig?“ hörte er die höhnische Stimme des vermeintlichen Todesschützen und blieb abrupt stehen. „Mörder!“ Schrie er und sprang mit einem gewaltigen Satz durch die Eingangsluke, wobei er sich um seine eigene Achse drehte und vorsorglich in alle Richtungen ein paar Schüsse aus seinem Sturmbolter abfeuerte. Noch vor dem Aufprall sah Ludwig, wie der Chaos Marine, den er vorhin noch tot am Boden liegen sah, jetzt geduckt neben der Tür stand und einen riesigen fremdartigen Bolter abschussbereit in seine Richtung hielt. Der Bolter war reich verziert und pulsierte wellenartig, als hätte er ein Eigenleben. Nach zweimal Scheppern lag Ludwig schwer getroffen am Boden. Das erste Scheppern kam von seinem Aufprall und das Zweite vom Boltgeschoss, dass seine Rüstung oberhalb der Taille aufsprengte. Hätte er genügend Zeit, würde er sich sicherlich wieder erholen können. Sein Blutkreislauf kam sofort auf Touren, um ihn vom Schmerz zu befreien und die Wunde zu verschließen. Aber der Chaos Champion ließ ihm keine Zeit, denn schon war er über ihm und beugte sich herablassend ein wenig hinunter. „Na Ludwig, meine schöne leuchtende Rüstung gefällt Dir wohl, was? „ lachte Kalis selbstsicher. „Ich habe was Besonderes mit Dir vor, sodass sich Deine geplante Reiseroute etwas verschiebt. Ich hoffe Du nimmst mir das nicht übel, Ludwig.“ Sagte er vergnügt, indem er sich wieder zur vollen Größe aufrichtete.

In dem Moment sammelte Ludwig die letzten Kraftreserven und versuchte seinen Sturmbolter halb erhoben auf seinen Feind abzufeuern. Dieser hatte das aber längst geahnt und trat ihm mit voller Wucht auf den Arm, der daraufhin trotz der Terminatorrüstung brach. Drei Schüsse konnte er rausbringen, aber die gingen alle daneben. Kalis lachte nur, ob dieses Versuches, ihn zu töten. Voller Wut schnaubte Ludwig: „Meine Waffenbrüder werden Dich jagen und finden und dann vernichten! Du kannst nicht entkommen!“ „Doch und Du wirst mir dabei helfen. . . . Und es wird Dir verdammt wehtun. Ha!“ gab Kalis als Antwort und bleckte seine übergroßen Zähne. Ludwigs Hoffnung sank aber seine Wut stieg. Dann vernahm er polternde Geräusche hinter sich und wusste, dass Seine Brüder die Schüsse gehört hatten. „Jetzt wird’s blutig!“ sagte der Chaos Champion ungerührt, riss den Helm von Ludwigs Kopf und begann mit seinem Energieschwert auf seine Rüstung einzuhacken.

„Ihr kommt zu spät! Ohh, wie schade!“ lachte Kalis den drei Terminatoren entgegen. Die ihren Vormarsch jäh stoppten, als sie sahen, was der Chaos Marine vorhatte. Der halb aus seiner Terminatorrüstung rausgeschälte Ludwig hing im Würgegriff von Kalis linkem Schwertarm, während der Bolter an Ludwigs Schläfe drückte. Die Finger am Abzug, das Gesicht leicht grinsend, ging er unbeeindruckt auf die drei Terminatoren zu und schleifte dabei mühelos den halb aufgerissenen Ludwig als Schutzschild vor sich her. Besorgt um das Leben ihres Veteranenbruders waren die Terminatoren für einen Moment ratlos. Diesen Moment wollte Kalis, diesen Moment brauchte er und er nutze ihn.

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Teil 12

„Sobald wir gelandet sind geleitest Du Haidan sofort zur Krankenstation. Die Apothecarii werden bereits die OP-Säle vorbereitet haben. Haidan Martaím zuerst, sonst stirbt er noch in dieser Stunde, dann Alberich und dann die beiden anderen.“ Gab Apothecarius Palande seinem improvisierten Assistenten Gideon die Anweisungen weiter. Genauso sagte er es allen anderen Helfern, wobei er immer wieder die Vitalfunktionen der Vier Helden überprüfte. Der sonst so fröhliche Gideon nickte ernst, sagte aber nichts. Normalerweise redete er nach Kämpfen unglaublich viel über seine besiegten Gegner und wollte von anderen erfahren, wie es ihnen ergangen war. Doch diesmal schwieg er, angesichts der Tragödien dieses Tages. Während er so da saß, lehnte seine rechte Hand auf dem Schulterstück von Haidan Martaím. Er bemerkte, wie Haidan sich immer wieder schüttelte und wie Schmerz sein Gesicht verzerrte. Er und die drei anderen Noblemen kämpften hier ums Überleben. Eigentlich ist es sogar ein Wunder, dass sie überhaupt noch lebten bei all den Verwundungen. Haidan hat es am Schlimmsten erwischt. Er muss durch mehrere Dämonenklingen zerstochen worden sein. Trotz der verbesserten Organe und der Blutstillung, kamen aus den Eintrittswunden immer noch Blut und ein helles Sekret gesickert. Gideon wandte den Blick von Haidan kurz ab, um zum Apothecarius zu schauen. Der hatte sich gerade in die linke Ecke des Thunderhawk-Frachtraums zum Lord gesellt und redete mit ihm.

Lord Trondheim sah aus, wie ein Mann mit gebrochenem Herzen. Gideon konnte zwar nicht hören, was der Lord zum Apothecarius sagte, wusste aber, worum es ging. Was war nur in diesem Raum passiert? Fragte er sich. Albain Palande schüttelte traurig den Kopf und ging wieder zu seinen Patienten zurück. Gideon wusste was los war. Sie würden entweder sterben oder als Krüppel den Gefechtsdienst quittieren müssen, was in den Augen vieler Knights noch schlimmer ist. Vier lebende Helden, die so viel zusammen durchgemacht haben, in eine Falle getrieben und erschlagen von einer dämonischen Übermacht. Vier Helden des Kreuzzuges, die ihr Leben für ihren Lord einsetzten. Gideon würde ihr Andenken ehren, das schwor er sich. Dann wanderte sein Blick wieder zu Haidans schmerzverzerrter Miene.

„Sir Albain, die Operationssäle sind vorbereitet. Wir können sofort anfangen.“ Begrüßte ihn sein Amtsbruder Apothecarius Joshua Mills von der 8. Kompanie. „Weiß Apothecarius Hammersmith auch Bescheid?“ fragte Albain zurück während er Gideon ein Zeichen gab, dass die Schwebebahre mit Haidan aus dem Thunderhawk raus soll. „Jawohl Sir, er ist bereits unterwegs und wird bald zusammen mit Count Palamedes eintreffen.“ Erwiderte Joshua und packte an Haidans Schwebebahre gleich mit an.

„Mein Lord, . . . Azdrubal? Können sie mir einen kurzen Lagebericht geben, bevor wir den Explorator Magos Cryps treffen. Er will unbedingt hören, was da unten vorgefallen ist.“ Fragte Count Thybalt etwas beunruhigt, als er vor Azdrubal stand und seinen traurigen Blick sah. Der Lord schaute zu, wie sie die vier Schwebebahren mit den verletzten Helden ins Schiffsinnere transportierten. Er konnte kaum aufnehmen, was Thybalt ihn gerade fragte und nickte nur halbherzig in seine Richtung, wobei er weiter den Helden nachschaute. „Ich muss mit ihnen gehen Thybalt, erst wenn ich weiß, dass sie stabil sind, werde ich mich anderen Dingen widmen. Der Magos muss warten.“ Sagte er bestimmend und ging ebenfalls in Richtung Schiffsinneres. Dann drehte er sich noch mal um und sagte: „Wenn Du willst, kannst Du mich begleiten Thybalt, dann erzähle ich Dir alles.“ Der gerade noch erstaunt hinterher schauende Count, schüttelte sich kurz und folgte dem Lord. „Ja klar, ähm natürlich mein Lord.“

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Teil 13

Ca 8 Meter vor den Terminatoren ließ er den halbtoten Ludwig schließlich fallen und eröffnete das Feuer auf seine Gegner, die mit ihren Sturmboltern das Feuer erwiderten. Nach miesen Tricks, die Kalis besonders gut beherrschte, kam nun seine zweitgrößte Stärke zum Vorschein; Schnelligkeit. Binnen Sekundenbruchteilen trafen seine Geschosse den äußerst linken Terminator am Kopf und am Waffenarm, sodass er aufhörte zu schießen und sich an den Kopf griff, bevor er schließlich umfiel. Noch bevor er den Boden berührte schrie schon sein Bruder links von ihm auf, nachdem er ebenfalls getroffen wurde. Jedoch nicht am Kopf sondern an den Schienbeinen, sodass er nach vorne einknickte. Kalis, der zwar zu seinem Ärgernis auch getroffen wurde, überbrückte währenddessen die unglaubliche Distanz von 8 Metern in einem gewagten Vorwärtssprung, dem man seiner bulligen Gestalt nicht zu getraut hätte. Der noch stehende Terminator feuerte sein ganzes Magazin in Richtung des herannahenden Feindes. Doch die Schutzaura des Slaanesh, verlieh dem Chaos Champion auch dieses Mal übernatürliche Widerstandskraft. Seine Landung bremste Kalis direkt mit seinem langen Energieschwert in der Brust des noch immer feuernden Terminators. Durch die volle Wucht des Aufpralls und durchbohrt vom Schwert taumelte er einige Schritte zurück. Sein Sturmbolter war leer geschossen und obwohl er einige Male getroffen haben musste, stand sein Feind nun triumphierend vor ihm und gab ihm letztlich den Todesstoß durch einen gezielten Schuss zwischen die Augen. „Wie ughh . . . .“ waren seine letzten Worte, dann brach er endgültig zusammen. Das Langschwert steckte noch immer in seinem Leib. „Wenn Du wüsstet, wie oft ich diese Frage schon gehört habe.“ Lachte Kalis kaltschnäuzig in Richtung des gerade zusammengebrochenen Terminators.

Dann knallten wieder Schüsse in seine Richtung. „Ah, da war ja noch einer übrig.“ Brachte er überspitzt fröhlich heraus. „Ja und Du wirst dem gerechten Zorn des Imperators nicht entkommen.“ Schrie er Kalis entgegen und feuerte in halb liegender Position. Kalis sprang hinter den eben getöteten Terminator und hatte so eine kleine Deckung, die er aber eigentlich nicht brauchte. Allerdings wollte er das Schicksal auch nicht herausfordern, so kurz vor seiner Flucht. Die Launen der Chaosgötter kannte er schon zur Genüge. Schon einmal fiel er in Ungnade bei Slaanesh, nur weil er den falschen Dämonen getötet hatte. Woher sollte er auch wissen, dass es der damalige Lieblings Schoßhund seines perversen Herren war. Dachte er an die längst vergangenen Ereignisse, während er den Boltergeschossen auswich und nebenbei sein Schwert wieder aus dem toten Körper vor ihm zog. Zur Strafe musste er damals auf einen Schwarzen Kreuzzug mitgehen. Was an sich nicht schlimm ist. Nur nahm Slaanesh ihm damals für die Dauer des Kreuzzuges seine Schutzaura weg, an die er sich so gewöhnt hatte und die er nicht mehr missen wollte. Nur meine Gerissenheit hat mich vor dem Tod bewahrt. Erinnerte sich Kalis stolz. Dann verstummte der Sturmbolter, um nachgeladen zu werden.

Diese zwei Sekunden reichten dem Chaos Champion um aufzustehen und drei gezielte Schüsse seinerseits abzugeben. Damit hatte sich Kalis seiner Feinde entledigt, schnell und grausam, so war sein Stil. „Randill`lor trifft immer sein Ziel, nicht wahr?“ tätschelte er seine Dämonenbesessene Waffe, die daraufhin tatsächlich so was wie ein zustimmendes Geräusch von sich gab. „Oh, Ludwig, lebst Du noch? Dass hoffe ich doch sehr.“ Rief er dem regungslos auf dem Boden liegenden halb aufgerissenen Terminator zu und ging mit schnellen Schritten in seine Richtung. „Deine Freunde musste ich beseitigen, sodass wir zwei Hübschen nun leider alleine zum Hangardeck gehen müssen.“ Sagte Kalis lachend während er sich über den liegenden Ludwig beugte. „Kannst Du überhaupt noch aufstehen, Du Schwächling oder muss ich Dich etwa tragen?“ seufzte Kalis und packte mit beiden Händen die massige Gestalt am Rückenmodul um ihn umzudrehen. Plötzlich schaute er in die feurigen Augen seines am Boden liegenden Gegners und realisierte tatsächlich erschrocken, dass Ludwig mit seinem Sturmbolter auf seinen Kopf zielte. „Den Arm habe ich Dir doch gebrochen Jüngling.“ Waren Kalis letzte Worte bevor der Schuss ihn traf.

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Teil 14

„Wie gesagt, ich war die ganze Zeit geblendet von meinem Stolz Thybalt. Bei unserer Rückkehr werde ich mich der versammelten Tafelrunde verantworten und die Konsequenzen tragen. Ich habe heute nicht nur ein Paar Veteranen verloren. So was passiert im Krieg, das wissen wir alle. Nein, ich habe meine eigenen Elitekämpfer in eine Falle geführt, aus der sie nur blutig wieder herauskamen. Der Preis dafür dass ich hier neben Dir stehen kann, um Dir das zu sagen, anstatt auf einer Totenbahre zu liegen, wie ich es verdient hätte für meine Torheit, mein Freund. Den Preis siehst Du zum Teil dort, wo gerade vier unserer Helden um ihr Leben kämpfen.“ Flossen die Worte nur so aus Azdrubals Herzen. „ Denk an die Losung der Ordensführung Thybalt. Hochmut kommt vor dem Fall! Genau das habe ich heute erlebt!“ Azdrubal konnte sich kaum beruhigen. Der ziemlich entsetzt schauende Thybalt konnte lediglich mit offenem Mund gebannt zu hören. In so einer Verfassung hatte er seinen Commander all die Jahre, die er ihn schon kannte, nicht gesehen. Lord Trondheim war eigentlich immer ein Paradebeispiel für einen strengen, selbstsicheren Vorgesetzten, der immer richtig handelt. „Was schaust Du so entgeistert Thybalt? Was ich sage stimmt. Diese Männer da drin gaben ihr Leben für mich hin.“ Sagte Azrael und zeigte mit seiner Rechten zum großen OP-Saal. „Ich sollte da liegen und sie hier stehen. Schließlich war es mein Hochmut, der uns zu Fall brachte!“ Fügte er noch lautstark hinzu, wobei ihm Tränen der Wut in den Augen standen. Der Wut auf sich selber, auf die verderbte Dämonenhexe und die Tatsache, dass er mit großer Schande zu seinem Hauptquartier, dem Stronghold zurückkehren müsste.

Für einen kurzen Moment überlegte er, Thybalt das Kommando zu übertragen und sich in seine Gemächer zurückzuziehen, bis sie Mandolo Prime erreichen würden. Nein, damit würde er sich der Verantwortung nur entziehen, das war keine Option. „Mein Lord, . . . Count Thybalt. Sie beide können jetzt kurz zu ihnen. Sie alle sind für den Moment stabil.“ Sagte ihnen der halb in der Tür stehende Apothecarius Palande und fügte noch etwas leiser hinzu. „ Allerdings ist nur Nobleman Armstrong wach. Die anderen befinden sich im Heil Koma. ... Eines noch meine Herren. Sir Haidan schwebt noch in Lebensgefahr, die nächsten Stunden werden zeigen, ob er es schaffen wird. Bei den anderen habe ich größere Hoffnung, allerdings . . . “ setzte der Apothecarius an und schloss seine Augen, als er den Satz beendete. „Werden sie wohl nie mehr Gefechtsdiensttauglich werden. Diese verderbten Chaoswaffen haben zu viel Schaden angerichtet.“ Albain schlug seine Augen wieder auf und wusste welche Wirkung seine Worte bei seinen Vorgesetzten haben musste. Er machte eine einladende Geste in Richtung OP-Saal und wartete geduldig.

Bei diesen Worten hielt Azdrubal den Atem an und warf Thybalt einen zermarterten Blick zu. Thybalt schloss die Augen. Er wusste was das für einen Knight bedeutet. Gefechtsdienstuntauglich! Das war ein schreckliches Urteil, für die meisten Astartes schlimmer als der Tod. Diese Edelmänner haben ein besseres Schicksal verdient. Dachte Thybalt. Lord Azdrubal nickte ihm zu, als könnte er seine Gedanken lesen. Dann folgten sie Albain und traten in den OP-Saal.

„Nobleman Armstrong.“ Sagte Azdrubal und nickte dem vor ihm liegenden Nobleman aufmunternd zu. „Mein Lord, da sie leben, haben wir unseren . . . .“ Begann Anderson seinen Satz und wurde von einem heftigen Hustenanfall mit blutigem Auswurf gestoppt. Thybalt und sein Lord schauten sofort besorgt zu Apothecarius Palande, der sogleich herbeieilte und sein Narthecium ansetzte. Die kleine Spritze drang in den Hals von Anderson ein und injizierte scheinbar eine blutstillende Flüssigkeit. Nach einigen Sekunden beruhigte der sich wieder und setzte erneut an zu sprechen: „Wir haben unseren Auftrag erledigt, mein Lord.“ Brachte er mühsam heraus. „Nein, das haben sie nicht.“ Sagte Azdrubal abrupt und ließ seine Worte auf die drei Zuhörer wirken. Thybalt schaute ihn mit zugekniffenen Augen an und Anderson schaute relativ verwirrt, ob dieser Aussage. „Nein, das haben sie nicht.“ Wiederholte er. „Was Sie für mich heute getan haben, war viel mehr als Pflichterfüllung, mein werter Nobleman. Sie haben mir das Leben gerettet und wahrscheinlich auch einigen meiner Veteranen. Obwohl ich mich kurz vorher lautstark über sie alle vier geärgert habe, muss ich nun wieder zugestehen, dass Ihre Loyalität gegenüber dem Orden und seinen Interessen, den meinigen weit überlegen sind. Für mich sind sie heute zu einer lebenden Legende geworden. Ich stehe tief in Ihrer Schuld.“ Beendete der Lord seine kurze Ansprache, die anderen entspannten sich wieder.

„Sie sind in den besten Händen. Albain Palande wird alles tun, was nötig ist, um sie wieder fit zu machen, bis wir in unsere Heimat zurückkehren und Sie ihre verdienten Lorbeeren ernten können.“ Sagte Azdrubal mit einem Seitenblick auf den skeptisch guckenden Apothecarius. „Sie werden als Helden zurück nach Mandolo Prime kommen, das verspreche ich ihnen. Nun möchte ich Sie in Ruhe genesen lassen Nobleman Armstrong. Ich werde später wieder zu Ihnen kommen, sobald meine Pflichten es zu lassen.“ Mit einem Blick auf Thybalt drehte er sich um und wollte gerade Richtung Ausgang gehen, als sich Anderson noch einmal zu Wort meldete. „Verzeihen Sie mein Lord, aber wer hat eigentlich den Chaos Champion zur Strecke gebracht, der uns so zugerichtet hat?“ Diese Worte schlugen ein, wie eine Bombe. Azdrubal machte auf dem Hacken kehrt und schaute Thybalt erschrocken in die ebenfalls geweiteten Augen. „Von wem reden Sie genau, Anderson?“ wollte er wissen und kam wieder in die Nähe des verletzten Bruders. „Als Sie getroffen in eine Ecke des Raumes geschleudert wurden, traten zwei Gestalten in den Raum hinein. Die eine kennen sie . . . .“ „Ja, die Chaoshexe“ brummte der Lord dazwischen. „Genau und der andere war ein Verrätermarine mit irgendeiner Schutzaura, die wir nicht knacken konnten. Dieser rosane aufgeblähte Mistkerl hat uns einen nach dem anderen zur Strecke gebracht. Sie müssten eigentlich mitbekommen haben, was mit Ihm geschehen ist mein L . . . .“ hustete Anderson das letzte Wort eher heraus, als dass er es aussprach. Albain war sofort wieder zur Stelle und injizierte scheinbar wieder das Mittel in seine Venen. Daraufhin beruhigte sich Anderson und schaute nur noch fragend in die Richtung des Lords. In Azdrubal ratterten die Gedanken nur so und er ging nochmal jedes Detail durch, an das er sich erinnern konnte.

„Nein, nein, da war niemand mehr, außer unseren Männern und diesem Scheusal, als ich erwachte.“ Dachte er laut, sodass alle seine Gedanken mitverfolgen konnten. „Beim Imperator!“ Sagte Thybalt entsetzt „Wer ist noch auf dem Frachter?“ „Ich habe ein Paar Terminatoren unter Führung von Lieutenant Von Wampen zur Säuberung und als Nachhut auf dem Frachter belassen. Wieso fragt Ihr?“ Meldete sich eine vertraute Stimme am Eingang des OP`s. „Luke“ keuchte Azdrubal „Ich dachte Du würdest gerade operiert?“ fragte er erstaunt. „Wie oft wurden Sie jetzt schon aufgespießt Chaplain? Acht oder neun Mal?“ Fragte Apothecarius Palande ärgerlich darüber, dass Luke mal wieder seine eigene OP selbstständig abgebrochen hatte. „Zehnmal insgesamt. Heute wurde ich gleich zweimal erwischt. Aber da müssen die Chaoten schon mehr aufbieten, um mich zu stoppen.“ Schnaubte Luke und humpelte auf Azdrubal und Thybalt zu. „Machen Sie sich keine Sorgen um mich, die Blutungen sind gestillt, das reicht erst mal.“ Schob er noch hinterher, da er den ärgerlichen Blick des Apothecarius sah. Er war allerdings immer noch ziemlich blutverschmiert von der Schlacht. An zwei Stellen klafften große Löcher in seiner sonst so makellosen Servorüstung. „Wann haben Sie zuletzt über Kom mit ihnen gesprochen?“ fragte Thybalt, um gleich nachzuhaken. „Vor einer halben Stunde und es schien alles ok zu sein.“ Antwortete Luke schnell und hielt im Humpeln inne, als er Andersons verzerrtes Gesicht wahrnahm. „Wenn Sie ihn nicht getötet haben, urgh . . . dann, . . . dann lebt der Kerl noch. Denn . . . wir haben ihn auch nicht erledigen kö . . . .“ und da brach Anderson ab, weil er wieder einen Schwall Blut heraushusten musste. Albain Palande machte eine Geste Richtung Ausgang um den anderen Anwesenden zu bedeuten, dass es Zeit sei zu gehen und kümmerte sich wieder um seinen Patienten. Azdrubal war schon fast im Sprint aus der Tür draußen, noch bevor Apothecarius Palande seine Geste vollendete. „Thybalt, Du übernimmst wieder das Kommando hier. Ich fliege sofort zurück.“ Rief er bevor er aus dem OP verschwand. Thybalt rannte eine Sekunde später hinterher und schrie im Vorbeirennen zu Luke „Priest, Sie haben das Kommando, diesmal werde ich den Lord begleiten!“ Und schon war auch er um die Ecke gebogen und die Automatiktür schloss sich wieder.

Luke schaute recht verwundert drein und versuchte noch zu begreifen, was hier gerade vor sich ging. „Auf dem Frachter ist wahrscheinlich noch ein überlebender Verräter, Chaplain.“ Sagte Albain um ihn aufzuklären und winkte zur Tür, damit auch Luke den OP-Saal verließ. Beim Rausgehen sah er in die schweißgebadeten Gesichter der drei anderen Helden und drehte sich kurz vorm Ausgang nochmal um. „Und dieser Abschaum von einem Chaoten hat das hier angerichtet? Allein? Vier unserer besten Männer?“ fragte Luke in den Raum hinein, wobei er ein angestrengtes Nicken von Nobleman Armstrong als Antwort erhielt. Das reichte Luke, um zielstrebig hinter den Counts her zu humpeln. Verletzung hin oder her, wenn es gefährlich für den Lord wird, wollte er dabei sein.

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Teil 15

„So, wir sind endlich da Ludwig, Du kannst die Augen wieder aufmachen!“ keuchte Kalis im Plauderton. „Hast mich echt für einen Moment erschreckt vorhin. Aber Du hättest gleich zehnmal schießen sollen, statt nur einmal.“ Sagte er und fasste gleichzeitig an die Kopfplatzwunde, die ihm der Streifschuss zugefügt hatte. Dafür erntete Ludwig vorhin einen heftigen Tritt ins Gesicht, der ihn gänzlich außer Gefecht setzte. „Du wachst jetzt besser wieder auf, Ludwig oder mein Interesse an Dir erlöscht und damit auch Dein mickriges Leben.“ Sagte Kalis nun schon etwas gereizt. Keine Reaktion. „Ich habe keine Lust, dass noch ein Paar von Deinen Kumpanen hier auftauchen und meine Abreise verzögern. Also wach jetzt auf!“ schrie er in Ludwigs Gesicht und scheuerte ihm eine mit der linken Hand. Mit müdem, gebrochenem Blick erwachte Ludwig und versuchte sich sogleich zu orientieren. Als er Kalis vor sich erkannte, entflammte wieder neue Wut in ihm. Aber er konnte sie nicht rauslassen, weil ihm Kalis die Waffe unter die Nase hielt und seine Kraft ihn längst verlassen hat. Stattdessen wollte er ihn noch etwas aufhalten, damit eventuell Verstärkung eintreffen konnte. „Ich zähle jetzt bis drei und dann verrätst Du mir die Startcodes für den Thunderhawk, dann lasse ich Dich überleben. Andernfalls erschieße ich Dich und jeden, der versucht hier im Hangardeck zu landen.“

Kurz vor dem wartenden Thunderhawk, an dem Azdrubal stehen blieb, um zwei Piloten anzuweisen einzusteigen, holte Thybalt den Lord ein, rang nach Luft und keuchte. „Bei allem Respekt, mein Lord, aber ich werde sie begleiten und davon lasse ich mich nicht abhalten!“ „Nun ja, nach den Ereignissen dieses Tages werde ich Dir das besser gestatten, Thybalt.“ Antwortete er. „Jetzt lass uns keine Zeit verlieren und besorg uns noch zwei Bolter von den Brüdern dort.“ Thybalt schaute sich um und sah eine Gruppe von Knights neben einem anderen Thunderhawk sich lebhaft unterhalten. Er ging zu ihnen hinüber und rief ihnen zu, dass der Lord ihre Waffen brauchte. Etwas verwundert salutierten die Marines und zwei von ihnen hielten etwas zögerlich den geladenen Bolter hin. Für einen Marine war es eine höchst ungewöhnliche, geradezu unangenehme Sache seine persönliche Waffe abzugeben, sogar gegenüber einem Vorgesetzten.

Als er zurück zu Azdrubal lief, humpelte gerade Luke in das Hangardeck hinein. Von weiten brüllte er „Ich komme auf jeden Fall auch mit!“ Mit einer stoischen Miene kam er näher und blieb kurz vor dem Lord stehen, der von der Vorstellung seines alten Freundes anscheinend überzeugt war. Luke hatte im Gegensatz zu den anderen seinen Kombibolter und natürlich sein Crozius dabei. „Selbst zweimal aufgespießt zu werden hält Dich nicht davon ab ein drittes Mal dem Feind entgegen zu treten, was Luke? Wie könnte ich es Dir verwehren.“ Sagte Azdrubal schließlich und machte eine Geste in den Thunderhawk hinein zu treten. „Brücke, hier spricht Count Azdrubal Trondheim. Ich habe erfahren, dass sich der Anführer der Chaos Renegaten scheinbar noch auf dem Frachter befindet. Daher werde ich ihn zusammen mit einem Trupp seiner gerechten Strafe zu führen. Ich übergebe solange das Kommando an Admiral Lutschenko. Ende.“ Sprach er durch seinen persönlichen Kanal in sein Kom hinein. Thybalt und Luke warteten bereits im Inneren des Thunderhawks und die Triebwerke jaulten schon auf, als Azdrubal auch hinein stieg und die Sturmrampe hinter ihm zu fiel.

„Zwei und ich meine es ernst Ludwig!“ Schrie Kalis, während er ihn durchschüttelte. „Du hast gar nicht verdient meinen edlen Namen auf Deinen ekligen Lippen zu führen, Du Scheusal.“ Gab Ludwig tapfer zurück und schwieg wieder. „Dann hast Du Dich also entschieden Ludwig.“ Sprach Kalis den Namen extra langsam aus und sagte schließlich: „Drei!“ Dann knallte es.

Azdrubal stand neben den beiden Piloten und erklärte ihnen gerade, was eigentlich los war. Dann zeigte er Ihnen, wo sie landen sollten. Thybalt schaute dem Ordenspriester eine Weile zu, wie der seine Gebete sprach und immer wieder sein Crozius dabei streichelte. Dann gesellte sich der Lord wieder zu ihnen und meinte schlicht: „Es geht gleich los, macht Euch bereit! Der Kaiser ist auf unserer Seite!“ „Eines muss ich Ihnen unbedingt noch sagen, bevor wir landen mein Lord. Ich wollte es eigentlich schon die ganze Zeit sagen, aber die Ereignisse haben mich einfach überrollt, sodass ich nicht dazu kam. Der Explorator Magos Cryps erwähnte, dass tatsächlich ein STK Bauplan an Bord des Frachters sein könnte.“ Sagte Thybalt, als er sich erhob und seinen Bolter durchlud. „Das ist im Moment für mich zweitrangig Thybalt, das kannst Du sicher verstehen. Allerdings erklärt dies einiges von dem, was heute hier geschehen ist und sollte wirklich so ein Bauplan dort zu finden sein, dann finden wir ihn.“ Gab Azdrubal zurück und lud seinen Bolter ebenfalls durch. „Achtung wir landen, mein Lord.“ Rief der rechte Pilot über die Schulter „Und wir sind nicht die Ersten.“ Fügte er noch hinzu als die Sturmrampe sich öffnete. Sogleich waren Schüsse von Lasergewehren zu hören. Azdrubal sprang zuerst aus der Rampe und suchte hinter dem Thunderhawk Deckung, um sich einen Überblick zu verschaffen. Anscheinend hatte das Adeptus Mechanicus voller Ungeduld selbst schon einen Suchtrupp her geschickt.

Der Knall kam allerdings nicht aus Kalis Waffe, sondern vom Aufprall des rot bemalten Guncutters, der gerade landete. „Mein Schicksal wendet sich abermals, das Adeptus Mechanicus ist so nett mir eine Transportfähre zur Verfügung zu stellen. Damit bist Du gerade so oder so überflüssig geworden Ludwig.“ Sagte Kalis mit einem Augenzwinkern und schoss mit seinem Dämonenbolter aus direkter Nähe in Ludwigs Kopf, der daraufhin für immer schwieg. „Randill`lor es gibt noch mehr Futter für Dich heute!“ raunte Kalis seiner Waffe zu und sprang auf den Guncutter zu. Die ersten beiden, die es wagten den Kopf aus dem Gefährt zu nehmen, verloren ihn sofort durch zwei gezielte Schüsse aus Kalis Bolter. Danach wurde eine Seitenluke geöffnet und vier bis fünf weitere Kampfservitoren oder Soldaten kamen zum Vorschein. Das konnte man beim Adeptus Mechanicus immer schwer unterscheiden. Wie im Gleichtakt eröffneten sie mit ihren Lasergewehren das Feuer auf den anstürmenden Kalis. Einer hatte sogar eine Plasmakanone und versuchte den blitzschnellen Chaos Marine ins Visier zu kriegen. Als er ihn schließlich im Visier hatte wurde er leider kurz abgelenkt durch die Ankunft eines weiteren Transportschiffs, sodass sein Schuss einen Meter neben Kalis einschlug.

Der Lord gab Thybalt und Luke ein Zeichen heraus zuspringen. Thybalt landete direkt neben ihm und Luke humpelte etwas umständlich von der Rampe herunter. Sein Gesicht verzog sich nun unverkennbar bei jedem Schritt. „Luke, Du bleibst hier und gibst uns Feuerschutz.“ Sagte Azdrubal im Befehlston. Luke brummte zustimmend, denn er wusste, dass er ihnen im Nahkampf nicht helfen können wird. Er fühlte starke Schmerzen im rechten Arm. Die Kampfdrogen, die ihm seine Servorüstung zuführte gingen langsam zur Neige. Er legte sein Crozius vor sich ab und nahm den Kombibolter in die Linke, damit er auch wirklich treffsicher schießen konnte. Er zwang sich allerdings auch mit seinem verletzten rechten Arm sein Crozius zu heben. Dann nickte er den beiden Counts zu und sagte: „Bin bereit, komme, was da wolle!“ „In Ordnung Luke, halte uns einfach den Rücken frei! Ich hatte heute schon genug Überraschungen. Schild und Schwert!“ Sagte er und sprang zusammen mit Thybalt aus der Deckung des Thunderhawks.

Mittlerweile verstummten die Waffen gänzlich, weil Kalis seine Gegner schon im Nahkampf niedermachte. Als er den letzten Kampfservitor zu Boden rang und ihm den letzten Schuss setzte, fingen Azdrubal und Thybalt an zu schießen. Mit einem beherzten Sprung entging Kalis den Schüssen bis auf einen. Randill`lor jaulte auf und fing Feuer. Seine Dämonenwaffe wurde von einem Boltgeschoss förmlich gespalten und brannte in einer unnatürlich blauen Flamme, sodass Kalis seine geliebte Waffe in Richtung der anstürmenden Marines schleuderte. Diese wichen der Waffe aus und entledigten sich ihrerseits ihrer nun leer geschossenen Bolter. Diesen Moment nutzte Kalis, um durch die Luke ins Innere des Guncutters zu klettern. Azdrubal stürmte mit erhobenem Schwert ebenfalls zur Luke. Thybalt zog seine Energieaxt und rannte ihm hinter her. „Wir bringen Dich zur Strecke Du widerliche Ausgeburt des Chaos!“ rief Azdrubal als er gegen die von Kalis verschlossene Luke trat. „Lassen Sie es mich versuchen, Lord.“ Sagte Thybalt und schwang seine Axt in Richtung Luke. Das ganze musste er zweimal wiederholen, dann sprang die Luke aus den Haltevorrichtungen. Azdrubal trat zuerst ein und Thybalt folgte mit erhobener Axt.

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Teil 16

„Wie ich sehe bekomme ich gerade die ersten richtigen Gegner für heute, welch ein Vergnügen.“ Sagte Kalis lächelnd und hob den soeben abgeschlagenen Kopf des Guncutter Piloten in die Höhe. Dann ließ er ihn einfach achtlos fallen und zog ein altes ledergebundenes Büchlein hervor, das er in die Höhe hielt. „Seid Ihr deswegen gekommen oder führten Euch edlere Motive hierher? Wie die Sorge um den armen Ludwig und seinen Trupp.“ Spie er die Worte fast triefend in Richtung der Knights aus. Azdrubal hatte genug gehört und setzte zu einer Schlagabfolge mit seinem Schwert an. Kalis parierte sie und hieb seinerseits nach ihm. Der duckte sich drunter durch und machte so gleichzeitig Platz für die geschwungene Axt seines Bruders. Mit diesem Schlag hatte Kalis allerdings seine Probleme, wodurch er ein wenig den Halt verlor, während er den Axthieb abwehrte. Azrael sprang wieder auf und setzte einfach nach, weil er merkte, wie Kalis das Gleichgewicht verlor. Seine nächsten drei Schwerthiebe setzten Kalis so zu, dass er rücklings hinfiel und sich abrollen musste, um der nahenden Energieaxt auszuweichen. Thybalt traf den Boden mit solcher Wucht, dass seine Axt eindrang aber nicht mehr heraus kam. Dadurch entwaffnet trat er einen Schritt zurück, damit Azdrubal den Chaos Champion seiner gerechten Strafe zuführen konnte. „Halt!“ Schrie Kalis ihm zu. „Oder ich zerstöre den Bauplan.“ Und setzte sich auf den Pilotensitz.

Er hielt das Büchlein in der einen Hand und sein leuchtendes Schwert in der Anderen. Der Crusade Commander hielt tatsächlich für einen Moment inne, weil er wusste, was auf dem Spiel stand. Erst jetzt merkte er, dass ein Servitor auf dem Co-Pilotensitz saß. Kalis verstellte seine Stimme und klang plötzlich ganz anders in dem er dem Servitor befahl: „Starte das Triebwerk und übernehme das Steuer! Wir fliegen zu folgenden Koordinaten: 7BC45-Quasarius-8555LL.“ „Jawohl, bestätige Koordinaten 7BC45-Quasarius-8555LL.“ Erwiderte der Servitor blechern und monoton. Ihn interessierte nicht im Geringsten, dass neben ihm ein Feind der Menschheit saß, solange die Stimmenmodulation übereinstimmte. „Wir machen jetzt einen Ausflug.“ Kündigte Kalis freudestrahlend an. Azdrubal entschied indes den STK-Bauplan zu opfern und schwang sein Schwert in Richtung Kalis. Der wiederum mit seinem eigenen Schwert abwehrte, aus seinem Sitz aufstand und nach seinem Gegner trat. Der Lord warf sich zur Seite, um dem Tritt zu entgehen und schaute nach hinten, wo Thybalt gerade mit einem Ruck seine Waffe wieder an sich brachte. „Thybalt, wir nehmen ihn in die Zange!“ Schrie er und stach wieder zu. Kalis wich aus und konterte seinerseits mit zwei heftigen Schwerthieben. Als der Guncutter abhob fielen alle drei zu Boden. Rote Warnlampen leuchteten auf und wiesen auf das klaffende Loch hin, wo eben noch die Einstiegsluke war, die Thybalt zertrümmert hatte. Zwar hatte sich automatisch ein Stasisfeld gebildet, doch würde es bei der Annäherung zur Sonne ausfallen womit alle Insassen ins Vakuum des Alls gesaugt würden.

Thybalt rappelte sich als erstes auf und hackte auf Kalis rechten Arm ein. Eine Art Schutzfeld blitzte auf, konnte aber die Macht seiner Energieaxt nicht widerstehen. So verlor Kalis seinen rechten Unterarm samt dem kostbaren STK-Bauplan. Er fluchte lauthals, zog den Stumpf reflexartig zum Körper hin und stach mit seinem Langschwert nach Thybalt. Der konnte gerade noch ausweichen. Als Azdrubal zum finalen Schwung ausholen wollte rief Kalis mit ohrenbetäubender Lautstärke: „Prince Tinghulus, Ihr könnt meinen Körper haben, nur rettet mich!“

Azdrubal und Thybalt wurden durch eine Druckwelle nach hinten geschleudert. Und da, wo eben noch der fast besiegte Kalis lag, leuchtete jetzt ein unheimliches, vielfarbiges Licht, gefolgt von einem tiefen Entsetzensschrei, der immer lauter wurde, bis er in einer kaum erträglichen Kakophonie erstarb. Welch Wahnsinn trieb ihn, seinen Körper an einen Dämon zu verkaufen. Dachte Thybalt und blickte gebannt auf das Lichtspektakel vor ihm. Durch die Druckwelle geriet der Guncutter ins Trudeln und stürzte krachend zu Boden. Alle möglichen Warnsignale heulten auf und sorgten für zusätzlichen Lärm.

Der Lord erhob sich wieder und betete laut: „Mein Gott, steh uns bei, der Feind der Menschheit hat sich erhoben.“ Und dann rannte er mit einem entschlossenen Blick auf den sich manifestierenden Dämonen zu. Thybalt sah die Szene vor sich wie in Zeitlupe ablaufen. Er staunte über die Entschlossenheit seines Lords und zuckte zusammen, als Azdrubals Schwert in die Lichtmasse mit einem lauten Knall eindrang und noch mehr Blitze und Farben erzeugte. Die ganze Szene war irrwitzig. Die roten Warnleuchten, das Getöse vor ihm, dass zu grell wurde, sodass sich Thybalt abwenden musste. Der Lord war nur noch als schwacher Schemen zu erkennen.

„Du wagst es, Dich gegen einen Prinzen des Slaanesh zu stellen, Sterblicher?“ drang die Stimme Thinghulus in Azdrubals Gedanken ein. „Ich kenne nur einen Prinzen, Prince Leonidas und nur einen Kaiser, den Gottimperator! Empfange gerechten Zorn Du Teufel!“ Antwortete er trotzig und drang mit seinem Schwert so tief, wie möglich in die unwirkliche Gestalt ein. Einen Sekundenbruchteil später war der Widerstand gebrochen und es gab nur noch totale Finsternis, sogar die Armaturen und alle anderen Lichtquellen verfinsterten sich. Zuletzt gab es ein ekliges saugendes Geräusch und dann war endlich Ruhe und Azdrubal atmete tief durch. Die Katastrophe war abgewendet. Beinahe hätte sich ein Dämonenprinz manifestiert. . . .

Thybalt bückte sich und hob das in Leder gebundene Büchlein auf. Es roch so alt und wirkte so zerbrechlich, als wäre es wirklich über Zehntausend Jahre alt. „Ob das wirklich ein STK Bauplan ist?“ fragte Thybalt mehr sich selber, als seinen Lord und hielt das Büchlein andächtig in die Höhe. Der Lord blickte das Büchlein einige Sekunden an und öffnete dann seinen Kom-Kanal „Great Crusader, hier spricht Lord Trondheim. Der Feind konnte seiner gerechten Strafe zu geführt werden. ... Ein Apothecarius soll sich auf den Weg machen und Gefallenen einsammeln! Alle Veteranen sollen samt Rüstung auf die Great Crusader gebracht werden. So wie wir das immer machen. Wir lassen unsere Toten nicht zurück und unsere Rüstung soll kein anderer tragen. Wir sind die Chosen Knights, auserwählte Ritter des Kaisers. Schild und Schwert!“ „Lord Trondheim?“ Fragte Thybalt „Ja bitte Thybalt.“ „Da wäre noch etwas, dass ich Ihnen über Count Palamedes erzählen muss, bevor wir zur Great Crusader zurückkehren.“ Sagte Thybalt verdächtig leise und schaute auf den Boden. „Ich bin ganz Ohr Thybalt also schieß los!“ erwiderte Azdrubal sichtlich gespannt.

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Teil 17

„Ich habe schon sehnsüchtig auf ihre Rückkehr gewartet, Commander Trondheim, mein Name ist Thrull Cryps, Magos Explorator der 42. Expeditionsflotte Light Oft The Forges .“ Tönte die hohe etwas blechern klingende Stimme von Magos Explorator Thrull Cryps, als Azdrubal den Besprechungsraum betrat. Der Magos war mindestens so groß, wie ein Astarte, wenn nicht sogar größer. Er trug einen verzierten goldenen Helm mit einigen heraushängenden Drähten. Ob noch irgendein Stück echte Haut an ihm übrig war, konnte man nicht erkennen. Seine rote Robe bedeckte den gesamten Körper. Im Prinzip sah er aus, wie ein Bilderbuch Adept des Omnissiah. Als Waffe trug er eine mannshohe Energielanze. Azdrubal musterte ihn kurz, nickte dem Magos dann höflich zu und sprach: „Im Namen der Chosen Knights, spreche ich, Lord Azdrubal Trondheim, Ihnen und ihrer Crew meinen Dank aus für Ihr heutiges Eingreifen und den damit verbundenen Sieg gegen den verhassten Feind.“ Als Thrull Cryps etwas scheinbar Förmliches erwidern wollte, hielt der Lord eine Hand nach oben und wehrte es ihm. „Leider habe ich keine Zeit Höflichkeiten auszutauschen, mein werter Herr Magos. Denn die Ereignisse des heutigen Tages haben ihren Blutzoll von meiner Truppe gefordert. Meine persönliche Leibgarde wurde schwer verwundet und ich habe beschlossen, die nächsten Stunden an ihrer Seite zu sein. Zumindest das bin ich Ihnen schuldig. Denn sie gaben ihr Leben, um meines zu schützen. Darum wollte ich Sie bitten, dass wir uns zu einem späteren Zeitpunkt nochmal treffen könnten? Sagte Azdrubal mit trauriger Miene. „Ich denke, das wird nicht nötig sein, mein Lord.“ Meldete sich eine Stimme aus der hinteren Ecke des Raumes, den Azdrubal aufgrund der imposanten Erscheinung des Magos gar nicht wahrgenommen hatte. „Count Palamedes?“ rief er erstaunt aus. „Was macht ihr hier?“ „Während Sie auf dem Weg zurück zum Frachter waren, kam ich gerade mit meinem Apothecarius auf dem Hangardeck an. Ein Bruder informierte mich über die Lage. Da ich nicht mehr eingreifen konnte, beschloss ich stattdessen meinen Apothecarius zur Krankenstation zu begleiten.“ Erwiderte Abraham Palamedes und stoppte kurz, um die Worte sacken zu lassen. „Dort traf ich zu meiner Überraschung den ehrenwerten Magos Cryps. Und um gleich zur Sache zu kommen. Er hat uns ein Angebot gemacht, über das ich als ranghöchster Offizier zu entscheiden hatte. Und ich habe mich entschieden, mein Lord.“ Sagte Abraham in dem Wissen, dass er sich gleich zu rechtfertigen hatte. „Für was haben Sie sich entschieden, Count Palamedes?“ fragte Azdrubal und schaute dabei mehrmals zwischen Abraham und dem Magos hin und her. „Ich habe mich entschieden das Leben von vier Helden zu retten und ihnen eine neue Berufung zu geben. Im Austausch für Verschwiegenheit und . . .“ jetzt sah Abraham auf das kleine ledergebundene Büchlein, das der Crusade Commander in einer Tasche seines Umhangs grob versteckte. „Und den STK Bauplan.“ Bei diesen Worten kam Regung in den Magos, der sich nicht beherrschen konnte und einen Schritt auf Azdrubal zuging, wobei seine augmetischen Augen etwas weiter aus dem Kopf herausfuhren. „Mein Lord ich bin sicher, ich habe das Richtige für den Orden getan und das Sie ebenso gehandelt hätten.“ Warf Abraham hinterher und blieb immer noch ruhig. „Wie genau wird denn das Leben meiner Edelmänner gerettet, Magos Cryps?“ Fragte Azdrubal und kniff die Augen etwas zusammen.

„Um ihre Männer müssen Sie sich keine Sorgen machen, Commander Trondheim. Sie sind jetzt schon in den Händen meiner besten Techniker und ihrer besten Apothecarii.“ Setzte der Magos an und kam noch einen Schritt näher an Azdrubal heran. „Moment, warum Techniker, jetzt klären Sie beide mich gefälligst endlich auf, was hier vor sich geht!“ verlangte er und verschränkte die Arme vor der Brust. „Ok, ohne Umschweife. Der ehrenwerte Magos hat auf seinem Schiff die fertigen Hüllen einiger Ironclad Cybots. Er versprach unsere sterbenden Helden darin einzubetten, um sie dem Orden zu erhalten. Und als Gegenleistung verlangte er lediglich, dass dieser ganze Vorfall hier nicht nach außen dringt. Und wir ihm den STK Bauplan überlassen, sofern wir ihn finden würden.“ Sagte Count Palamedes nun ohne Umschweife. Sichtlich überrascht und sogar ein wenig amüsiert sagte Azdrubal nach einem kurzen Moment des Schweigens. „Und ich dachte, heute könnte mich nichts mehr überraschen nachdem ich zweimal in eine Falle getappt bin, zwei Schiffe aus dem Nichts aufgetaucht sind, ich mit zwei Dämonen ringen musste und einige meiner besten Männer verloren glaubte. Und jetzt das.“ Murmelte er halblaut vor sich hin. Dann wandte er sich Abraham Palamedes zu und sagte: „Sie gelten als nüchtern und streng, als jemand, der sich immer an die Regeln hält. Heute haben Sie allerdings waghalsige Entscheidungen getroffen. Die wohl eher aus ihrem Herzen herauskamen. Thybalt erzählte mir, was sich auf Ihrem Schiff zu getragen hatte.“ „Mein Lord, das kann ich erklären, ich . . . :“ unterbrach ihn Abraham. „Nein, nein, nein, das müssen sie gar nicht. Ihr Verhalten und Ihre Opferbereitschaft ehren Sie. Und Sie haben Recht, ich hätte mich auch für das Leben meiner Männer entschieden. Eine größere Ehre als in einen Dreadnought verwandelt zu werden, gibt es kaum für einen Marine. Sie haben in beiden Fällen auf Ihr gutes Herz gehört und Prince Leonidas wird dies ebenfalls erfahren.“ Sagte Azdrubal und verbeugte sich vor Abraham, der sofort die Verbeugung aufnahm und erwiderte. Dann nahm der Lord schließlich den STK Bauplan in die Hand und reichte das Bündel dem Magos, der nicht mehr an sich halten konnte und gierig danach griff. Azdrubal ließ jedoch nicht los ohne noch ein paar Worte dazu zu sagen. „Ich denke, Sie können mehr damit anfangen, als ich. Binär ist nicht mein Fachgebiet. Aber bevor ich es Ihnen überreiche, verlange ich noch eines von Ihnen.“ Der Magos versteifte sich und fragte verwirrt: „Was wäre das?“ Azdrubal lächelte nun wieder und sagte: „Ich will dabei sein, wenn die Helden eingebettet werden.“ Dabei ließ er los und der Magos entspannte sich und hielt das Büchlein fest an sich gedrückt, als ob er es nie wieder loslassen würde. Nach einer Weile antwortete er sichtlich gelassen: „Nun, Commander, Sie müssen verstehen, welch unglaublich kostbarer Augenblick dies hier ist, den ich einfach genießen muss. Sie sind herzlich eingeladen der Einbettung beizuwohnen. Sie wird auf unserem Schiff stattfinden, weil wir die besseren Räumlichkeiten dafür haben. Ihre Apothecarii werden den ganzen Prozess überwachen und dabei viel lernen können. Ich schlage vor ebenfalls all ihre Techmarines daran teilhaben zu lassen. Immerhin werden Sie die Cybots in Zukunft pflegen dürfen. Es steht alles bereit, wir können sofort los. . . . Meine Männer sind instruiert. Sobald der STK Bauplan auf meinem Schiff in Sicherheit ist, beginnt die Prozedur.“

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Epilog

Es stellte sich heraus, dass der Adeptus Mechanicus Frachter, auf dem die Kämpfe stattfanden, auf den Namen Awaken Principals getauft war. Das Schiff hatte die schwierige Aufgabe den kostbaren STK Bauplan ins Angstrom System zu bringen. Obwohl dieser Auftrag streng geheim ablaufen sollte, gab es anscheinend einige Sicherheitslücken an Bord der Awaken Principals. Durch einen Sabotageakt wurde das Gellarfeld des Schiffes beinträchtigt, dadurch konnten Warpdämonen eindringen. Das Schiff wurde komplett überrant. Als letzte Hoffnung führte der Captain einen Notsprung aus dem Warp durch. Danach brachen die Schiffsaufzeichnungen ab. Nachdem Crusade Commander Azdrubal Trondheim dem Explorator Magos Thrull Cryps den STK Bauplan überreichte, erklärte dieser ihm, dass aufgrund des „Angstrom Incidents“ 908M41 immer noch eine angespannte Lage zwischen dem Angstrom System und dem Rest des Adeptus Mechanicus bestünde. Und das dieser STK Bauplan nicht nur ein wieder entdecktes Artefakt menschlicher Geschichte sei sondern auch ein Schlüssel zur Versöhnung. Der Lord wollte gar nicht so tief in die Materie eindringen, da er eh alles geheim halten müsste. Das einzige, was ihn noch brennend interessierte, war die Tatsache, dass der Feind ihn und seine Männer erwartet hatte. Und das Azdrubal in eine Falle gelockt werden konnte und die Dämonin sogar seinen Namen kannte. Dahinter musste ein länger geplantes Komplott stehen. Der Magos wusste darauf allerdings auch keine Antwort und Azdrubal glaubte ihm und ließ es dabei bewänden. Die Einbettung verlief bei allen vier Helden erfolgreich. Haidan Martaím, der am schwersten verletzt war, erwachte als erstes aus dem künstlichen Heil Koma. Er konnte kaum glauben, wie ihm geschah, da er damit rechnete zu sterben. Das letzte woran er sich erinnerte waren die grässlichen Dämonettenschädel, die sich triumphierend über ihn beugten, als sie ihn zerstachen. Und im nächsten Augenblick erwachte er eingebettet in einem Koloss auf einem fremden Schiff. Aber der Schock wich bald der tiefen Freude, darüber, dass er seinen Dienst in ehrenhafter Weise fortführen durfte und als lebender Held zusammen mit drei anderen Waffenbrüdern in seine Heimat zurückkehren würde. Azdrubal legte einen schriftlichen Abschlussbericht über alle Ereignisse sowohl seinem Ordensmeister Prince Leonidas Parzival als auch der Tafelrunde seines Ordens vor. Der Bitte um Geheimhaltung wurde entsprochen, sodass nur die oberste Ordensführung und die jeweiligen Teilnehmer des Kreuzzuges wussten, was genau dort geschah. Für die meisten Ordensbrüder ist und bleibt es ein Geheimnis, wo plötzlich die vier Ironclad Cybots herkamen. Von einer Bestrafung, wie auch von einer Belohnung der Counts dieses Kreuzzuges wurde auf Grund der Geheimhaltung abgesehen. Allerdings gab es für Lord Trondheim ein heftiges Gespräch unter Vier Augen mit Prince Leonidas, aus dem er gereinigt herauskam. Für drei ganze Jahre verschwand er spurlos, ohne dass jemand, außer den Eingeweihten, wusste wohin oder warum. Seitdem sagt man ihm nach, dass er sich in Demut kleide, im Glauben gestärkt sei und als strahlender Lord der glorreichen Ersten Kompanie über sich hinauswuchs.

Losung der Ordensführung: Hochmut kommt vor dem Fall!

ENDE
Zuletzt geändert von Leonidas Parzival am Mi 19. Nov 2014, 10:03, insgesamt 23-mal geändert.
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Alex_McLee



Re: Der Quasarius-Kreuzzug Teil 1 (SM Geschichte und Fluff)

Beitragvon Alex_McLee » Di 4. Sep 2012, 12:58

Als erstes vor weg genommen, die Geschichte war schön zu lesen. Die Änderungen haben auch die meisten Punkte die ansprach verbessert. Aber fangen wir erst mal von vorne an.

Die Namensgebung finde ich interessant. meisten weisen Orden ja sehr ähnliche Namen auf. bei dir gibt es ein wildes Gemisch verschiedener Kulturkreise. Eine sehr nette Idee eine Heimatwelt mit unterschiedlichen Kulturkreisen zu machen. meistens gibt es ja den kulturellen Einheitsbrei auf jeder Welt. Gibt es eigentlich ab und an Spannungen zwischen den 8 Fürstentümern und weichen sie soweit von Codex ab, das sie Quasi 8 Gefechtskompanien haben? hat jetzt weniger mit der Geschichte zu tun, sondern eher mit meiner neugirde. genauso finde ich es sehr stylisch das dein orden sehr ritterlich und adlich geprägt ist. Prinzen, Grafen und Edelmänner als Rangtitel finde ich eine gelungende abweichung der üblichen Bezeichnungen, schade das es nicht bis auf die Truppenebene ging.

Sehr erfrischend fand ich die Reuheszene des Grafen Azraels. Solch Regungen findet man bei den GW Romanen bei SM eher selten. Auch die Frustration von ihm gibt der Handlung Auftrieb. Sie erklärt ganz gut warum er sich leichtfertig in die fallen stürzt.

der zweite Teil war auch sehr schön. die kampfszenen sind gut beschrieb um den kopfkino arbeit zu verschaffen :D schön ist auch, dass man nicht abschätzen kann, wie lange der Dämon mit Azrael gerungen hat. vielleicht hat er sich doch einnisten können.

Was mich persönlich ab und an störte war die sprache, bessergesagt die ausdrucksform von dir. ich finde du benutzt öffters mal sehr harte Wörter. Draufgehen, vor dem Latz knallen und so. Persönlich mag ich diese Kraftwörter weniger. Aber das sind persönliche geschmäcker
Und was lernen wir daraus?

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Re: Der Quasarius-Kreuzzug Teil 1 (SM Geschichte und Fluff)

Beitragvon Leonidas Parzival » Mi 5. Sep 2012, 12:20

Alex_McLee hat geschrieben: Gibt es eigentlich ab und an Spannungen zwischen den 8 Fürstentümern und weichen sie soweit von Codex ab, das sie Quasi 8 Gefechtskompanien haben? hat jetzt weniger mit der Geschichte zu tun, sondern eher mit meiner neugirde. genauso finde ich es sehr stylisch das dein orden sehr ritterlich und adlich geprägt ist. Prinzen, Grafen und Edelmänner als Rangtitel finde ich eine gelungende abweichung der üblichen Bezeichnungen, schade das es nicht bis auf die Truppenebene ging.


Also ja in der Vergangenheit haben sich die einzelnen Fürstentümer untereinander bekriegt und ein Fürstentum wurde dabei fast ausgelöscht (Ein romanisches Fürstentum, daher einige latainische Namen) und unter die Anderen zerstreut.
Prince Colton Hammersmith (größter Held des Ordens) befriedete durch geschickte Diplomatie die einzelnen Fürstentümer. Seit seiner Zeit herrschen die Chosen Knights über den Planeten und das ganze Sonnensystem sowohl politisch als auch militärisch. Die einzelnen Fürstentümer heißen; 1. Cunningham (britisch), 2. Clerus (französisch), 3. Ullvar (Germanen), 4. Riven (Iren / Schotten), 5. Tolden (Deutsch), 6. Caloron (Spanisch), 7. Kolva (slawisch).
Sieben ausgewählte Kompaniecaptain regieren jeweils über ein Fürstentum, quasi zusätzlich zu ihren militärischen Herausforderungen. Im ganzen orden wird Diplomatie und Politisches Geschick von allen höheren Offizieren verlangt.

Und nein die Chosen Knights sind hier Codextreu, sie bestehen aus 10 Kompanien, 1.Kompanie = Veteranenkompanie, 2. - 9. Kompamie sind Gefechtskompanien (gut kleine Abweichung vom Codex :roll: ) und der 10. Scoutkompanie.

Ja Ritter und Mittelalter finde ich auch fantastisch vom Style her und die bisher bekannten SM Orden mit Bezug auf Ritter gingen mir nicht weit genug. Darum habe ich einen eigenen gegründet.

Und die Dienstgrade habe ich in mehreren Quellen nach geschauht und mir dann einen Kompromiss daraus gebastelt und man höre und staune, Begriffe, wie Captain gab es schon im späten Mittelalter. Hier meine Rangfolge: Emperor, King, Prince, Lord, Baron, Count, Souvereign, Nobleman, Captain, Lieutenant, Sergeant, Knight, Junker, Squire, Knave.

Alex_McLee hat geschrieben:Sehr erfrischend fand ich die Reuheszene des Grafen Azraels. Solch Regungen findet man bei den GW Romanen bei SM eher selten. Auch die Frustration von ihm gibt der Handlung Auftrieb. Sie erklärt ganz gut warum er sich leichtfertig in die fallen stürzt.


Ja auch das ist Teil meines Ordens. Da darf man Gefühle zeigen und Emotionen bewegen. Immerhin sehen sich diese Marines als Edelmänner voller Tatendrang und tugendhafter Manier. Wenn dann plötzlich falscher Stolz beim Dienstältesten Commander aufkommt und alle es mitbekommen ist Reue einfach angesagt.

Ansonsten finde ich es schön, wenn die Geschichte unterhaltsam und nachvollziehbar ist. Damit verleiht sie meinem eigenen Orden ein Gesicht.
Sofern ich es schaffe, werde ich weitere Geschichten folgen lassen.
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Re: Der Quasarius-Kreuzzug [SM Geschichte und Fluff]

Beitragvon Leonidas Parzival » Fr 14. Sep 2012, 16:54

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Zuletzt geändert von Leonidas Parzival am Do 13. Feb 2014, 20:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der Quasarius-Kreuzzug in 3 Teilen [SM Geschichte und Fl

Beitragvon Alex_McLee » Di 18. Sep 2012, 00:54

Ein sehr netter abschluss. Auch wenn er stellenweise zu amifilmlastig war. Gerade die Gespräche während der Kämpfe wirkten etwas sehr locker Actionfilm mäßig. Gelungen finde ich aber, die Szenen wo Lord Azrael sich für seine Handelungen entschuldigt, in denen ist er dir wahrlich gelungen. Ich persönlich finde ihn am besten, wenn er Reumütig ist. Irgendwie wirkt der Charakter dann bei dir am Glaubwürdigstgen.
Kalis als durchgedrehter Spinner ist dir auch gelungen. Die Szenen mit Ludwig hatten eine gewisse Komik die teilweise nicht so recht in die ernsthaftigkeit der Szene passen wollten, aber den gestörten Charakter bon Kalis noch besser betonten

Die Kämpfe waren ganz gut Beschrieben, man konnte sich dadurch ein gewiss Bild machen.
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Re: Der Quasarius-Kreuzzug in 3 Teilen [SM Geschichte und Fl

Beitragvon Ironhand » Di 18. Sep 2012, 16:41

Alex_McLee hat geschrieben:Ein sehr netter abschluss. Auch wenn er stellenweise zu amifilmlastig war. Gerade die Gespräche während der Kämpfe wirkten etwas sehr locker Actionfilm mäßig.


Das kann ich nur so unterschreiben. Ohne viele Worte verlieren zu wollen: Das fand ich passt nicht da rein.
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Re: Der Quasarius-Kreuzzug in 3 Teilen [SM Geschichte und Fl

Beitragvon Leonidas Parzival » Di 18. Sep 2012, 23:35

Danke für die Kritik.

Zu Azrael: ja er ist zwar der Anführer der Truppe aber hat auch am meisten versagt in dieser Schlacht. Am Ende konnte er den Chaos Champion zwar noch besiegen, aber ein nachgeschmack blieb.
Der schöne Bonus mit den Iron Clad Cybots war im Übrigen überhaupt erst der Aufhänger für die Geschichte, obwohl am Ende nur eine Randnotiz, da sich die Geschichte während des Schreibens mehrmals veränderte.

Zu Kalis: der ist einfach verrückt und für ihn ist alles ein Witz und gleichzeitig toternst.
Wie einige seiner Emperors Children Brüder sucht er den Kick seines Lebens und stellt seit Tausenden Jahren fest, dass es ihn nicht gibt,sodass er sich sogar auf so eine Lichtsinnsmission einlässt, bei der er am Ende einem Dämon seinen Körper gibt (einfach nur dämlich oder eben verzweifelt!)

Grundsätzlich war das die erste SciFi Geschichte seit langen, die ich geschrieben habe, sodass die Dialoge sicherlich ein wenig zu Amimäßig rüberkamen.

In Zukunft will ich da mehr Tiefgang einarbeiten und besonders die Dialoge schlüssiger und ernsthafter gestalten.

Ich hoffe Ihr hattet trotzdem Spass an der Gesichte, weitere werden alsbald möglich folgen.

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Re: Der Quasarius-Kreuzzug - Neuauflage [SM / Fluff]

Beitragvon Leonidas Parzival » Sa 15. Feb 2014, 17:21

Sprachlich und inhaltlich überarbeitete Neuauflage!

Dabei wurden die Postbeiträge berücksichtigt und der Text dahingehend überarbeitet.

Am Inhalt habe ich einige Details und wichtig Passagen verändert, sodass die Geschichte jetzt noch schlüssiger ist.
Sprachlich habe ich mehr Absätze und Kapitel eingefügt um den Lesefluss mehr reibungslos zu gestalten. Ein zu langer Text kann einen manchmal erschlagen. Wenn jedoch Kapitel eingearbeitet sind, kann man sich einfach merken, bei welchem Kapitel man das letzte Mal stehen geblieben ist.

Vielleicht lohnt sich für den Einen oder Anderen noch mal ein Blick in die Geschichte.

Viel Freude beim Lesen!
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