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Geschichten von Kratos (Imperium/Tau/Necrons)

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Geschichten von Kratos (Imperium/Tau/Necrons)

Beitragvon Don Corleone » Sa 15. Feb 2014, 17:50

Die Geschichten dieses Treads stammt aus Mitchis und meinem Armeeprojekt "Schlacht um Kratos". Um ein Feedback einer breiteren Leserschaft zu bekommen, werde ich auch kommende Texte des Armeeprojekts hier einfügen.
Ich würde gerne mehr und besser Schreiben lernen, darum bitte ich um ausführliche Kritik und Tipps wie ich mich verbessern kann.
Viel Spaß beim Lesen.


Aufklärung des Verschwindens der 866. Armee auf Kratos

Der Inquisitor öffnete die schwere Plaststahl-Tür der Zelle. Drinnen war es fast dunkel, ein 3 mal 3 Meter großer Raum, die einzige Lichtquelle war eine winzige, verdreckte Deckenlampe. Es war schmutzig.
In der Mitte des Raumes stand, alle Extremitäten von sich gestreckt, ein Xenos, gefesselt an ein Stahlgerüst. Er war übel zugerichtet, die Befrager hatten ganze Arbeit geleistet. Dennoch hatte sich der Tau geweigert irgendetwas preiszugeben. Sein Name war Van‘set, soviel gaben die Runen auf den Sachen die er bei sich getragen hatte preis, aber das war unerheblich. Diese Kreatur würde ohnehin bald verrecken, was er suchte waren Informationen ganz anderer Natur, sehr viel wichtiger Natur.
Maximus baute sich in seiner ganzen Größe vor ihm auf. Durch die Fesseln hing die Kreatur gut einen halben Meter über dem Boden, sodass der Inquisitor ihm direkt in die Augen blicken konnte.
Alles was er sehen konnte war blanke Verachtung. Dieser Tau hatte keine Angst zu sterben, so wie die meisten Gefangenen dieses verdammten Xenosvolkes.
Sie mochten zwar geschult sein Schmerz und Folter zu ertragen, aber er verfügte über andere Mittel um zu erfahren was er wissen wollte. Mittel, die ein Tau niemals verstehen würde. Wie er in seinen bisherigen Forschungen festgestellt hatte, waren Tau eine psionisch nicht begabte Rasse. Das machte sein Vorhaben nur umso einfacher.
Maximus sammelte seine Kräfte und öffnete seinen Geist für die Energie des Warp. Die allumfassende Macht durchflutete ihn und es umfing ihn Dunkelheit. Das letzte was er sah waren die panisch aufgerissenen Augen des Tau.


Er war ein Späher, ein Mitglied der Feuerkaste, geboren um zu kämpfen.
Sie waren zu sechst. Vor zwei Tagen waren sie von einem Teufelsrochen, dank dessen Störsystemen unbemerkt in feindlichem Gebiet abgesetzt worden. Diese erzeugten ein elektromagnetisches Rauschen, sowie eine Verzerrung des sichtbaren Spektralbereichs des Lichts, wodurch sie bei Nacht für die primitiven Scanner der Gue’la quasi unsichtbar geblieben waren.
Seitdem schlichen sie hinter den feindlichen Linien umher, immer Gefahr laufend von einer der Patrouillen entdeckt zu werden. Ihr Auftrag war es, den Nachschub an Truppen des Feindes zu finden und eine Mobile Einsatzstreitmacht aus Kampfanzügen zum vernichtenden Mont’ka, dem Todesstoß zu leiten. Hier draußen würde ihnen bis dahin keiner helfen können. Die meisten Späher starben auf diese Weise, umzingelt von Feinden, ohne die Möglichkeit zur Flucht. Hilfe konnte er nur von seinem Trupp erwarten. Sie alle hatten das Ta’lissera vollzogen, das Ritual des Klingenbundes. Sie waren Blutsbrüder, und er würde für jeden von ihnen sein Leben geben, sollte die Situation es erfordern.
Über Funk konnte er Shas’la Bork’al reden hören.
Was meint ihr, wie lange wir hier noch durch den Dreck kriechen müssen. Ich will, dass endlich was in die Luft gesprengt wird!“
Shas’ui Norels barsche Antwort kam unvermittelt hart zurück.
„Halten sie den Mund Shas’la! Sie sollten stolz sein, hier ihre Pflicht erfüllen zu dürfen. Vergessen sie niemals: Leben und Sterben für das Sternenreich, für das höhere Wohl!“
Aller Funkverkehr erstarb augenblicklich, dann brach schallendes Gelächter aus.
„Ich scheiß auf dein höheres Wohl, Norel“ rief Bork’al, „Keiner von uns hat das große, alte Sternenreich unserer Ahnen je mit eigenen Augen gesehen. Die können mich sonst wo!“
Auf Vior’los geboren und aufgezogen, waren sie ein Teil der Shova-Enklave, einem Gebiet jenseits des Damokles-Golfes und alles was sie über das Sagenumwobene Sternenreich der Tau kannten, war eben nur genau das: Sagen und Geschichten.
„Ach kommt Bork“ kam es lachend von Norel zurück, „selbst wenn sich der Quatsch aus dem Alten Reich doof anhört, haben wir immer noch viel mehr mit denen gemeinsam als mit diesen bescheuerten Gue’la. Denk mal nach, die haben genauso die vier Kasten wie wir, die haben Struktur und Fortschritt, ganz im Gegensatz zu den Gue’la, wie nennen sie sich nochmal, Menschen. Die leben in Chaos und Dreck, alleine deren Technologie! Ich habe die Shas’vre in der Offiziersmesse darüber reden gehört. Sie meinten die Menschen hätten ein riesiges Imperium, viel größer als die Shova Enklave oder das alte Sternenreich, und dass sie das wohl schon seit vielen tausend Jahren beherrschten.“
„Verschone uns mit deinen Vorträgen Norel! Ich bin hier um sie zu töten, nicht um mir eine Geschichtsstunde über sie anzuhören!“
Sie stapften weiter durch die Nacht, immer nach möglichen Feinden Ausschau haltend.
Die Stunden verstrichen, als Ly’om, welcher die rechte Flanke sicherte sich zu Wort meldete.
„Leute ich hab hier was auf dem Scanner, Gue’la, fünfhundert Meter vor uns, mehr als vierzig Mann zu Fuß, die kommen direkt in unsere Richtung.
Norel entschied das weitere Vorgehen, jegliche Eintönigkeit der Nacht war wie weggeblasen.
„Ok Leute, die schaffen wir nicht alleine. Da vorne bei den Felsen müssten wir sie umgehen können. Dort warten wir bis sie an uns vorbei sind“
Im Eilschritt setzte sich die Gruppe in die angegebene Richtung in Bewegung, hier war keiner scharf darauf vierzig Kriegern der Menschen zu begegnen. Sie mochten zwar in ihrer Technologie rückständig sein, aber was ihnen an Disziplin und Ausrüstung fehlte machten sie mit Wahnsinn wieder wett. Die Bereitschaft der Anführer ihrer Kriegerkaste schwerste Verluste hinzunehmen, um minimale Erfolge zu erreichen wiedersprach der Philosophie der Tau auf ganzer Linie, war aber auf ihre Art verheerend Effektiv.
Durch die Restlichtverstärker ihrer Helme wurden die nahenden Feinde jetzt mehr und mehr erkennbar. Eine Gruppe von Menschen, um die vierzig, und sie rannten, ohne Formation oder erkennbaren Anführer. Einige waren verletzt, bei näherem Hinsehen fiel auf, dass einer einen zerfetzten Armstumpf an seine Brust presste, was ihn jedoch nicht davon abhielt weiterzulaufen. Nur noch wenige trugen Waffen oder Helme. In ihrer Flucht hatten sie alles was sie am Laufen hinderte weggeworfen.
Unbemerkt in ihrer Position beobachteten die Späher wie die Fliehenden an ihrem Versteck vorbeikamen, als Plötzlich drei aus der Gruppe ausscherten und genau auf sie zu liefen, wohl in der Annahme, die Felsen würden ihnen mehr Schutz bieten als eine weitere Flucht.
Norels Befehle über Funk kamen nur Augenblicke später.
„Verdammt, das hat gerade noch gefehlt! Ly’om, Van’set, die drei ausschalten, sofort!“
Mit einer Routine und Geschwindigkeit, welche er sich durch Konditionierung und Training von Kindesalter an erarbeitet hatte, erwachte das Massebeschleunigergewehr in seinen Händen zum leben. In einer fließenden Bewegung hob der Späher seine Waffe, die Zielsysteme seines Helms stellten sich auf sein Ziel ein. Er spürte dass die Ladung in der Reaktionskammer des Gewehrs aufgeladen wurde, ein Gefühl das ihm noch immer eine Gänsehaut über den Rücken laufen ließ. Wie durch ein stilles Kommando schossen sie gleichzeitig. Es gab einen dumpfen laut, ein Ruck gegen seine Schulter und zwei der drei Menschen fielen mitten im Rennen vorn über und blieben reglos liegen. Der dritte warf nur einen hastigen Blick in Richtung seiner gefallenen Kameraden, gab einen erstickten Laut von sich und rannte umso schneller, als ihn Ly’om mit einem zweiten präzisen Schuss ebenfalls zu Fall brachte.
Da die Massebeschleunigergewehre mit interferromagnetischen Spulen arbeiteten gab es keinen Knall wie etwa bei den Projektil-Waffen der Menschen, oder einen Mündungsblitzt wie bei den Pulskarabinern der anderen Späher, sodass keiner der restlichen fliehenden Gue’la das Ableben ihrer drei Kameraden bemerkt hatte.
Wenige Minuten später war der Spuk vorbei und die Gruppe konnte ihr Versteck wieder verlassen.
„Was in aller Welt war denn das?“ platzte es auch Bork’al heraus, „habt ihr deren Augen gesehen? Die schiere Panik!“
„Ich hab ein ganz ungutes Gefühl bei der Sache“ meldete sich Kan’da „wieso laufen wir genau in die Richtung wo diese Typen gerade um nichts in der Welt mehr bleiben wollten?“
„Weil es unser Auftrag ist, ganz einfach!“ gab Norel zurück „Wir sollen die Gue’la finden, und da wo die grade herkommen ist bestimmt auch der ganze Rest von ihnen.“
Schweigend machten sie sich wieder auf den Weg, genau dorthin wo diese Menschen gerade dem größten Albtraum ihres Lebens begegnet waren.
Nach weiteren drei Stunden Fußmarsch ließ Norel sie unvermittelt anhalten.
„Leute, ich glaube hier stimmt irgendetwas ganz und gar nicht ich habe gerade versucht den Kommandostand anzufunken, aber die Verbindung ist tot, keine Antwort. Irgendetwas stört unsere Signale. Das haben die Gue’la bisher noch nie geschafft, mit ihrer primitiven Technologie.“
In ihrer sonst so beherrschten Stimme lag Unsicherheit, eine Spur von Angst, die sie bisher bei ihr noch nie erlebt hatten. Es dauerte einen Moment, dann hatte sie sich gefangen, und hatte ihr übliches Selbstbewusstsein wiedergefunden.
„Gerade deshalb müssen wir herausfinden, was hier vor sich geht. Die Caderführung muss erfahren was vor sich geht. Wir sind die einzigen, die in diesem Gebiet Informationen einholen können, die Einzigen, die hier für Klarheit sorgen können!“
Es ging also abermals weiter, jedoch merkte jeder im Team, dass etwas fremdes dort draußen war, als würden sie beobachtet. Hin und wieder hörten sie ein rhythmisches Klicken, als wenn jemand mit einem Messer auf Stein klopfen würde, aber nie wurde etwas in der Nähe sichtbar, noch zeigten die Kurzstreckenscanner irgendeine Form von Leben innerhalb der nächsten zwanzig Kilometer. Eine unbestimmbare Beklemmung ergriff von ihnen einen nach dem anderen Besitz.
Das Gelände wurde jetzt zunehmend felsiger, was die Sichtweite weiter einschränkte.
„Sag mal ist das Einbildung oder riecht es für euch auch als wenn hier irgendetwas verbrannt sei?“ kam es nach einiger Zeit von Ly’om.
Und dann sahen sie es: hinter einer Gesteinsformation erstreckte sich eine karge Ebene, welche ihnen bisher verborgen gewesen war. Sie war übersät mit Leichen, mit menschlichen Soldaten.
Sie alle hatten dem Tod auf dem Schlachtfeld schon mehrfach ins Auge geblickt und der Anblick eines Schlachtfelds voller Leichen nach einer Schlacht war für keinen von ihnen neu, aber so etwas hatten sie noch nie gesehen. Soweit das Auge reichte war jeder Quadratmeter bedeckt mit toten Körpern.
Sie waren fürchterlich entstellt, waren regelrecht geschlachtet worden. Vielen fehlten Körperteile, etlichen hingen die zerfetzten Eingeweide herausgerissen aus ihren leblosen Bäuchen. Andere waren bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Wieder anderen war das Fleisch regelrecht von den Knochen geschält worden. Etwas weiter entfernt standen mehrere Panzerfahrzeuge, halb geschmolzen, als hätte jemand eine Flamme an eine Wachsstatue gehalten.
„Ääähm, Leute…ich kann hier nur Leichen der Gue’la sehen, aber keine von denen die ihnen das hier angetan haben könnte….ihr glaubt doch nicht, dass die sich gegenseitig so zugerichtet haben oder?“
„Unmöglich, sieh‘ sie dir doch mal an, das sieht überhaupt nicht nach der Art von menschlichen Waffen aus, noch nach denen von unseren Leuten.“
„Seht euch mal das hier an“ rief Norel zum Rest der Gruppe herüber „ als wenn sich irgendjemand in seinen Kopf gegraben hätte“
Sie trat näher an den Toten heran um ihn genauer zu untersuchen, als plötzlich etwas aus der klaffenden Wunde in dessen Schädel hervorschnellte und auf sie zu sprang. Mit einem Aufschrei warf sich die Shas’ui zur Seite, wodurch der Angreifer ins Leere flog, doch als sie sich umdrehte um sich dem Ding zu stellen, war es schon zwischen den Leichen verschwunden.
„Verdammt!! Was war denn das?“ platzte es aus ihr heraus „das sah aus wie ein Käfer, mit einem großen leuchtenden blauen Auge, aber irgendwie silbrig. Der der schien mechanisch, als würde er vollkommen aus Metall bestehen, war aber agil als wär es ein Lebewesen!“

Maximus hatte genug gesehen, innerhalb von Minuten hatte er Erinnerungen durchlebt, welche der Tau in mehreren Stunden erlebt hatte. Seine schlimmsten Befürchtungen waren bestätigt worden, der Schreckliche Zustand in dem die Leichen von den Imperialen Truppen gefunden worden waren hatte ihn aufhorchen lassen, doch dieses Wesen dessen er gerade gewahr geworden war, hatten alle Zweifel zerstreut. Die Tau waren jetzt nur noch ihr kleinstes Problem, die hatten nicht die geringste Ahnung, in welche Schwierigkeiten dieses ganze verdammte System steckte.
Eins war ihm jetzt klar, sie waren, was ihre militärische Präsenz derzeit betraf, hoffnungslos unterlegen!
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Re: Geschichten von Kratos (Imperium/Tau/Necrons)

Beitragvon Don Corleone » Sa 15. Feb 2014, 17:54

Eine Vorahnung

Norel schlich mit ihrem Team in Position. Sie waren am Ziel, hatten gefunden wonach sie wochenlang gesucht hatten, und was vielen Mitgliedern ihres einstigen Trupps das Leben gekostet hatte.

Nachdem sie vor zwei Monaten die Überreste des Massakers an einer der menschlichen Reservekompanien entdeckt hatten, war nichts mehr wie es einmal war. Was zu Beginn der Kampagne als Eroberung einer neuen Welt geplant war, verwandelte sich in einen Kampf ums nackte Überleben. Es gab Gerüchte über einen neuen Feind, der weder zwischen Tau und Menschen unterschied, noch in irgendeiner der Aufzeichnungen der Feuerkaste verzeichnet war. Gerüchte über metallene Körper, über Monster die nicht starben, mit Waffen, die selbst die hoch entwickelte Technologie der Tau um Längen überragte, und die unter Menschen und Tau gleichermaßen Massaker anrichteten, machten die Runde. Dabei greife der neuen Feinde ohne ein erkennbares Muster oder Ziel an. Sie verschwanden so schnell wie sie auftauchten und hinterließen nur Tod und Zerstörung.

Feste Fronten gab es in diesem Krieg nicht, denn der Feind konnte überall sein. Er war überall und nirgendwo.

Es wurde vermutet, dass diese Anderen durch ausgedehnte Tunnels und unterirdische Gänge agieren mussten, deren Zugänge gut getarnt über den ganzen Planeten verteilt waren. Seitdem waren sie auf der Suche nach einem dieser Eingänge gewesen.

Jetzt kauert sie mit ihrem Team aus Aufklärern keine einhundert Meter entfernt zu einem der Zugänge, zu einem der Bunker des Feindes. Wie nennen die Menschen sie noch gleich? Necrons, was für ein stumpfer Name. Aber jetzt ist nicht der richtige Augenblick um sich über die Unterschiede zwischen Sprachen den Kopf zu zerbrechen.

Hinter ihr begibt sich die gesammelte Armee der Tau in Stellung, bereit den Kampf zum Feind zu tragen. Sie würden in die Tunnels eindringen und den Feind in seinen Höhlen festnageln. Der Kader, bestehend aus Feuerkriegern und Krisis Kampfanzügen würde das Überraschungsmoment nutzen und die Necrons unvorbereitet niedermachen, soweit der Plan.

Von ihrer Position aus kann sie die Geistkampfanzüge und den Piranha-Gleiter auf ihrer rechten Flanke zwar nicht sehen, die kleinen Punkte auf der eingeblendeten Karte ihres Helmvisiers bezeugen jedoch ihre Existenz, aber sie hat kein gutes Gefühl bei diesem Einsatz, eine unbestimmte Ahnung, dass alles furchtbar schief gehen wird.

Von jetzt auf gleich spielt das Wetter verrückt. Dicke schwarze Wolken verdunkelten den Himmel, und nehmen ihr die Sicht auf die felsige Landschaft vor ihrer Position. Vereinzelt erleuchten strahlend blaue Blitze für den Bruchteil einer Sekunde die Ödnis vor ihnen, dennoch ist es totenstill, so still, dass sie die Mitglieder ihres Teams rascheln hören kann. Außerdem kommt es ihr vor, als sei die Luft plötzlich unnatürlich kalt.

Auf der Hügelkette vor ihnen ist jetzt Bewegung auszumachen, und was sie dort sieht, erfüllte sie mit Grauen. Mit jedem Blitz, flackern Bilder einer Armee in der Finsternis zu ihnen herüber. Wie eine Armee der Untoten schreiten unzählige glänzender Gestalten in Reih und Glied, langsam aber unaufhaltsam auf sie zu. Das einzig sichtbare zwischen den Blitzen sind kalte, leuchtend blaue Augen. Tausende, glühende Kohlen in der Finsternis, und es kommt ihr vor als würden diese toten Augen einen brennenden Hass auf alles Lebende versprühen.

Neben ihrer Stellung hechten jetzt angehörigen ihres Volkes ihrerseits in Stellung, bereit dem Feind mit konzentrierten Salven aus ihren Pulswaffen die Stirn zu bieten. Die aufkommende Panik wird durch jahrelang indoktrinierte Disziplin unterdrückt. Niemand hier wird fliehen, da er so seine Blutsbrüder dem Tod überlassen würde. Dennoch sind alle wie gelähmt. Zum ersten Mal stehen sie dem namenlosen Feind Auge in Auge gegenüber, und auch sie wagt es nicht, sich zu rühren. Keine Schüsse fallen.

Schließlich, nach einer gefühlten Unendlichkeit wird die allgemeine Starre durchbrochen, als wie durch ein stilles Kommando, alle metallenen Wesen, mit einem letzten Schritt in perfekter Formation stehen bleiben. Wie ein Mann senken sie ihre klobigen Waffen und speien blau leuchtende Blitze in die gelähmten Reihen der Tau. Wo sie einschlagen erleuchten die Getroffenen als blaue, schreiende Fackeln.

Erst jetzt kommt der Befehl zum Feuern! Aus hunderten Läufen braust dem Feind Pulsfeuer entgegen. Norel befielt ihrem Team ihre Lasermarker auf eine der Formationen zu richten, um die Feuerkrieger um sie herum zu unterstützen. Sogleich konzentrieren diese ihr Feuer auf die anvisierten Feinde und fällen diejenigen, die das Pech haben in der ersten Reihen zu stehen.
Die Schlacht ist in vollem Gange, als auf ihrer rechten Flanke ein Lichtblitz, wie eine kleine Sonne die Dunkelheit dahinfegt. Der Knall ist ohrenbetäubend, alle Visorelemente ihres Helms spielen verrückt, und als sich das Bild wieder stabilisiert, ist die Hälfte der Markierungen auf ihrem Visier verschwunden, die noch einen Augenblick zuvor die Position einen Trupps Geistkampfanzugpiloten darstellte.

So plötzlich wie das Unwetter kam, klart der Himmel nun wieder auf und nimmt den tarnenden Schleier der Dunkelheit vom Geschehen und enthüllt sein ganzes Grauen. Um ihre Position herum tobt der Krieg. Das Chaos ist allgewaltig, und es gelingt den Kommandierenden nur schwer die nötige Disziplin aufrecht zu erhalten. Krieger und Veteranen der Feuerkaste sterben gleichermaßen. Bei denjenigen die von den blauen Geschossen getroffen werden berstet die Rüstung und schmilzt das Fleisch von den Knochen. Doch das schrecklichste an ihrem wiedererlangten Weitblick ist, was sie auf der Seite der Feinde sieht. Metallene Krieger, die soeben noch von einer Salve Pulsfeuer niedergestreckt wurden, und aufgrund ihrer Verletzungen längst hätten tot sein müssen, erheben sich langsam wieder aus dem Sand, als wäre nichts gewesen. Nur etwa die Hälfte der Gefallenen bleibt wirklich liegen! Verzweiflung beginnt sich in ihrem sonst so disziplinierten Denken auszubreiten. Wie soll man gegen einen Feind bestehen, der nicht stirbt?

Hektisch schweift ihr Blick über die Reihen der Feinde. Das auf der rechten Flanke, auf der kleinen Anhöhe, muss die Waffe sein welche die riesen Explosion verursacht hat. Ihr kommt der Begriff Fahrzeug in den Sinn, aber dafür ist es zu abstrakt, zu fremd. Die Waffe schwebt einen halben Meter über dem Boden und besteht zum Großteil aus nach unten gerichteten Streben, welche in sich eine große, bläulich pulsierende Konstruktion fassen. Dieses Ding hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem knöchernen Brustkorb eines riesigen, verwesenden Tieres.

Eins ist klar, diese Waffe muss um jeden Preis vernichtet werden, sonst ist die Chance auf einen Sieg mit Sicherheit verloren. Mit geübten schnellen Befehlen macht sie ihr Team auf ihr neues Ziel aufmerksam. Ihre Zieldaten würden die Fusionsblaster der Geistkampfanzüge und des Piranha-Aufklärungs-Gleiters ins Ziel führen und so die Waffe zerstören.

Die Marker finden ihr Ziel, eine Flut von Zieldaten flackert in der rechten Ecke ihres Helm-Visiers auf. Mit einer schnellen Geste leitet sie die Koordinaten an den Piranha weiter, welcher jetzt mit maximaler Geschwindigkeit auf das Ziel zu rast, um den rumpfmontierten Fusionsblaster in eine effektive Reichweite zu bringen.

Am Himmel bemerkt sie einen dünnen Streifen, der senkrecht aus den Wolken zu wachsen scheint. Ein schnurgerades weißes Band. Sie hat dies schon mehrfach gesehen und jedes Mal bedeutete es Tod und Verderben. Aber warum hier, warum auf diesem Schlachtfeld? Waren sie gekommen um ihnen den Rest zu geben, oder um ihnen zu helfen?

Als dem Objekt welches den Streifen verursacht nur noch Augenblicke bis zum Aufschlag bleiben, zünden die Bremsraketen auf der Unterseite, und das glühende Etwas kracht mit einer solchen Wucht auf dem steinigen Boden, dass sie es hunderte Meter weit entfernt noch in den Füßen spüren kann. Dichte Staubwolken verdecken den Einschlagsort, doch sie weiß auch ohne klare Sicht was da gerade „gelandet“ war. Die Elite der Elite der Menschen, ihre Space Marines. Wahrhafte Monster in riesigen grünen Rüstungen. Im Laufe der Kampfhandlungen zwischen ihnen und dem Imperium hatte sie solche Krieger von Schüssen getroffen werden sehen, die einen normalen Menschen auf der Stelle in Stücke gerissen hätte. Obwohl stark verwundet, hatten sie sich wieder hochgestemmt und weiter gekämpft. Gegen die kombinierte Kampfkraft der metallenen Skelette und dieses neuen Feindes können sie nicht hoffen zu bestehen.

Über Funk hört sie die hektische Stimme Commander O’Arra’kons, welche den Befehl gibt nicht auf die eingetroffenen Menschen zu schießen. Sie seien als Verstärkung hier, ein Bündnis in letzter Sekunde. Erleichterung macht sich breit. Sie traut den Menschen zwar nicht, aber zumindest sind sie nicht wegen ihnen gekommen, sondern weil die metallenen Krieger auch ihre Feinde waren.
Noch immer verdeckt die Staubwolke alles was sich auf der linken Flanke befindet, auch die fremdartige Waffe. Dagegen dauert auf Seiten der Hauptfront der Kampf weiter an.

Von ihrer erhöhten Position beobachtet sie, wie der Commander einen Ausfall anführt. Umgeben von bewaffneten Drohnen tragen ihn die Triebwerke seines Kampfanzugs auf die feindlichen Linien zu. Noch ist der Trupp zu weit entfernt, um mit ihren kurzläufigen Pulskarabinern effektiven Schaden zu verursachen, doch sollten sie erst einmal in Reichweite kommen, würde dieser Sturmangriff einschlagen wie eine Bombe, das hatte sie schon in früheren Schlachten gesehen.
Auf der anderen Seite stößt jetzt ein Team aus Krisis-Kampfanzugpiloten ebenfalls vor, um die gegnerischen Linien von zwei Seiten in die Zange zu nehmen und lässt aus ihren montierten Waffenarmen sengendes Plasmafeuer auf die feindlichen Truppen regnen. Doch auch diese schweren Verletzungen scheinen die Getroffenen einfach abzuschütteln und erheben sich wieder, sogar diejenigen mit geschmolzenen Teilen ihres Torsos, oder abgetrennten Gliedmaßen.
Langsam lichtet sich der Vorhang aus aufgewirbeltem Staub und Sand auf ihrer rechten Flanke und gibt die Sicht frei, auf einen Kriegsschauplatz ganz anderer Art. In einem Krater aus Schutt und Geröll ragt eine meterhohe Konstruktion in die Höhe. Eine Dunkelgrüne Lackierung bestätigt die Zugehörigkeit zu den Space Marines. Fünf geöffnete Ausstiegsrampen weisen in alle Himmelsrichtungen. Sie beobachtet, wie die riesigen Menschenkrieger in einem erbitterten Feuergefecht mit Einheiten der Gegner verwickelt sind.

Sind doch die meisten Einheiten der Tau immer darauf bedacht eine sichere Entfernung zum Gegner zu wahren, spielt sich dieser Kampf auf kürzester Distanz ab. Außerdem bilden diese Menschen keine feste Feuerlinie, wie es z.B. die Feuerkrieger tun würden, um anschließend den Feind auf ein Kommando mit einer koordinierten Salven auszulöschenden. Viel mehr kommt es ihr vor, als würden sich alle der grün gepanzerten Kolosse durcheinander bewegen, immer in Bewegung, immer nach eigenem Ermessen präzise Schüsse abgebend, und doch scheint alles zueinander zu passen. Keiner behindert einen anderen in seinem Schussfeld oder seiner Laufrichtung, alles scheint wie ein jahrelang einstudierter brutaler Tanz.

Sie zwingt sich ihren Blick von dem Geschehen loszureißen und befiehlt ihrem Trupp erneut die Zielkoordinaten der fremdartigen Waffe zu erfassen. Hektisch übermittelt sie die Daten an die Truppen, doch die kommen zu spät. Das pulsierende, innere Leuchten der riesigen Waffe verstärkt sich blitzartig und entlädt sich in einem grellblauen Geschoss, das in Richtung der vorstürmenden Krisis rast.

Sie ruft ihrem Team zu Deckung zu suchen und wirft sich ebenfalls flach auf den Boden. Dennoch ist sie nicht gefeit vor der blendenden Explosion, welche ihr zeitweilig die Sicht raubt.
Als sie sich wieder aufrappelt, ist der Vormarsch der Krisis-Kampfanzüge gestoppt. Wie durch ein Wunder haben zwei der Piloten die Explosion überlebt, doch der Rest des Trupps ist einfach verschwunden, verdampft in der Hitze einer kollabierenden Sonne.

Ihre Augen tränen, nur langsam verblasst die blendende Helligkeit vor ihren Augen und gibt ihr die Sicht auf die Schlacht zurück. Auf der linken Flanke glaubt sie zu erkennen, wie der Piranha-Gleiter auf das noch glühende Geschütz zurast und einen leuchtenden Strahl direkt in dessen Rumpf versenkt.

Das nächste was sie wahrnimmt, ist ein zweiter blendend greller Lichtblitz der ihren ganzen Sichtbereich einnimmt, gefolgt von einer Druckwelle, die sie allesamt von den Füßen fegt. Ihre Welt besteht aus weißem Licht, schrillenden Ohren und Schmerz.

Sie hatten es also doch noch geschafft, doch zu einem hohen Preis wie sie feststellt, denn die Markierungen der Geistkampfanzüge sind allesamt verschwunden.

Unmittelbar vor den gegnerischen Truppen beginnt die Luft zu flimmern, als wenn an einigen Stellen heiße Luft über der Wüste aufsteigen würde. Ist das nur eine Nachwirkung ihrer geblendeten Augen, oder könnte es wirklich sein? Sie hält den Atem an, denn auch dieses Phänomen hat sie schon einmal miterlebt. Das Flimmern wird stärker, und nach einigen Sekunden beginnt die Luft von innen heraus zu leuchten, was ihre Ahnung zur Gewissheit werden lässt. Immer heller wird das leuchten, bis es abrupt erlischt. An der Stelle wo soeben nur Geröll zu sehen war, steht jetzt eine Gruppe monströser Gestalten. Noch größer und stärker gepanzert als normale Space Marines, reichten diese knochenfarbenen Ungetüme an die Größe eines Krisis Kampfanzugs heran.

Anders als ihre agilen, grün gepanzerten Brüder sind diese Krieger klobige Kolosse, die stoisch, mit hämmernden Waffen auf kürzeste Distanz die geordneten Reihen der Gegner in Stücke schießen.
Ihr kommt die Hoffnung, dass sich diese Schlacht vielleicht doch noch gewinnen lassen könnte.

Auch diese Truppen des Imperiums hat sie schon einmal im Kampf erlebt. Eine Häuserschlacht inmitten einer zerstörten Stadt. Die Fronten gingen vor und zurück, um jeden Häuserblock wurde gerungen. Bis diese knochenfarbenen Superkrieger mitten unter ihnen materialisierten.
Sie hatte mit ihrem Team auf der obersten Etage eines zerstörten Wohn-Hubs Stellung bezogen, sodass sie das Gemetzel zu ihren Füßen aus relativ sicherer Entfernung miterlebte.
Durch das plötzliche Auftauchen dieses neuen Feindes, mitten unter ihnen, geriet die disziplinierte Ordnung der Truppen ins Wanken. Hunderte Pulswaffen feuerten unzählige Schüsse auf sie ab, doch sie marschierten einfach durch das Inferno, wie durch einen warmen Sommerregen. Diesen Anblick würde sie nie vergessen. Ähnliches erwartet sie jetzt von dem Geschehen auf der steinigen Geröllfläche vor ihnen, in den Reihen der metallenen Skelette.

Doch es kommt alles anders. Vollkommen ungerührt richten alle Krieger ihre langen, mattschwarzen Waffen auf den neu eingetroffenen Gegner und speien ihm, wie ein Mann Salve um Salve entgegen. Und dann passiert das Unfassbare, das, was sie für unmöglich gehalten hatte. Sie sieht wie einer der gepanzerten Kolosse einknickt und liegen bleibt, seine Rüstung geschwärzt vom Ruß der Treffer, denen er ausgesetzt war. Dann noch einer, und noch einer. Sie traut ihren Augen nicht, das kann einfach nicht sein!

Aus den schwarzen Wolken über ihnen fällt jetzt ein zweites Objekt. Es sieht aus, wie ein kleiner schwarzer Punkt, der mit rasanter Geschwindigkeit auf die Position der schwer gepanzerten Marines zuhält. Schließlich vollzieht das Objekt eine steile Aufwärtskurve und befindet sich in horizontalem Sinkflug. Bei näherem Hinsehen hat das Objekt eine gebogene Form. Ein flacher Rumpf mit zwei, nach vorne gerichteten Enden, die spitz zulaufen.

Auf seiner Unterseite bricht ein Lichtstrahl hervor, der eine Position nahe der Menschen in bläuliches Leuchten hüllt. Genau wie bei den Menschen zuvor, nimmt dieses Leuchten an Intensität zu, und als es abreist stehen den Space Marines eine Einheit neuer Feinde gegenüber. Sie sind breiter gebaut als die normalen Krieger ihrer Spezies und tragen ein großes schillerndes Schild vor der linken Brust, sowie ein breites Schwert in der rechten Hand. Aus ihrer Mitte ragt eine Gestalt von solch strahlender, arroganter Autorität, dass ihr sofort klar wird, dies muss ihr Anführer sein. Wenn sie es schaffen sollten diese Gestalt zu töten, würden die restlichen führungslos sein und sich zurückziehen müssen.

Alle Aufmerksamkeit ist auf diese neue Bedrohung gerichtet. Sie muss keine großen Befehle geben. Ihr Trupp konzentriert alle Zielmarkierer auf den Anführer, und sie leitet die Zieldaten an die Feuerkrieger und Veteranen in der Ebene vor ihnen.

Aus hunderten Läufen prasselt Pulsfeuer auf das erklärte Ziel, doch jeder Schuss, der ihrem Anführer gefährlich werden könnte, wird von den ihn umgebenden Kriegern in silbergoldener Rüstung mit ihren Schilden aufgehalten oder abgelenkt. Zwei seiner Leibgardisten gehen zu Boden, doch nur einer bleibt auch wirklich liegen. Dann prallen die Space Marines mit der ganzen Wucht ihrer tonnenschweren Rüstung in ihre Formation. Ein wilder Kampf entsteht, bei dem es den weiß gepanzerten Space Marines gelingt den Anführer der Feinde zu isolieren, indem sie dessen Leibgarde mit der Macht ihrer riesigen Panzerfäuste auf Abstand halten. Die Anführer beider Seiten stellen sich im tödlichen Zweikampf, der eine bewaffnet mit einer langen Klinge an einem Stab, bei der sie darauf wetten würde, dass deren Schärfe alles übertrifft was die Tau aufzubieten hätten, der andere eingehüllt von einer dicken schwarzen Rüstung und bewaffnet mit einem mächtigen Streitkolben., sowie einer riesigen, klobigen Handfeuerwaffe.

Der Anführer der Menschen setzt zu einem brutalen Sturmangriff an und stürmt, mehrere Schüsse abfeuernd, mit einer Geschwindigkeit, die sie bei dieser Rüstung nicht für möglich gehalten hätte, auf seinen Gegenüber zu. Dieser macht jedoch keinerlei Anstalten den Angriff zu erwidern, sondern bleibt einfach ungerührt stehen. Erst als der auf ihn zustürmende Mensch nur noch wenige Meter von ihm entfernt ist, reagiert er. Er vollführt eine lässige, herrische Geste aus der Rückhand, und ihr kommt es so vor als hätte er irgendetwas sehr kleines in Richtung seines Angreifers geworfen. Für einige Augenblicke passiert gar nichts, doch dann, als sein Gegner, keine Armeslänge mehr entfernt, gerade zum alles zerschmetternden Schlag ausholt, erstarrt er. Ungläubig beobachtet sie wie er abrupt stehen bleibt, langsam seinen erhobenen Arm senkt. Sein Gegner macht jedoch immer noch keine Anstalten sich aktiv an dem Kampf zu beteiligen. Langsam, ohne jede Hast schreitet er, mit einer Arroganz, die unmissverständlich klar macht was er von den Menschen hält, in einem Halbkreis um diesen herum. Noch immer zeigt der Space Marine keine Reaktion. Er setzt zu einem langgezogenen Bogen mit seiner Stabwaffe an, da durchbricht sein Gegner die lähmende Starre und versucht den herniederfahrenden Hieb zu parieren. Doch die Reaktion kommt zu spät. Sie sieht, wie um den schwarzen Panzer kurz ein schimmerndes, durchsichtiges Feld entsteht, welches jedoch durch die Wucht des Angriffs einen Moment später wieder erlischt. Selbst die zentimeterdicke Panzerung des Space Marines scheint keinen ausreichenden Schutz zu bieten, denn die Klinge scheint einfach durch diese hindurch zu gleiten wie durch Papier.

Es kommt ihr vor wie in Zeitlupe, als der Getroffene, schwer verwundet, zurückweicht, um ein paar Meter Platz zwischen sich und seinen Gegner zu bringen.

Das könne einfach nicht sein, durchfährt sie ein verzweifelter Gedanke. Egal welcher Hoffnungsschimmer sich auch für sie auftue, im nächsten Moment ist diese Hoffnung schon wieder dahin.

Mit Endsetzen stellt sie fest, dass auch auf dem Rest des Schlachtfelds das Schicksal immer mehr gegen sie wendet. Direkt vor ihrer Stellung muss sie mit ansehen, wie die Hälfte einer ganzen Formation aus Feuerkriegern mit einer einzigen Salve blauer Geschosse ausgelöscht wird.
Panik droht ihr Bewusstsein zu überwältigen. Alles was sie will, ist wegzulaufen.

Der flache, schwarze Flieger hält jetzt direkt auf sie zu. Doch als sie schon denkt, das wäre das Ende fliegt dieser eine weite Kurve und eröffnet das Feuer auf den leicht gepanzerten Aufklärungs-Gleiter, welcher in einem schwarzroten Feuerball in Flammen aufgeht.

Aus den Augenwinkeln bemerkt sie eine Bewegung, in einer der Schutthaufen in ihrer unmittelbaren Umgebung. Sie versucht noch ihren Teamkammeraden zuzurufen, in Deckung zu gehen, doch da ist die Luft schon erfüllt von zuckenden blauen Blitzen, die diejenigen welche noch auf den Beinen sind, unter spastischem Zucken von innen heraus verbrennen und nur einen verkohlten, schwarzen Leichnam zurücklassen.

Das ist zu viel für sie. In Panik kriecht sie von ihrer Position nach hinten fort, weg von der Front, weg von diesen unnatürlichen, metallenen Ungeheuern, die nicht sterben wollen. Nach einigen Metern beginnt sie zu laufen, dann zu rennen, so schnell sie ihre Füße tragen können. Immer weiter, ohne ein bestimmtes Ziel. Zuerst hört sie noch über Funk die Befehle und Meldungen hinter ihr, wie der Kader angehalten wird sie zurück zu schlagen, wie der Angriff des Commanders die linke Flanke zu durchbrechen scheitert, und wie schließlich die Mission abgebrochen wird. Doch ihr ist das alles egal, sie läuft und läuft, stundenlang. Wie lange weiß sie nicht genau, doch als sie schließlich stehen bleibt ist es um sie herum Stockfinster. Ihren Helm und ihr Gewehr hat sie irgendwo verloren. Sie ist vollkommen erschöpft.

Sie geht weiter, obwohl sie kaum etwas sehen kann. Immer wieder hört sie in der Dunkelheit leises Klicken, wie als wenn jemand wiederholt in kurzen Abständen mit einem Messer auf Stein klopfen würde.

Sie beginnt wieder zu laufen, bis die Erschöpfung sie zwingt aufzuhören.
Schließlich, sucht sie Schutz zwischen einer Formation größerer Felsen, und kauert sich in eine Nische, ängstlich in die Nacht hinein horchend. Erschöpft fällt sie in einen unruhigen Schlaf.
Sie schreckt auf, um sie herum ist wieder das metalerne Klicken zu hören. Und da bemerkt sie sie. Auf den Steinen, auf dem Boden, sogar auf ihren Beinen krabbeln unzählige kleine silbrig glänzende Käfer, Käfer mit einem großen, blau leuchtenden Auge.

Panisch schreckt sie zurück, irgendwie hat sie eine Pistole in der Hand und feuert in die Menge vor sich. Es sind so viele, dass sie gar nicht daneben schießen kann. Sie will davon laufen, doch dazu kommt sie nicht. Keine drei Meter von ihr entfernt steht eine Gestalt, der Lord, der Lord des Todes. Sie ist wie erstarrt, als er sie durch seine kalten blauen Augen hindurch mustert, sein Gesicht die Maske eines Toten, so alt, so unglaublich alt. Eine Maschine und doch keine Maschine.
In ihrer Starre wartet sie auf den erlösenden Streich, den Todesstoß, doch dieser kommt nicht, und sie erkennt die schreckliche Wahrheit. Sie ist seiner nicht würdig, zu armselig um sich die Mühe zu machen sie eigenhändig zu töten. Sie will schreien, sich übergeben, doch sie kann nicht, sie hat die Kontrolle über ihren Körper verloren. Langsam, ganz langsam, hebt sie, wie durch einen äußeren Zwang ihre Pistole. Sie will dagegen ankämpfen, doch die Macht, die sie zwingt ist zu stark. Sie richtet die Waffe an ihre eigene Schläfe. Langsam krümmt sich ihr Finger um den Abzug, und drückt ab.


Sie schreckt auf, um sie herum ist heller Tag. Sie befindet sich in ihrer Koje, in den Quartieren ihres Kaders. Alles war nur ein Traum denkt sie, alles nur ein Traum.
Nach dem Frühstück gibt es eine Einsatzbesprechung für die kommende Operation.
Der Commander erklärt, sie hätten endlich einen der Eingänge zu dem Tunnelsystem ausfindig gemacht, und dass sie heute zum ersten Mal dem unbekannten Feind, den die Menschen Necrons nennen, auf einem Schlachtfeld ihrer Wahl die Stirn bieten würden. Der Kader würde das Überraschungsmoment nutzen und die Necrons unvorbereitet niedermachen.
Die Einsatzbesprechung wird geschlossen, Start der Operation, ist in zwei Stunden.
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Re: Geschichten von Kratos (Imperium/Tau/Necrons)

Beitragvon Leonidas Parzival » Do 20. Feb 2014, 11:38

Die Schlacht an sich ist ziemlich gut beschrieben. Das Aufeinanderfolgen der Ereignisse passt zusammen. So in etwa stelle ich mir eine großartige Mehrspielerschlacht vor.

Das Geschichtenschreiben ansich ist natürlich schwierig und eine hohe Kunst.
Dabei muss man Vieles beachten und macht oft den Fehler zu viel hinein zupacken, sodass die Spannung der Geschichte nicht richtig zustande kommt.

Eine ausführliche Kritik habe ich Dir per PN geschickt.
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