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First Blood [Imperium/Freihändler]

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First Blood [Imperium/Freihändler]

Beitragvon Gondrino » Mo 20. Mai 2013, 09:50

First Blood
Alarmglocken kündigen das Verlassen des Warps an. Der Navigator meldet, dass sie ihr Ziel erreicht haben. Die Besatzung der „Sternengold“ begibt sich routinemäßig auf die Gefechtsstationen. Der Warpantrieb reißt einen Riss in die Realität und die „Sternengold“ sowie die anderen Schiffe der Flotte, der Großkreuzer „Treu und Glauben“ und die Fregatte „Gnadenstoß“ gleiten in den Realraum.
Lucie Uxor, Kapitänin der „Sternengold“ übernahm persönlich die Steuerkontrollen. Dazu brauchte sie ihren Kommandothron nicht verlassen. Durch die Verbindung über die Gedankenimpulseinheit ihrer Rüstung bedurfte es wirklich nur eines bewussten Gedankens, um das Steuer zu übernehmen. Sie „spürte“ das Schiff bis in ihre Fingerspitzen. Die GIE ermöglichte es ihr, das Schiff wie eine Fortsetzung ihres Körpers zu fühlen, ein unbeschreibliches Gefühl. Sie wurde quasi zu dem 2 km langen und Megatonnen schweren Zerstörer. Zwar war die „Sternengold“ als Zerstörer das kleinste Schiff der Flotte, aber darüber hinaus, davon war Lucie überzeugt, das mit Abstand das Schönste. Die „Sternengold“ hieß nicht von ungefähr so. Ihre Außenhülle war über und über mit goldenen Dekorationen verziert, so dass, wenn ein Sonnenstrahl das Schiff traf, es aufleuchtete wie ein kleiner Stern.
Auf dem zentralen Anzeigeschirm der Brücke wurde ein Sternensystem mit 11 Planeten, von denen der Dritte von der Sonne gezählt, ihr Ziel war, sichtbar. Im System waren weite Zonen voller Asteroiden. Der Ortungsoffizier meldete keine weiteren Schiffe oder unbekannten Objekte in der Nähe. Sie funkte Lord-Kapitän Theodorus auf der „Treu und Glauben“ an, ob man die Gefechtsbereitschaft nicht aufheben könnte. Theodorus verneinte und verlangte darüber hinaus weitere Tiefenscans des Systems, da er sich offensichtlich Angst vor Piraten hatte. Lucie zuckte die Schultern. ‘Wenn er meint‘, dachte sie. Manchmal ging ihr der Lord-Kapitän mit seiner peniblen Art gehörig auf die Nerven. Vor allem, wenn er sie wie ein kleines, unmündiges Kind behandelte. Nur weil sie vor knapp 5 Jahren noch als junge Prinzessin auf einem feudalen Hinterwäldlerplaneten des Calixis-Sektors gelebt hatte. Immerhin hatte sie dort den Widerstand gegen ihren missgünstigen Onkel angeführt, als Gefäß der Heiligen Jymer den Planeten aus den Fängen des Chaos befreit und ihrem Volk Frieden gebracht. Gut, auch der Lord-Kapitän und seine Gefolgsleute sowie sein Hausregiment waren daran beteiligt gewesen. Und genau genommen war der Lord-Kapitän auch noch ihr Lehnsherr. Doch sie war auf keinen Fall mehr ein unmündiges Kind.
Es war schon unglaublich. Es war erst 5 Jahre her, da ritt sie noch auf ihrer Reitechse gegen die Feinde ihres Vaters, kämpfte mit Schwert und Lanze wie ihre Ritter und wie ihre Vorväter es schon seit Jahrhunderten getan hatten. Nun besaß sie ein eigenes Sternenschiff und einen eigenen Freihandelsbrief. Sie war Juniorpartnerin des Freihandelshauses Marcheval-Theodorus und keine einfache Gefolgsfrau. Früher ging ihre Welt von Horizont zu Horizont. Himmelsreisen waren Legenden. Viele in ihrer Heimat hielten diese Geschichten für Kindermärchen. Doch nun flog sie durch die unendliche Leere und sogar durch den chaotischen, furchterregenden Warp, Lichtjahre von Bucephalon entfernt. Waren früher die Hügel, Wiesen, Städte und Burgen ihrer Heimat ihr Lebensmittelpunkt, so kannte sie jetzt verschiedenste Welten mit Milliarden von Einwohnern.
Als der Freihändler ihr vor Jahren ein neues Universum zeigte, da hatte sie häufig das Gefühl ihr Kopf würde platzen oder sie müsste ob der unendlichen Flut neuer Eindrücke verrückt werden. Doch ihr unerschütterlicher Glaube an den Gott-Imperator und an sich selbst, bewahrte sie davor. Sie stürzte sich mit ungeheurer Energie und Wissbegierde in die neue Welt. Sie lernte Fortbewegung ohne Zugtiere, ja sogar fliegen. Durch die cyberbionischen Kontakte ihrer geheimnisvollen Rüstung war sie jetzt sogar in der Lage mit den Maschinengeistern selbst zu sprechen. Und sie hörten ihr zu und taten, was sie wollte, zumindest meistens.
Als sich der Freihandelskapitän ihr als Interrogator der Inquisition offenbarte und ihr eine Stelle in seinem Gefolge anbot, hatte sie sich mit heißem Herzen der Inquisition angeschlossen. Sie hatte gespürt, dass der Gott-Imperator diesen Weg für sie vorgesehen hatte und noch Großes mit ihr vorhatte. Sie hatte nicht ahnen können, was sie erwartete und sie war durch eine harte Schule gegangen. Der neunmonatige Flug von Bucephalon nach Scintilla, der Hauptwelt des Calixis-Sektors waren angefüllt mit Lehrstunden durch Interrogator Rufinus und seinen Gefolgsleuten: Psi-Training, Fecht- und Schießtraining, Technik, imperiale Geschichte, imperialer Glaube, imperiales Recht, Gesellschaftskunde, Flugunterricht. Der Lernstoff schien kein Ende zu nehmen, doch was sie in diesen neun Monaten lernte, war mehr als jeder normale Einwohner Bucephalons jemals wissen würde. Sie saugte alles förmlich auf und las zusätzlich noch Bücher im Librarium.
Seit Stunden flogen sie nun mit 1prozentiger Lichtgeschwindigkeit in das System. Lucie schmollte wegen des Alarmzustands. Jetzt konnte sie nicht einmal in ihrer geräumigen und geschmackvoll eingerichteten Kabine frühstücken. Sie ließ sich ihr Frühstück von ihren Hofdamen auf die Brücke bringen, aber das war nicht Dasselbe. Sie war drauf und dran, die Gefechtsbereitschaft eigenmächtig für ihr Schiff aufzuheben, doch sie wollte Rufinus nicht schon wieder provozieren. In dieser Sache kannte er keinen Spaß
Nicht mal eine Handvoll Leute in dieser Flotte wussten, dass sie eine Akolythin der Inquisition war und sie die Rolle der Kapitänin nur zur Tarnung spielte. Und auch ein Auftrag der Inquisition hatte sie hergeführt. Vordergründig vom Sektorkommando beauftragt, die Piraten im Meridus-System zu bekämpfen, war ihr wahrer Auftrag die Vorgänge auf dem Planeten zu untersuchen. Irgendwer versuchte die Spannungen auf Meridus anzuheizen und einen Bürgerkrieg zu provozieren. Der Sektor konnte sich nicht noch eine Kriegswelt leisten. Die Masse der imperialen Streitkräfte war auf verschiedenen Kriegsschauplätzen im ganzen Sektor gebunden. So ein Bürgerkrieg konnte leicht den ganzen Sektor destabilisieren.
Der Breitband-Kommunikationsaltar springt an und eine gellende Stimme hallt hektisch durch die Brücke: „Hier ist das Administratumsschiff „Gerechtigkeit des Imperators“. Wir werden von Piraten angegriffen. Wir haben schwere Schäden und hohe Verluste. An alle imperiumstreuen Schiffe, helft uns, bitte helft uns.“ Die Nachricht wiederholt sich ständig. Auf dem zentralen Bildschirm erscheinen zwei Markierungen 400 000 bzw. 450 000 km entfernt, eine ist die „Gerechtigkeit des Imperators“, das andere ein unbekanntes Piratenschiff.
Der Lord-Kapitän hatte mal wieder den richtigen Riecher gehabt, denkt sich Lucie als sie den Befehl ‘Klar zum Gefecht‘ gibt. Er überraschte sie immer wieder mit rätselhaften Entscheidungen, die sich im Nachhinein als richtig herausstellten. Sie war überzeugt, dass Rufinus, der so vollendet den Lord-Kapitän Lucius de la Marcheval-Theodorus mimte, ebenfalls in der Gnade des Gott-Imperators stand.
Schon hörte sie seine Stimme über Gefechtskom. „Wir greifen an. Sternengold, übernehmen sie die Spitze und jagen Sie den Piraten von dem Imperiumsschiff weg!“ Das läßt sich Lucie nicht zweimal sagen. „Marcellus, ich benötige maximale Energie auf die Impulstriebwerke!“ rief sie dem Techpriester am Maschinenaltar der Brücke zu, während sie das Schiff beschleunigte. „Aye, aye, Madame“, antwortete der Techpriester mit tonloser Stimme ohne auch nur eine Miene zu verziehen, obwohl er wusste, was das seinen heiligen Maschinen wieder abverlangen würde. Schon hörte sie ihn ins Interkom mit der Maschinenkathedrale flüstern. „Crassus, die Chefin möchte Wasserski fahren. Ich brauch volle Energie auf die Triebwerke.“ „Klar, Chef“ antwortete Crassus.
Die aktive Ortung enthüllt ein Schiff in Schleichfahrt nur 200 000 km steuerbord achtern. Sofort wird das unbekannte Schiff angefunkt. Es meldet sich der Freihändler Morley Castronova, Kapitän der Fregatte „Glücksstern“. Er wollte sich an den Piraten vorbei schleichen, doch schlägt nun vor, zusammen mit der Flotte anzugreifen. Der Lord-Kapitän ist nach kurzem Zögern einverstanden.
Lucie beschleunigte das Schiff mit maximalen Werten. Auch die „Gnadenstoß“ und die „Treu und Glauben“ nahmen Fahrt auf, doch bald schon hatte die „Sternengold“ einen erheblichen Vorsprung. Das Schiff ätzte und vibrierte, einige Zustandsrunen wechselten von grün auf gelb. Da rief der Ortungsoffizier:“ Zwei Schiffe, vermutlich Zerstörer, auf Schleichfahrt, Entfernung 180 000 km fallend voraus!“ Die Schiffe flogen also auf sie zu, um sie abzufangen.
Mit drei Piratenschiffen will sie sich nicht anlegen. Lucie Uxor reißt sofort ihr Schiff in eine brutale, vertikale 180° Grad Kehre. Das Schiff ächzt und knirscht ohrenbetäubend. Selbst für einen wendigen Zerstörer ist dieses Manöver äußerst ungewöhnlich. Doch es gelingt. Die „Sternengold“ jagt mit Höchstgeschwindigkeit zur Flotte zurück. „Marcellus, ich brauche die Kastellan-Schilde!“ „Aye, aye Madame,“ antwortete der Techpriester weiterhin völlig emotionslos. Minuten später kommt seine deprimierende Antwort: “Nur ein Schild, Madame.“ Verdammt, diese unsichere Technik, jetzt hätte sie gerne ihre zwei Schilde gehabt.
Die feindlichen Zerstörer lassen ihre Tarnung fallen und beschleunigen ebenfalls auf Höchstgeschwindigkeit Wie abgefeuerte Torpedos jagen sie auf die „Sternengold“ zu und eröffnen das Feuer. Der Schutzschirm bricht überlastet zusammen. Treffer schlagen in das Schiff und schütteln es durch. „Panzerung hält“, meldet ein Brückenoffizier. Doch dann schlagen die Lanzenwaffen der Piratenzerstörer zu. Lanzenwaffen sind stark fokussierte Hochenergiewaffen, die Panzerungen mit Leichtigkeit durchschlagen und erhebliche Strukturschäden anrichten. Eine Lanze trifft und Lucie spürt über ihre GIE körperlich die Schmerzen des Schiffs. „Kielbatterie, auf den linken Zerstörer, Feuer frei.“ befiehlt Lucie ächzend. Die Wirkung ist bescheiden. Auch die „Treu und Glauben“ eröffnet auf Höchstreichweite das Feuer. Auf 200 000 km blitzen die Topp- und Kiel-Turbolaserbatterien des Großkreuzers auf und treffen den Feind schwer. Eine zweite Salve vernichtet ein Piratenschiff vollständig.
Der andere Pirat zieht sich jedoch nicht zurück, sondern nähert sich mit voller Fahrt der „Sternengold“. „Ausweichmanöver“ schreit Lucie und zwingt das Schiff in eine Korkenzieherbewegung. Doch der Steuermann des Piratenschiffs ist kein Anfänger. Er ahnt die Bewegungen der „Sternengold“ voraus und der Piratenzerstörer rammt das Schiff knapp hinter der Bugsektion. Die „Sternengold“ wird brutal durchgeschüttelt. Lucie fühlt sich, als hätte ihr eine Reitechse in den Bauch getreten. Ihr gutes Frühstück presst sich durch ihre Zähne und verschmutzt ihre Konsolen. Gott-Imperator sei Dank, denkt Lucie, hat jeder der Brückenbesatzung mit sich selbst genug zu tun. Sie versucht den schlechten Geschmack im Mund loszuwerden, da heulen schon wieder die Bordsirenen los. Enteralarm!. Durch die Bordkameras sieht sie wilde Piratenhorden in abenteuerlichen, gepanzerten Raumanzügen, unterstützt von abscheulich Mutierten, ihr Schiff stürmen. Brutal sprengen sie sich Zugänge, schweißen sich durch Schotten und fegen jeden Widerstand der Besatzung brutal beiseite. Ihre cephalonitische Leibgarde stürzt sich todesmutig ins Getümmel und viele Piraten fallen vor ihren Klingen. Doch es sind hunderte Feinde und ihr Strom reißt nicht ab. Einer nach den anderen ihrer geliebten Kämpfer fällt vor der Übermacht, von Schrotladungen zerrissen, erschlagen von mächtigen Hämmern oder einfach in die Luft gesprengt.
Lucie Uxor aktiviert den Gefechtskom und bittet den Lord-Kapitän dringend um Unterstützung. Die „Treu und Glauben“ ändert abrupt ihren Kurs. Der Steuermann des Großkreuzers, Brutus Rubicon, versteht sein Geschäft. Das riesige Schiff schießt heran und rammt den Piratenzerstörer seinerseits mittschiffs. Beide Schiffe werden bis in ihre Grundfesten erschüttert. Das Piratenschiff ist nurmehr ein Wrack. Die Kämpfe auf der „Sternengold“ kommen kurzzeitig zum Erliegen, nur um danach in aller Heftigkeit wieder auszubrechen.
Doch rasch nimmt der Angriffsschwung der Piraten ab. Sturmtruppen der „Treu und Glauben“ greifen das Piratenschiff an und erobern unter schweren Verlusten Sektion um Sektion. Die Piraten wehren sich mit aller Wildheit. HE-Laserschüsse, Schrotladungen, Fragmentgranaten fliegen hin und her, verwüsten Gänge und Räume, Rüstungen und Körper. Rauch und Schreie ziehen durch die gekaperten Schiffe. Die Sanitäter der „Sternengold“ und der „Treu und Glauben“ haben alle Hände voll zu tun. Es wird bis zum Letzten gefochten. Entermesser und Säbel schneiden durch Fleisch und Knochen. Auf beiden Seiten gibt es keinen Pardon. Die Offiziere der Sturmtruppen müssen mit gezogenem Kettenschwert den Befehl des Lord-Kapitäns durchsetzen, Gefangene zu machen. Aber besonders die Mutierten unter den Piraten erwarten und gewähren auch keine Gnade. Sie sind immer im Zentrum der Kämpfe und häufig müssen schwere Waffen wie Multimelter oder Plasmawerfer den letzten Widerstand brechen. Trotz der heftigen Gegenwehr, ist der Ausgang des Kampfes klar. Die Piraten, von zwei Seiten unter Feuer von disziplinierten Kampftruppen, verlieren zunehmend an Boden. Lucies Besatzung schafft es alle Piraten von der „Sternengold“ zu vertreiben und die Letzten strecken entmutigt ihre Waffen.
Von der „Treu und Glauben“ kommt der Befehl: „Vom Feind lösen, Verfolgung aufnehmen!“ Lucie reißt ihr Schiff von dem Piraten los und auch die „Treu und Glauben“ trennt sich von dem gekaperten Piratenschiff.
Erst jetzt hat Lucie die Muße sich einen Überblick über die Schlacht zu machen.
Die Fregatte „Gnadenstoß“ kämpft gegen zwei Piratenzerstörer und muss schwere Schäden hinnehmen. Das Administratumsschiff hat kaum noch Antrieb und wehrt sich kaum noch.
Von der „Treu und Glauben kommt ein eindeutiger Befehl: „Feuer auf den linken Feindzerstörer!“ Der Großkreuzer und die „Sternengold“ vereinigen ihr Feuer auf einen der Piratenzerstörer, die die „Gnadenstoß“ unter heftigen Beschuss hielten und vernichteten ihn.
Das wurde den Piraten dann doch zu viel. Sie ließen von der arg zerschossenen „Gnadenstoß“ und der ebenfalls erheblich in Mitleidenschaft gezogenen „Gerechtigkeit des Imperators“ ab und suchten ihr Heil in der Flucht. „Treu und Glauben“ und “Sternengold“ setzten nach. Eine Turbolasersalve auf Höchstentfernung fand ihr Ziel und schoss die feindliche Fregatte bewegungsunfähig. Die „Sternengold“ schloss schnell auf und Lady Uxor befahl eine Entermission. Bevor jedoch die Boardingcrew ihr Schiff verlassen konnte, zerriss eine riesige Explosion das havarierte Piratenschiff. Kurz davor verließ ein Shuttle die feindliche Fregatte und erreichte mit Höchstgeschwindigkeit einen der fliehenden Zerstörer. Diese flohen einer nach dem anderen in den Warp. Der Lord-Kapitän befahl, die Verfolgung einzustellen, Schäden und Verluste zu melden und die Gefangenen sowie die Truppen von dem zerstörten Piratenschiff zu holen. Auch sollten Techcrews die Schiffswracks ausschlachten. Ersatzteile würde man nun ja zuhauf brauchen.
Jetzt erst spürte Lucie, wie wild ihr Herz schlug, wie ihr Körper überall schmerzte und dass sie sich heftig auf die Lippen gebissen hatte. Völlig erschöpft loggte sie sich aus, übergab das Kommando ihrem ersten Offizier und verschwand in ihrer Kabine.
Insgesamt hatte man eine feindliche Fregatte und drei Zerstörer vernichtet. Die „Gnadenstoß“ war sehr schwer beschädigt und auch die „Sternengold“ hatte einiges abgekriegt. Nur der Großkreuzer, geschützt durch arkane Dreifachschilde und massiver Panzerung, war nahezu unversehrt aus der Raumschlacht hervorgegangen.
Sie lag auf ihrem Bett und betrachtete die Decke. Für ihr erstes Gefecht im Meridus-System hatten sie sich tapfer geschlagen, dachte Lucie, vielleicht hatten die Piraten jetzt die Hosen voll und würden sich verziehen. Dann wäre es sogar ein großartiger Sieg. Sie sollte sich täuschen.
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Re: First Blood [Imperium/Freihändler]

Beitragvon Eiael » Sa 8. Feb 2014, 12:15

Eine gute Geschichte mit Licht und Schatten. Ich finde gerade zu Beginn (gut, über den Namen Lucie kann man sicherlich geteilter Meinung sein) stellst du die Protagonistin gut dar und lässt den Leser ein Gefühl für sie entwickeln. Das flaut aber im Laufe der Geschichte immer weiter ab, viele Informationen kommen nicht zum Zug. Ihre impulsive Art erklärt natürlich einiges, aber andere Enden bleiben ungelöst (wobei ich aber darauf spekuliere, dass noch eine Fortsetzung geplant ist, das Ende klingt danach). Dann springst du sehr häufig zwischen Imperfekt und Präsens hin und her, was unschön ist. Entscheide dich für eine Zeit (mein Tip: Imperfekt).
Was mir nicht sonderlich gut gefallen hat, sind die Entermissionen. Rammen, geentert werden (Verluste!), gewinnen, selber Entern - was zwar nicht stattfand, aber befohlen wurde - klingen zwar nach viel Action, sind aber unlogisch. Wenn das Schiff gerammt und geentert wurde, könnte man sagen, dass es schwer beschädigt ist. Ziemlich schwer. Die betroffene Seite hat immerhin ein Schiff aufzufangen gehabt und wird wohl ziemlich kaputt sein. Da fehlte mir das in sich stimmige.

Nichtsdestotrotz hatte ich viel Spaß beim Lesen. Weiter so!
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